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Rückblick – Renault Scenic E-Tech Electric (2025) – neu erfunden

März 12, 2025

Was genau ist der neue Renault Scenic?

Der neue Renault Scenic ist eine etwas andere Art von Auto, als wir es gewohnt sind. Die Modellreihe begann 1996 als kompakte MPV-Version auf der Basis des Mégane, dem Mittelklassemodell der Marke. Sie erwies sich als ein Erfolg. Ab der zweiten Modellgeneration ist der Scénic viel mehr ein eigenständiges Modell, obwohl er technisch mit dem Mégane verwandt bleibt. Dabei ist der Scénic die MPV-Alternative zum traditionelleren Mégane.

Im Jahr 2024 wurde die aktuelle, fünfte Generation des Renault Scenic vorgestellt – fortan ohne das „e“. Dieses Modell macht auch in anderer Hinsicht einiges anders. Technisch ist er immer noch mit dem Renault Megane verwandt, aber er steht über ihm, anstatt eine Variante davon zu sein. Außerdem ist der Scenic kein traditioneller MPV mehr, sondern hat eher den Charakter eines SUV. Trotzdem steht er ’nur‘ niedrig auf seinen Rädern. Er erinnert ein wenig an den Renault Vel Satis (2001 – 2009). Der hatte zwar eine noch etwas höhere Marktposition, war aber auch ein höheres Modell, ohne ein echter SUV zu sein.







OK, aber was sind jetzt die wichtigsten Konkurrenten des Renault Scenic?

Der neue Renault Scenic ist in das obere Ende des C-Segments aufgestiegen. Dort finden Sie z.B. den ebenfalls französischen Peugeot e-3008. Dann gibt es noch das VAG-Duo Skoda Enyaq und Volkswagen ID.4 und natürlich den Nissan Ariya, der technisch mit dem Renault verwandt ist. Ja, alles SUVs, denn traditionelle MPVs gibt es in Europa so gut wie nicht mehr. Andere Konkurrenten mit einer ungewöhnlichen Karosserieform sind der Hyundai Ioniq 5 (eine Art Fließheck im SUV-Format) und der Kia EV6 (höher als ein traditioneller Liftback, aber wiederum kein SUV).

Was bietet der Innenraum des neuen Renault Scenic?

Obwohl der neue Renault Scenic kein MPV mehr ist, ist er innen immer noch geräumig. Der Kofferraum fasst 545 Liter. Das ist sogar mehr als im vorherigen Renault Grand Scénic. Wenn Sie die Rücksitze umklappen, fasst das neue Modell 1.670 Liter. Außerdem haben Sie auch auf den Rücksitzen viel Bein- und Kopffreiheit. Allerdings ist der mittlere Sitz der Rückbank etwas eng. Der einzige wirkliche Kritikpunkt ist der hohe Boden. Vorne wird dies dadurch kompensiert, dass Sie Ihre Beine weit nach vorne strecken können, aber hinten sitzen Sie mit leicht angehobenen Beinen, so dass Ihre Oberschenkel nicht abgestützt werden. Der neue Scenic wird übrigens nicht mehr mit sieben Sitzen geliefert.

Außerdem besteht der Innenraum aus schönen Materialien und es mangelt ihm nicht an (Luxus-)Annehmlichkeiten. Schon das Standardmodell verfügt zum Beispiel über schlüssellosen Zugang und Start und eine Zwei-Zonen-Klimaanlage. Außerdem gibt es immer ein umfangreiches Infotainment mit verschiedenen Funktionen und kabelloser Smartphone-Konnektivität. Das System läuft auf der Software von Google. Selbst wenn Sie also Ihr Telefon nicht angeschlossen haben, ist es wie die Bedienung eines großen Tablets, einschließlich der dazugehörigen Apps.













Welche Versionen und Ausstattungen gibt es beim Renault Scenic?

Der Renault Scenic ist in vier Ausstattungsvarianten erhältlich: Evolution, Techno, Esprit Alpine und Iconic. Die Basisversion Evolution verfügt bereits über 19-Zoll-Leichtmetallfelgen, Voll-LED-Beleuchtung, einen 9-Zoll-Touchscreen mit kabellosem Apple CarPlay und Android Auto sowie umfangreiche Assistenzsysteme wie adaptiver Tempomat, Spurhalteassistent und Parksensoren hinten. Der Techno bietet zusätzlich Fahrmodi und eine etwas luxuriösere Ausstattung mit Ambientebeleuchtung, adaptiven Scheinwerfern und einem größeren (12 Zoll) Infotainment-Bildschirm.

Der Esprit Alpine bietet vor allem etwas mehr (optische) Sportlichkeit, u.a. mit 20-Zoll-Rädern, Alpine-Logos und Wildlederbezügen. Dinge wie ein Head-up-Display und eine Lenkradheizung sind ebenfalls vorhanden. Die luxuriöseste Version ist der Iconic, der unter anderem ein Harman Kardon Audiosystem, eine Kunstlederausstattung, eine 360-Grad-Kamera und eine automatische Einparkhilfe bietet.

Welche Motoren gibt es für den neuen Renault Scenic?

Auch in Sachen Antrieb macht der neue Renault Scenic einiges anders als seine Vorgänger. Von nun an wird das Auto nämlich immer vollständig elektrisch angetrieben. Sie haben die Wahl zwischen zwei Antriebssträngen: einem mit 125 kW (170 PS) und einem mit 160 kW (220 PS). Das Drehmoment beträgt 280 bzw. 300 Nm. Die stärkere Version hat auch eine größere Batterie: 80 gegenüber 60 kWh (nutzbare Kapazität). Je nach Version erreichen Sie 100 km/h in 8,6 und 7,9 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 150 und 170 km/h begrenzt.

Wie groß ist die Reichweite des Renault Scenic?

Je nach gewählter Motor- und Batterievariante hat der Renault Scenic eine Reichweite von 430 km (60 kWh) oder 625 km (80 kWh). Dies sind die theoretischen WLTP-Werte. Der offizielle durchschnittliche Stromverbrauch ist bei beiden Modellen fast gleich: 15,8 kWh/100 km für die kleinere Batterie und 15,5 kWh/100 km für die größere.

Und in der Praxis? Mit der größeren Batterie kamen wir auf einen Durchschnitt von 20,9 kWh/100 km. Ein beträchtlicher Unterschied. Allerdings ist hier der Kontext wichtig: Wir sind hauptsächlich auf der Autobahn und bei Temperaturen um den Gefrierpunkt gefahren. Auch die Heizung und andere Funktionen waren nur eingeschaltet. Wenn wir den praktischen Verbrauch berechnen, kommen wir auf knapp 400 Kilometer praktische Winterlaufleistung. Übrigens ist der Bordcomputer sehr genau bei der Vorhersage der verbleibenden Reichweite an Ihrem Zielort. Ziemlich nett.

Und wenn er dann fast leer ist, wie schnell kann er sich wieder aufladen?

An einer normalen AC-Ladestation hat der Renault Scenic eine maximale Ladeleistung von 22 kW. Mit einem DC-Schnellladegerät sind es 130 kW für die 60 kWh-Batterie und 150 kW für die 80 kWh-Batterie. Für die kleinere Batterie wird bei vollen 22 kW eine Ladezeit von drei bis fünf Stunden angegeben, je nach Batterie. Die Schnellladung von 15-80% dauert bei beiden Batterien etwas mehr als eine halbe Stunde. Bei winterlichen Temperaturen müssen Sie die Batterie zunächst vorwärmen, dann arbeitet sie effizienter.

Wie fährt sich der Renault Scenic?

Die Federung des Renault Scenic ist vor allem auf Komfort abgestimmt, aber gleichzeitig straff genug, um sich in Kurven nicht unangenehm zu neigen oder auf großen Unebenheiten zu schwanken. Kurzum, eine gute Balance, wie wir finden. Da die Elektromotoren ihre Leistung ohne weiteres zur Verfügung stellen, ist es auch ein ziemlich geschmeidiges Auto. In dieser Hinsicht müssen Sie nicht einmal die stärkste Version in den Niederlanden wählen.

Die Fahrassistenzsysteme machen ihre Arbeit gut. Das umfangreiche Angebot an Kameras, einschließlich der 360-Grad-Ansicht von oben, macht selbst das Einparken auf engem Raum zum Kinderspiel. Apropos Kameras, auch der Innenspiegel ist eine optionale Kamera. Das liefert schöne, klare Bilder. Andererseits: Bei Verwendung des digitalen Innenspiegels bleibt er eine stark reflektierende Oberfläche, so dass Sie bald zwei Spiegelbilder durcheinander sehen werden. Der digitale Innenspiegel ist nützlich, wenn Passagiere oder Gepäck die Sicht durch die Heckscheibe versperren, aber ansonsten haben wir trotzdem wieder auf den traditionellen Spiegelmodus umgeschaltet.

Der einzige wirkliche Kritikpunkt in Bezug auf die Assistenz ist die irritierende Geschwindigkeitswarnung. Bereits bei 1 km/h über dem Tempolimit ertönt ein Piepton. Leider ist dies gesetzlich vorgeschrieben. Eine Sache, gegen die Renault etwas unternehmen kann, ist die Tatsache, dass die Verkehrszeichenerkennung (anhand derer das System die zulässige Geschwindigkeit bestimmt) oft falsch ist und ein viel niedrigeres Limit festlegt, als tatsächlich gilt. Praktisch ist, dass Sie die Assistenzsysteme nach Belieben ein- und ausschalten können und dass Sie diese Einstellungen unter einem Hotkey speichern können. Wenn Sie das Auto das nächste Mal starten und alles wieder eingeschaltet ist (denn auch das ist gesetzlich vorgeschrieben), können Sie alles, was Sie nicht brauchen, mit einem Tastendruck ausschalten.

Was kostet der Renault Scenic?

Der Testwagen auf den Fotos hat ein Preisschild von 55.270 Euro. Aber das ist die höchste Ausstattungsvariante Iconic, zu der noch die notwendigen Optionen hinzukommen. Im Allgemeinen ist der neue Renault Scenic ab 40.490 Euro erhältlich. Möchten Sie den stärkeren Motor und die größere Batterie? Dann können Sie dies ab 45.990 Euro tun. Dann haben Sie auch gleich ein höheres Ausstattungsniveau, denn das Basismodell Essential ist nur mit dem weniger starken Motor und der kleineren Batterie ausgestattet.

Die aktuellsten Preise (und Geräte) finden Sie unter www.renault.nl.

Ist der Renault Scenic also sehr zu empfehlen?

Mit dem neuen Scenic schlägt Renault einen anderen Weg ein. Er ist nicht mehr der traditionelle MPV der Vergangenheit, aber er bleibt praktisch, komfortabel und geräumig. Dank seiner umfangreichen Ausstattung und modernen Technologien ist er nach wie vor eine attraktive Wahl für Familien. Gleichzeitig ist der Renault Scenic auch ein interessantes Angebot im Segment der Elektroautos.