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Wie wirkt sich der Winter auf Ihre Autoversicherung aus?

Januar 6, 2026

An Tagen mit anhaltendem Frost und Schnee steigt die Zahl der Unfälle dramatisch an. So meldete nicht nur die Generaldirektion für öffentliche Arbeiten und Wasserwirtschaft, dass fast jede Minute eine Meldung eingeht, auch bei den Versicherern regnet es Ansprüche für Schäden aufgrund der winterlichen Bedingungen. Aber welche Winterschäden müssen Sie aus eigener Tasche bezahlen und welche werden entschädigt?

Was deckt Ihre Autoversicherung bei Winterwetter?

Ob Winterschäden abgedeckt sind, hängt von Ihrer Versicherung ab. Mit einer reinen Haftpflichtversicherung haben Sie nur begrenzten Schutz. Sie deckt nur Schäden ab, die Sie mit Ihrem Auto bei anderen verursachen. Kommen Sie in einer Kurve ins Schleudern und wird Ihr Rad durch den Bordstein, den Sie zu hart angefahren haben, verbogen oder landen Sie im Straßengraben? Dann zahlen Sie den Schaden aus eigener Tasche…

Bei der Teil- oder Vollkaskoversicherung ist das anders. Schäden durch Sturm, Hagel und Windschutzscheibenschäden sind in der Regel abgedeckt. Das Schöne daran ist, dass diese Art von Schäden in der Regel keine Auswirkungen auf Ihre schadenfreien Jahre oder Ihren Schadenfreiheitsrabatt haben.

Kufen und Schneebälle

Viele typische Winterschäden an Ihrem eigenen Auto werden nur von der Vollkaskoversicherung abgedeckt. Denken Sie an Schäden, die durch Schleudern, einen Zusammenstoß auf glatter Fahrbahn oder eine ungeschickte Bewegung verursacht werden, bei der Sie einfach von der Straße rutschen. Selbst Schäden, die durch Salzlake oder ein eingestürztes Dach aufgrund von Schneefall verursacht werden, sind abgedeckt. Das hört sich gut an, aber es gibt auch einen Nachteil. Wenn Sie einen Schaden geltend machen, kostet Sie das normalerweise schadenfreie Jahre. Manchmal ist es also klüger, kleinere Schäden selbst zu bezahlen.

Dann dies. Eine Schneeballschlacht erweckt Ihr inneres Kind wieder zum Leben und scheint völlig unschuldig zu sein, aber sie kann Ihr Auto beschädigen. Sollte dies absichtlich geschehen sein, fällt dies ebenfalls unter die Deckung Ihrer Vollkaskoversicherung, es sei denn, Sie können den Schaden vom Schneeballwerfer ersetzt bekommen. Apropos inneres Kind: Sollte jemand bis 14 Jahre den Schneeball geworfen haben, können Sie sich oft an die Haftpflichtversicherung der Eltern wenden.

Eine Panne auf der Straße ist… Pech?

Nicht nur Schäden, auch Pannen sind im Winter häufiger. Leere Batterien, Startprobleme und eingefrorene Türen sorgen für einen hohen Druck bei ANWB und anderen Pannendiensten, sobald es friert. Bei welchen Problemen Ihnen geholfen wird und bei welchen nicht, ist von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich. Das Feststecken im Schnee oder Schlamm ist oft von der Pannenhilfe ausgeschlossen, kann aber manchmal von Ihrer Autoversicherung abgedeckt werden. Achten Sie auch auf den Deckungsbereich Ihres Pannenschutzes, je nachdem, ob Sie zum Beispiel Wintersport treiben wollen.

Dürfen Sie bei Wetterwarnungen fahren?

Bei extremen Wetterbedingungen kann KNMI den Code Gelb, Orange oder Rot ausgeben. Code Rot bedeutet einen offiziellen Wetteralarm – und wir würden ohnehin zu Hause bleiben. Trotzdem können Sie im Prinzip weiter wie gewohnt auf die Straße gehen. Solange Sie normal und vorsichtig fahren, bleibt Ihre Versicherung gültig.

Allerdings wird Ihrem Fahrverhalten und der Art und Weise, wie Sie am Verkehr teilnehmen, besonders viel Aufmerksamkeit geschenkt. Zum Beispiel kann Sie das Fahren mit schlechter Sicht teuer zu stehen kommen. Wer seine Scheiben nicht richtig enteist, riskiert ein Bußgeld von 310 €. Sind auch die Außenspiegel vereist oder beschlagen? Das kostet Sie weitere 190 Euro. Das ist doch eine Verschwendung Ihres 13. Monats.

Sind Winterreifen Pflicht oder nicht?

Im Gegensatz zu dem, was Sie bei winterlichen Verhältnissen denken könnten, sind Winterreifen in den Niederlanden nicht vorgeschrieben. Nicht einmal bei Schnee oder Glatteis. Das Fehlen von Winterreifen spielt für die Haftung nach einem Unfall in unserem kalten kleinen Land keine Rolle. Zu Ihrer eigenen Sicherheit ist es aber natürlich sinnvoll, gute Winterreifen zu haben.

Im Ausland ist das anders. In Ländern wie Deutschland, Norwegen, Schweden und Finnland besteht zu bestimmten Zeiten eine Winterreifenpflicht. Fahren Sie dort ohne Winterreifen und werden in einen Unfall verwickelt? Dann kann der Versicherer behaupten, dass Sie „grob fahrlässig“ sind, wie es so schön heißt. In diesem Fall kann die Zahlung eines Schadens verweigert werden, auch wenn Sie den Unfall nicht verschuldet haben. Sie sind dann also selbst für Ihren Schaden verantwortlich, weil Sie keine Winterreifen hatten.

So reduzieren Sie das Risiko von Problemen im Winter

Ein paar einfache Maßnahmen können den Unterschied ausmachen. Legen Sie bei Frost den ersten Gang ein, anstatt die Handbremse anzuziehen, um ein Einfrieren zu verhindern. Vergewissern Sie sich, dass genügend Frostschutzmittel im Kühlsystem ist und vergessen Sie nicht, einen guten Eiskratzer in Ihr Auto zu legen – oder haben Sie einen zu Hause. Heißes Wasser über die Scheiben zu gießen, scheint zwar praktisch zu sein, kann aber tatsächlich Risse verursachen. Oh, und diese Art des Enteisens ist auch nicht optimal:

Überprüfen Sie auch Ihre Fenster auf Sternlöcher. Bei frostigem Wetter können diese plötzlich Risse bekommen. Ihre Türgummis bleiben geschmeidiger, wenn Sie sie z.B. mit fettigen Mitteln wie Vaseline oder Silikonspray behandeln.

Mit diesen Tipps sind Sie bestens auf winterliche Straßenverhältnisse vorbereitet. Wenn es jedoch keinen Grund gibt, auf die Straße zu gehen, raten wir Ihnen, nicht auf die Straße zu gehen. Schließlich liegt ein Unfall in einer kleinen Ecke. Ob das nun eine etwas zu enthusiastische Handbremsung ist oder ein Schneeball…