Hintergrund

Warum fast 10.000 Sandsäcke auf der A7 stehen

Dezember 23, 2022

Seltsamer Anblick

Es ist ein seltsamer Anblick, eine Autobahn voller Sandsäcke. Am 14. Dezember wurden im Auftrag von Rijkswaterstaat 1.700 Sandsäcke auf der gesamten Breite der A7 in der Nähe des friesischen Dorfes Uitwellingerga aufgestellt. Weitere 550 kamen einige Tage später hinzu. Aber das scheint noch lange nicht genug zu sein.

Foto: Twitter Rijkswaterstaat Noord-Nederland

Tunnelbunker

Die Sandsäcke sollen verhindern, dass die Straße in der Nähe des Prinzessin-Margriet-Tunnels zusammenbricht. So wurde Anfang Dezember festgestellt, dass sich ein Teil des Tunnelgrabens gehoben hatte und der Asphalt bröckelte. Nach Angaben von Rijkswaterstaat ist dies auf den hohen Druck des Grundwassers zurückzuführen.

Wozu dienen die Sandsäcke?

Mit den Sandsäcken versucht Rijkswaterstaat, die so genannten Tunnelbeine zu stabilisieren. Die Tunnelbeine bilden zusammen die Tunnelbox und sind mit Dutzenden von Bodenankern gesichert. Der hohe Druck des Grundwassers führte dazu, dass die Verankerungen eines Tunnelbalkens abbrachen und ein Straßenabschnitt angehoben wurde.

Foto: Twitter Department of Public Works

Mehr Sandsäcke

Um zu verhindern, dass sich auch andere Gräben bewegen, bringt ein Unternehmer nun 7 500 zusätzliche Sandsäcke an, die auf alle anderen Tunnelgräben verteilt werden. Die Sandsäcke erzeugen einen Druck, der viermal höher ist als der Druck, der von unten durch das Grundwasser entsteht. Der Autobahnabschnitt kann monatelang gesperrt bleiben. Der Verkehr zwischen Sneek und Joure wird über die A7, A32 und N31 umgeleitet.

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