Die besten Ganzjahresreifen laut ANWB im Jahr 2025
Beliebte Größe
Der ANWB hat eine ganze Reihe von Ganzjahresreifen unter die Lupe genommen. Für den Test wählte die Verbraucherorganisation die Reifengröße 225/45 R17, eine beliebte Größe für Mittelklassewagen wie den Volkswagen Golf, den BMW 1er, die Mercedes-Benz A-Klasse, den Opel Astra und den Peugeot 308. Testwagen im Einsatz: der Volkswagen Golf VIII, der in Italien, Deutschland und Finnisch-Lappland auf trockenen, nassen und winterlichen Straßen getestet wurde. Warum ein so umfangreicher Test? Weil ein Ganzjahresreifen im Sommer so gut funktionieren sollte wie ein Sommerreifen und im Winter so gut wie ein Winterreifen – und das sind ziemlich unterschiedliche Welten.
Was sagt der Test aus?
Dass Ganzjahresreifen allmählich erwachsen werden. Nicht nur, dass das durchschnittliche Leistungsniveau immer näher an das der speziellen Saisonreifen herankommt, vier Reifen in diesem Test erreichen zum ersten Mal die Endnote „gut“. Der Goodyear Vector 4Seasons Gen-3, der Continental AllSeasonContact 2, der Pirelli Cinturato All Season SF3 und der Bridgestone Turanza All Season 6 sind die Reifen, die sowohl auf trockener und nasser Fahrbahn als auch im Winter gut abschneiden. Damit kommen sie dem idealen Ganzjahresreifen am nächsten. Michelin und Dunlop schneiden ebenfalls gut ab, was zeigt, dass die Premiummarken nach wie vor die Nase vorn haben.
Großer Unterschied zwischen Top und Flop
Doch das Bild ist nicht nur positiv. Von den 16 getesteten Reifen erhielten vier eine ungenügende Bewertung und vier wurden sogar als „schlecht“ eingestuft. Mit anderen Worten: sicherlich ist nicht jeder Ganzjahresreifen eine sichere Wahl. Der Unterschied im Bremsweg bei Nässe zwischen einem guten und einem schlechten Reifen kann leicht mehrere Dutzend Meter betragen. In der Praxis bedeutet das: Wo das eine Auto sauber zum Stehen kommt, fährt das andere mit 40 km/h weiter. Und das ist genau die Art von Überraschung, die Sie lieber nicht erleben möchten.
Am Ende der Liste stehen der CST Medallion ACP1, APlus AS909, Arivo Carlorful A/S und Petlas Multi Action PT565. Denken Sie an die unsichere Leistung auf nassem Untergrund oder die kaum vorhandene Kontrolle auf verschneiten Straßen. Zwischen Top und Flop liegen auch ein paar zweifelhafte Fälle: Reifen von Vredestein, Barum, Nexen und Superia, die knapp am Ziel vorbeischrammen, oft wegen schlechter Haftung bei höheren Temperaturen oder instabilem Handling.
Günstigere Alternative?
Ganzjahresreifen werden immer beliebter, unter anderem wegen ihrer praktischen Vorteile und der Kostenersparnis. Keine Kosten für Lagerung oder Wechsel mehr und Sie fahren das ganze Jahr über mit einem Satz. Klingt gut, aber der ANWB warnt: Lassen Sie sich nicht allein von einem niedrigen Preis verführen. Billige Reifen, die in Sicherheitstests schlecht abschneiden, können am Ende teurer werden – denken Sie an zusätzlichen Verschleiß, höheren Kraftstoffverbrauch oder schlimmer noch: eine unsichere Situation.
Praktische Tipps für Reifenmontierer
Diejenigen, die jetzt mit Überzeugung denken: „Ich fahre auch ganzjährig“, tun gut daran, ein paar Dinge zu beachten:
- Kaufen Sie vier Reifen der gleichen Marke und des gleichen Typs.
- Beachten Sie das Produktionsdatum: nicht älter als drei Jahre.
- Prüfen Sie den Reifendruck monatlich.
- Wechseln Sie Vorder- und Hinterreifen nach 10 bis 15 Tausend Kilometern.
- Treffen Sie Ihre Wahl anhand von Testergebnissen, nicht anhand von Preisschildern.
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