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Testbericht – Toyota Urban Cruiser (2026) – kompaktes EV mit Charakter  

Juni 10, 2025

Kompakter SUV mit großen Ambitionen

Der Urban Cruiser ist ein wichtiger Newcomer für Toyota. Er ist ein kompakter SUV mit einer Länge von 4,28 Metern. Damit ist er etwas kleiner als der Kia EV3 und der Skoda Elroq und zielt auf Konkurrenten wie den Kia Niro EV, Peugeot E-2008, Vauxhall Mokka Electric und BYD Atto 2. Im überfüllten B-Segment macht er Druck – Toyota kommt also nicht mit Speck und Bohnen daher.

Vorserie: noch kein Produktionsmodell

Bei der von uns gefahrenen Version handelt es sich noch nicht um ein Serienexemplar. Unser“ Urban Cruiser trägt daher sichtbar die Aufschrift „Prototyp“ an seinen Flanken. Einige Details – vor allem im Innenraum – sind noch nicht endgültig, aber ansonsten ist das Auto repräsentativ für das, was die Kunden im Jahr 2026 erwarten können. Die Auslieferung wird im ersten Quartal dieses Jahres beginnen.

Urban Tech

Toyota beschreibt das Design als „Urban Tech“. Das klingt abstrakt, trifft aber den Kern der Sache recht gut. Der Urban Cruiser sieht robust aus, mit breiten Schultern, einem muskulösen Heck und der inzwischen vertrauten „Hammerkopf“-Nase mit schmalen LED-Leuchten, genau wie der bZ4X und der neue RAV4. Schwarze Stoßstangen und Radkästen verleihen ihm ein besonders robustes Aussehen.

Gepäckraum Urban Cruiser

Mit einem Radstand von 2,70 Metern ist das Platzangebot in Ordnung. Sie merken sofort, dass Toyota dem Sitzkomfort Priorität eingeräumt hat, insbesondere im Fond. Selbst mit längeren Beinen müssen Sie nicht umklappen. Praktisches Detail: Die Rücksitze lassen sich in Teilen verschieben. Das ist in diesem Segment recht selten. Sie haben also die Wahl zwischen mehr Beinfreiheit oder Gepäckraum. Die Rückenlehne kann in drei Teile umgeklappt werden. Der Kofferraum ist mit 306 Litern nicht sehr großzügig. Der Yaris Cross macht es mit 390 Litern besser.

Stilvoll

Das Armaturenbrett wirkt ruhig und sogar ein wenig klassisch – im positiven Sinne des Wortes. Die Materialien fühlen sich solide an und die Verarbeitung sieht ordentlich aus. Sie erhalten eine digitale 10,25-Zoll-Instrumententafel und einen 10,1-Zoll-Multimediabildschirm, die schön als eine Einheit integriert sind. Das System funktioniert reibungslos und unterstützt kabellos Apple CarPlay und Android Auto. Das Aufladen erfolgt über mehrere USB-Anschlüsse oder ein kabelloses Ladegerät.

Antriebslinien

Bei der Markteinführung haben Sie die Wahl zwischen drei Antriebsvarianten:

Wir fuhren die stärkste Variante mit Allradantrieb. Sein Sprint auf 100 km/h in 7,4 Sekunden macht ihn nicht zum schnellsten seiner Klasse, aber er ist geschmeidig genug. Der Allradantrieb ist besonders praktisch bei rutschigem Wetter oder im Gelände. Wer den zusätzlichen Grip nicht braucht, entscheidet sich besser für die FWD-Variante: Sie kommt weiter und ist fast genauso leistungsstark. Es gibt mehrere Fahrmodi: Eco, Normal und Sport. Bei der AWD-Version kommen noch Snow und Trail hinzu. Das regenerative Bremsen kann in drei Modi eingestellt werden, über Flipper hinter dem Lenkrad oder über das Menü.

Fahrverhalten

Der Urban Cruiser fährt sich erstaunlich erwachsen. Er liegt fest auf der Straße, lenkt angenehm und ist gerade sportlich genug gefedert. Bei Kurvenfahrten bleibt er schön flach, ohne zu schwanken. Verringern Sie Ihre Geschwindigkeit bei Bodenwellen, da die Federung dort etwas weniger nachsichtig ist. Die Sitze sind gut und Sie sitzen angenehm hoch. Die Sicht nach vorne ist top, nach hinten wegen der kleinen Heckscheibe etwas weniger. Der Innenraum ist jedoch bemerkenswert leise, selbst bei 120 km/h. Wind- und Reifengeräusche bleiben angenehm im Hintergrund.

Abseits der Straße

Auf einer staubigen, hügeligen Strecke in der Nähe von Madrid konnten wir das AWD-System testen. Für den täglichen Gebrauch in den Niederlanden nicht direkt relevant, aber das System bewährt sich auf losem Untergrund. Die Haftungsverteilung funktioniert schnell und effektiv. Das System verhindert das Schleudern und hält das Auto auf Hängen und Kieselsteinen stabil.

Aufladen und Reichweite

Je nach Version erhalten Sie eine Batterie mit 49 oder 61 kWh. Mit der größten Batterie beträgt die WLTP-Reichweite 426 Kilometer. Während unserer Testfahrt bei 34 Grad und stundenlanger Nutzung der Klimaanlage im Gefriermodus kamen wir auf einen Verbrauch von etwa 18 kWh/100 km. Ein tolles Ergebnis, wenn man die Außentemperaturen bedenkt.

Schnelles Laden ist mit 80 kW (kleine Batterie) oder 125 kW (große Batterie) möglich. Nicht bahnbrechend, aber für das Segment in Ordnung. Über das AC-Laden können Sie mit 11 kW laden. Praktisch: Sie können die Batterie für bessere Ladegeschwindigkeiten im Winter vorwärmen und den Ladevorgang über die MyToyota App aus der Ferne planen und verfolgen.

Fazit

Der Toyota Urban Cruiser ist kein revolutionäres, aber ein überzeugendes B-Segment-EV. Er kombiniert ein robustes Aussehen mit einem geräumigen und flexiblen Innenraum, einem ausgereiften Fahrverhalten und solider Technik. Für diejenigen, die von einem Yaris Cross auf elektrisches Fahren umsteigen möchten, ist dies ein logischer Schritt.  

Einzigartig ist die 10-Jahres- oder 200.000-Kilometer-Garantie von Toyota auf alle Modelle, einschließlich des Urban Cruiser. Für einen elektrischen Toyota ist die Garantiezeit sogar noch länger: bis zu 300.000 km bei einer Verschlechterung auf 70% der ursprünglichen Nettokapazität. Der Zustand der Batterie wird von Toyota bei der regelmäßigen Wartung mit einem Health Check überprüft.

Der Einstiegspreis liegt bei 32.995 Euro und damit leicht über dem des Yaris Cross mit Benzinmotor (31.295 Euro). Die von uns gefahrene AWD-Version mit großer Batterie kostet mindestens 39.795 Euro. Im folgenden Video erfahren Sie mehr:

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