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Rückblick – Fiat 500 1.0 Hybrid Torino (2026)

Mai 1, 2026

Warum gibt es jetzt auch einen Fiat 500 Hybrid?

Die Autoindustrie setzt stark auf die Elektrifizierung, aber die Marktnachfrage hinkt hinterher. Die Idee war, dass der neue, elektrische Fiat 500e die Grundlage für den Verkauf bilden würde. Darüber hinaus sollte der ‚alte‘ 500 noch eine Weile als Benzin-Alternative für Kunden verfügbar bleiben, die nicht umsteigen können oder wollen. Die Nachfrage nach Benzinautos war jedoch so groß, dass Fiat den ‚alten‘ Benziner 500 dennoch durch eine Benzinversion auf der Basis des neuen 500 ersetzte.

Was ist der Unterschied zwischen dem Fiat 500 Hybrid und dem elektrischen Fiat 500e?

Nachdem die ‚alte‘ 500er Generation vollständig vom Markt verschwunden ist, gibt es nur noch eine Modellgeneration im Showroom. Es gibt sie als Fiat 500e und seit kurzem auch als Fiat 500 Hybrid. Der Unterschied liegt im Antriebsstrang.

Der Fiat 500e ist natürlich immer vollelektrisch. Sie haben die Wahl zwischen einer 24 kWh-Version mit 70 kW (95 PS) und einer 42 kWh-Version mit 87 kW (118 PS). Der neue 500 Hybrid hat einen sogenannten Mildhybrid-Antriebsstrang. Er wird von einem 1,0-Liter-Dreizylinder mit 48 kW (65 PS) angetrieben. Immer in Kombination mit einem Schaltgetriebe.

Ein kleinerer Unterschied: Nur der elektrische 500e verfügt über eine 3+1-Karosserie mit einer zusätzlichen Flügeltür(en) auf der Beifahrerseite. Außerdem sind sowohl der 500e als auch der 500 Hybrid als dreitüriges Fließheck und als Cabriolet erhältlich.

Ist der Fiat 500 Hybrid ein ‚echter‘ Hybrid oder ein Mild-Hybrid?

Obwohl der Name etwas anderes vermuten lässt, ist der Fiat 500 Hybrid ein sogenannter Mild-Hybrid. Das bedeutet, dass die Räder nicht von einem Elektromotor angetrieben werden, wie bei einem Vollhybrid. Allerdings wird der Benzinmotor von einem kleinen Elektromotor unterstützt. Betrachten Sie ihn als eine Art großen Anlasser, der den Benzinmotor zum Beispiel beim Anfahren unterstützt. Das wirkt sich ein wenig auf den Kraftstoffverbrauch aus.

Wie viel Leistung hat der Fiat 500 Hybrid?

Der 1,0-Liter-Dreizylinder des Fiat 500 Hybrid liefert 48 kW (65 PS) und ein maximales Drehmoment von 92 Nm. Der Standardsprint von 0 auf 100 km/h wird in 16,2 Sekunden absolviert. Die Höchstgeschwindigkeit liegt in den Niederlanden bei feinen 155 km/h. Verglichen mit dem elektrischen 500e allein sind das keine besonders beeindruckenden Zahlen, aber es muss gesagt werden, dass sich das Auto in der Praxis geschmeidiger anfühlt, als diese Zahlen vermuten lassen.

Wie sparsam ist der Fiat 500 Hybrid in der Praxis?

Die bescheidenen Werte bedeuten auch einen bescheidenen Kraftstoffverbrauch. Für die Torino-Version, die wir gefahren sind, wird der WLTP-Verbrauch mit 5,3 l/100km (1 zu 18,9) angegeben.

Zu unserer positiven Überraschung fällt der praktische Verbrauch sogar noch günstiger aus. Nach einer Woche verzeichneten wir einen Durchschnittsverbrauch von 4,8 l/100 km (1 zu 20,8). Und das, obwohl wir uns nicht verausgabt haben und sogar anteilig auf der Autobahn gefahren sind (während die Hybridtechnologie auf der Autobahn weniger effektiv ist).

Wie fährt sich der Fiat 500 Hybrid?

Was das Fahrverhalten angeht, unterscheidet sich der Fiat 500 Hybrid gar nicht so sehr von dem des elektrischen 500e. Er liegt einfach fest und ‚erwachsen‘ auf der Straße. Gleichzeitig ist er etwas wendiger, denn er spart fast 200 kg Gewicht bei der Batterie. Wie bereits erwähnt, fühlt sich der 500 Hybrid auch geschmeidiger an, als Sie aufgrund der Zahlen auf dem Papier erwarten würden. Sie müssen keine sportlichen Ambitionen haben, aber selbst auf der Autobahn können Sie problemlos mit dem Verkehr Schritt halten.

Schalten Sie jedoch vor dem Überholen herunter, denn der sechste Gang ist eigentlich ein Spargang. In jedem Fall müssen Sie den Motor für eine reibungslose Leistung etwas höher drehen. Bei höherer Geschwindigkeit können Sie jedoch schneller in einen höheren Gang schalten, als Sie denken.

Apropos Schalten: Der glänzende schwarze Kunststoffschaltknauf fühlt sich etwas weniger hochwertig an, liegt aber gut in der Hand. Die Schaltvorgänge sind etwas ruckelig, aber angenehm zu bedienen. Auch die Kupplung ist angenehm zu bedienen. Der erste Gang könnte etwas zu kurz sein, aber das Anfahren im zweiten Gang ist auch in Ordnung. Ansonsten ist das Schalten in den Gängen in Ordnung.

Die Sitzposition ist eher hoch. Für manche ist das ein Vorteil. Höhere Einstiegsmodelle werden immer beliebter und im 500 Hybrid sitzen Sie so hoch wie in manchen kompakten Crossovern. Der Nachteil ist jedoch, dass Sie im Verhältnis zum Auto hoch sitzen. Das hat zur Folge, dass der ohnehin tief hängende Rückspiegel genau in Ihrem Blickfeld liegt, wenn Sie schräg nach vorne schauen. Außerdem verschwinden die Ampeln schnell hinter der Dachkante und die hinteren Fenstersäulen sind recht dick. Besonders beim Rechtsabbiegen ist die Sicht um das Auto herum nicht gerade ideal. Dennoch, bemerkenswert für ein Stadtauto.

Wie viel Platz bietet der Fiat 500 Hybrid?

Der Fiat 500 Hybrid ist auf dem Papier ein Viersitzer, aber in der Praxis muss man ihn eher als Zweisitzer betrachten. Sie können kleine Kinder auf den Rücksitz setzen, aber als Erwachsene haben wir nicht einmal versucht, dort Platz zu nehmen. Wenn Sie den Beifahrersitz nach vorne schieben, ist eine kurze Fahrt durchaus machbar.

Der Kofferraum hat ein offizielles Fassungsvermögen von 183 Litern, ziemlich genau dasselbe wie beim elektrischen 500e. Wenn Sie die Rückbank ohnehin nicht benutzen und umklappen, kommen Sie nach Werksangaben auf 440 Liter. Alles in allem ist der Fiat 500 nicht der geräumigste, aber für Einkäufe zum Beispiel kommen Sie damit gut zurecht.

Ist der Fiat 500 Hybrid als Alltagsauto geeignet?

Im Prinzip eignet sich der Fiat 500 Hybrid also hervorragend als Alltagsauto. Natürlich hängt es davon ab, wie Sie Ihr Auto nutzen. Für das Pendeln und Einkaufen ist der 500 Hybrid eine gute und auch sehr wirtschaftliche Wahl. Wenn Sie oft mehr als einen Passagier und/oder viel Gepäck mitnehmen, sollten Sie ein etwas größeres Modell in Betracht ziehen.

Wie luxuriös und sicher ist der Fiat 500 Hybrid?

Beim Fiat 500 Hybrid haben Sie die Wahl zwischen dem Pop, Icon, Torino (unserem Testwagen) und dem La Prima. Das Cabrio gibt es nur als Icon und La Prima. Zur Serienausstattung gehören 15-Zoll-Stahlräder mit Radkappen, schwarze Stoffpolsterung, ein manuell verstellbarer Fahrersitz, ein digitales 7-Zoll-Kombiinstrument und eine Klimaanlage (manuell). Was die Sicherheit betrifft, so ist das übliche Paket mit Geschwindigkeits- und Spurhalteassistent, Müdigkeitserkennung und Notbremsassistent vorhanden. Beachten Sie, dass ein Infotainmentsystem (einschließlich Radio) optional ist. Stattdessen ist eine Smartphone-Halterung serienmäßig, so dass Sie diese als Infotainment nutzen können.

Wenn Sie all diese Annehmlichkeiten wünschen, dann bieten die höheren Ausstattungsstufen sie. Beim Icon zum Beispiel haben Sie bereits (16-Zoll-)Leichtmetallfelgen, das 10,25-Zoll-Zentraldisplay mit Infotainment-Funktionen serienmäßig (eine integrierte Navigation ist nur für das Spitzenmodell La Prima erhältlich), eine automatische Klimaanlage und vor allem eine umfangreichere Optionsliste. Der Torino, den wir gefahren sind, ergänzt sie noch durch LED-Scheinwerfer, beheizbare Außenspiegel und eine stellenweise luxuriösere Ausstattung.

Einen größeren Schritt macht das Spitzenmodell La Prima, das unter anderem 17-Zoll-Leichtmetallfelgen, getöntes Glas im Fond, ein Glas-Panoramadach, eine Windschutzscheibenheizung, Velours-Fußmatten, eine Kunstleder-ähnliche Polsterung aus luxuriösem Stoff, eine Vordersitzheizung, einen in zwei Teile umklappbaren Rücksitz, eine Rückfahrkamera und Parksensoren rundum umfasst.

Was kostet der Fiat 500 Hybrid?

Der Fiat 500 Hybrid ist derzeit ab 24.995 € für die Einstiegsklasse Pop erhältlich. Interessanterweise hat der vollelektrische 500e genau den gleichen Startpreis. Der Preis steigt stufenweise auf 30.499 Euro für das Topmodell La Prima. Das Cabrio, das erst ab der Ausstattungsstufe Icon erhältlich ist, ist ebenfalls ab 30.499 Euro zu haben. Übrigens ist nur der Einstiegspreis des 500 Hybrid und des 500e identisch, ab dem es Preisunterschiede gibt. Leicht zu Gunsten des Hybrid, aber nicht viel anders.

Die aktuellste und vollständigste Preisliste und die dazugehörige Ausstattung finden Sie auf Fiat.co.uk.

Gibt es weitere Details?

Es bleibt merkwürdig: Abgesehen vom Blinken der Warnblinkanlage gibt es keine Bestätigung, dass das Auto entriegelt und verriegelt ist. Ein ‚Klick‘ wäre sicherlich manchmal eine nette Ergänzung, um sicher zu sein, dass das Auto verriegelt wurde.

Es ist auch bemerkenswert, dass Sie einige Fahrassistenten an verschiedenen Stellen ein- und ausschalten müssen. Für den Fahrspurassistenten (der außer auf Radwegen gute Arbeit leistet) gibt es einen Hotkey am linken Lenkradhebel, aber um den Geschwindigkeitswarnton auszuschalten, müssen Sie einen Hotkey im Hauptmenü des zentralen Displays aufrufen. Dort können Sie auch die anderen Systeme nach Ihren Wünschen einstellen.

Fazit: Die wichtigsten Vor- und Nachteile des Fiat 500 Hybrid auf einen Blick

Eine Benzinversion des Fiat 500 mag ursprünglich nicht geplant gewesen sein, aber es ist ein guter Schritt. Vollelektrisches Fahren ist immer noch nicht jedermanns Sache. In diesem Fall ist eine sparsame Mild-Hybrid-Version eine gute Alternative. Sparsam ist der 500 Hybrid auf jeden Fall, damit hat er sogar positiv überrascht. Außerdem ist er einfach ein schön zu fahrendes Auto.

Es muss gesagt werden, dass der Fiat 500, selbst als Hybrid, etwas teuer ist. Vor allem, wenn man den begrenzten Innenraum bedenkt. Andererseits liegen andere Autos im A-Segment wie der Kia Picanto, der Hyundai i10 und der Toyota Aygo X auch bei deutlich über 20.000 Euro. Außerdem macht der 500 mit seinem knuffigen und fröhlichen Design einiges wett.