Renault R-Space Lab ist eine Studie für neue Innenraumkonzepte
Kein Vorbote eines Produktionsmodells
Das Renault R-Space Lab ist ausdrücklich kein Vorläufer eines Serienmodells. Laut Renault dient der Demonstrator vor allem dazu, zu zeigen, wie die Marke über zukünftige Fahrzeuge denkt, bei denen Flexibilität im Innenraum, Konnektivität und Benutzerfreundlichkeit im Mittelpunkt stehen. Dabei wird das Konzept der „voitures à vivre“ – Autos, die als Lebensraum dienen – wieder aufgegriffen.
Innenraum als anpassungsfähiger Lebensraum
Eine der wichtigsten Prämissen des R-Space Lab ist eine leichte, modulare Kabine. Der Innenraum ist so konzipiert, dass er sich an verschiedene Nutzungssituationen anpassen kann. Technik und Layout können laut Renault auf die Bedürfnisse der Insassen zugeschnitten werden, zum Beispiel bei der Arbeit, auf Reisen oder in der Familie. Mit diesem Ansatz will Renault erforschen, wie sich das Fahrerlebnis verändern kann, wenn der Schwerpunkt weniger auf den traditionellen Fahrzeugfunktionen und mehr auf Komfort, Flexibilität und Interaktion mit den Passagieren liegt.

Cockpit mit zentralem Panoramabildschirm
Das Cockpit des R-Space Lab verfügt über einen großen Panoramabildschirm, der sich über die gesamte Breite des Armaturenbretts erstreckt. Dieses sogenannte openR-Display zeigt Informationen wie Geschwindigkeit, Fahrerassistenzsysteme und Multimediafunktionen an. Die Bedienung erfolgt weitgehend über einen zentralen Touchscreen, ähnlich wie bei einem Smartphone.
Das Lenkrad hat ein kompaktes Design und funktioniert in Verbindung mit der Steer-by-Wire-Technologie, die die mechanische Verbindung zwischen Lenkrad und Rädern durch eine elektronische Steuerung ersetzt. Laut Renault kann dies die Sicht auf das Kombiinstrument verbessern und mehr Platz im Cockpit schaffen.

Experimentieren mit neuen Sicherheitsfunktionen
Das R-Space Lab steht im Einklang mit dem Human First Programm von Renault, das sich auf die Sicherheit der Insassen und anderer Verkehrsteilnehmer konzentriert. Das Konzept erforscht mehrere neue Ideen.
Ein Beispiel ist ein taktiler Alkoholdetektor, der Fahrern helfen kann, sich ihrer Fahrtauglichkeit bewusst zu werden. Das Unternehmen befasst sich auch mit der Anwendung von künstlicher Intelligenz im Auto. Diese Technologie könnte zum Beispiel den sogenannten Safety Coach mit kontextbezogenen Ratschlägen ergänzen oder den Fahrer bei der Nutzung verschiedener Fahrzeugfunktionen unterstützen.
Abmessungen und Innenausstattung
Das R-Space Lab ist 4,5 Meter lang und 1,5 Meter hoch. Trotz seiner relativ kompakten Höhe ist der Innenraum geräumig. Das Armaturenbrett und der vordere Teil des Innenraums sind so gestaltet, dass der Beifahrer mehr Bewegungsfreiheit hat.
Um Platz zu sparen, sind die Front- und Vorhangairbags auf der Beifahrerseite in den Sitz integriert. Das schafft Platz für ein multifunktionales Handschuhfach, in dem Sie zum Beispiel ein Tablet oder eine Tasche unterbringen können. Das Fach kann auch ausgeklappt werden, um zusätzliche Beinfreiheit zu schaffen. Der Beifahrersitz lässt sich bis zur zweiten Sitzreihe zurückschieben. Laut Renault ist es dadurch einfacher, den Kontakt zu den Passagieren im Fond aufrechtzuerhalten, zum Beispiel mit einem Kind in einem Kindersitz.
Drei separate Rücksitze
Im Fond verfügt der R-Space Lab über drei gleich breite Einzelsitze. Die Rückenlehnen lassen sich für zusätzlichen Sitzkomfort leicht verstellen. Die Sitze können umgeklappt und hochgeklappt werden.
In Kombination mit einem flachen Boden entsteht so ein flexibler Innenraum. Dies ermöglicht verschiedene Ladekonfigurationen, zum Beispiel für den Transport von großen Gegenständen oder Sportgeräten. Wenn die Sitze umgeklappt werden, entsteht zusätzlicher Platz für Gepäck oder z.B. ein Haustier. Die hinteren Türen lassen sich in einem 90-Grad-Winkel öffnen, was das Be- und Entladen von Gepäck oder den Einbau von Kindersitzen erleichtern dürfte.
Große Glasflächen
Das Design des R-Space Lab zeichnet sich durch große Glasflächen aus. Die Windschutzscheibe geht in ein Glasdach über, während schlanke Säulen, eine teilweise B-Säule und rahmenlose Türen zu einem offenen Innenraumgefühl beitragen. Diese Konstruktion lässt viel natürliches Licht in den Innenraum eindringen, was laut Renault zu einem großzügigen Raumgefühl für die Insassen beitragen soll.
