Auto Nachrichten

Volkswagen Gen.Urban fährt in Wolfsburg ganz von alleine

Dezember 15, 2025

Volkswagen Konzern Innovation

Ein Team von Volkswagen Group Innovation – bestehend aus Designern, Human Factors-Spezialisten, Softwareentwicklern und Materialingenieuren – sammelt umfangreiche Daten zum Nutzerverhalten und zur Interaktion mit dem Gen.Urban. Diese Erkenntnisse werden bei der Entwicklung zukünftiger Innenraum- und User-Experience-Konzepte (UX) für die verschiedenen Marken des Konzerns genutzt.

Zentrale Fragen sind: Wie verbringen die Menschen ihre Zeit in einem selbstfahrenden Fahrzeug? Welche digitalen Funktionen unterstützen Arbeit, Freizeit oder Unterhaltung am besten? Wie sollte die Interaktion zwischen Fahrzeug und Passagieren gestaltet werden, insbesondere für ältere Menschen und Kinder? Kurzum: Fühlen sich die Menschen wohl?

Persönliche Einstellungen vor der Abreise

Schon vor der Abfahrt können die Passagiere über eine App oder direkt im Fahrzeug ihre Präferenzen einstellen. Das reicht von der Innentemperatur bis zur Umgebungsbeleuchtung. Beim Einsteigen begrüßt der Gen.Urban den Fahrgast und der Sitz stellt sich automatisch auf die gewünschte Position ein. Darüber hinaus kann das digitale Interieur mit Hilfe von künstlicher Intelligenz auf individuelle Vorlieben abgestimmt werden. Das breite Frontdisplay mit Informationen, Licht und Sound passt sich einem gewählten Thema an.

Volkswagen Gen.Urban
Volkswagen Gen.Urban

Ohne traditionelles Lenkrad oder Pedale

Der Gen.Urban ist ohne ein herkömmliches Lenkrad oder Pedale konzipiert. Die Testperson sitzt auf dem Fahrersitz, während ein geschulter Sicherheitsfahrer das Fahrzeug vom Beifahrersitz aus überwacht. Falls erforderlich, kann er über ein speziell entwickeltes Joystick-Bedienfeld jederzeit eingreifen. Die aktuelle Testphase wird zunächst mit Mitarbeitern des Volkswagen Konzerns durchgeführt und wird mehrere Wochen dauern.

Vertrauen aufbauen

Dr. Nikolai Ardey, Leiter der Volkswagen Group Innovation, erklärt: „Die Technologie für autonomes Fahren entwickelt sich rasant. Mit dem Forschungsfahrzeug Gen.Urban wollen wir genau verstehen, wie Passagiere das autonome Fahren erleben. Das ist wichtig, um Vertrauen aufzubauen, durch klare Interaktion, eine ruhige Umgebung und Unterstützungssysteme, die auf die Bedürfnisse der Insassen eingehen. Die Technologie sollte sich mit den Menschen verbinden, nicht umgekehrt. Diese Erkenntnisse werden schließlich für den gesamten Konzern von Nutzen sein.“

Teststrecke durch Wolfsburg mit erkennbaren Verkehrssituationen

Die Teststrecke beginnt auf dem Besucherparkplatz in der Nähe der Zentrale. Von dort aus führt eine fast zehn Kilometer lange Strecke durch das Wolfsburger Stadtgebiet, unter anderem vorbei am Sandkamp-Werkstor, der Saar- und Lessingstraße, dem Brandenburger Platz, der Breslauer Straße, der Grauhorststraße und zurück zum Ausgangspunkt über die Heinrich-Nordhoff-Straße. Ampeln, Kreisverkehre, Baustellen, Wohngebiete, Industriegebiete und potenziell starker Verkehr sind Teil der Route. Sie wurde so gewählt, dass sie den typischen Herausforderungen des Stadtverkehrs entspricht. Jede Testfahrt dauert etwa 20 Minuten.