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Gigantischer Lithiumfund in Deutschland: gut für 1 Milliarde EV-Batterien

September 29, 2025

43 Millionen Tonnen

Das deutsche Öl- und Gasunternehmen Neptune Energy hat in der Altmark, einer Region zwischen Hamburg und Berlin, ein riesiges Lithiumvorkommen entdeckt. Es handelt sich um 43 Millionen Tonnen Lithiumkarbonat-Äquivalent (LCE). Dieses Material kann nicht direkt für Batterien verwendet werden, da es zunächst gereinigt werden muss. Da LCE zu etwa 19 Prozent aus reinem Lithium besteht, liefert der Fund auf dem Papier etwa 8,1 Millionen Tonnen nutzbares Lithium. Zum Vergleich: Australien und Chile – die derzeitigen Schwergewichte auf dem Lithiummarkt – produzieren jeweils zwischen 9 und 11 Millionen Tonnen. Mit diesem Fund rückt Deutschland also auf einen Schlag an die Weltspitze vor.

Jackpot für die deutsche Autoindustrie?

Für Deutschland kommt der Fund nicht überraschend. Das Land hat die größten Automobilhersteller der Welt, ist aber bei den Batterie-Rohstoffen hauptsächlich auf Importe angewiesen. Eine durchschnittliche Batterie für ein Elektroauto enthält etwa 8 kg Lithium. Mit der neuen deutschen Reserve wäre theoretisch genug Material vorhanden, um etwa 1,01 Milliarden Batterien für Elektroautos herzustellen. Diese Zahlen sind mit Vorsicht zu genießen, denn die tatsächliche Gewinnung und Reinigung des Rohstoffs aus dem Boden ist ein komplexer und kostspieliger Prozess – insbesondere im regulierungslastigen Europa. Aber selbst wenn sich nur ein Bruchteil davon als abbaubar erweist, bedeutet dies einen enormen Aufschwung für die europäische Batterieindustrie.

Randnotizen und Zukünfte

Und dann ist da noch der technologische Wettlauf. Während Lithium derzeit für EV-Batterien unverzichtbar ist, wird auch an Alternativen wie Natrium-Ionen- und Festkörperbatterien gearbeitet. Diese könnten billiger, schneller aufladbar und extrem nachhaltig sein. Aber bis diese Technologie auf breiter Front einsatzbereit ist, bleibt Lithium der Schlüssel für die elektrische Zukunft. In dem folgenden Video erfahren Sie mehr über Festkörperbatterien: