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Untersuchungen zeigen, wie absurd viele Kunden Tesla aufgrund der politischen Äußerungen von Elon Musk verloren hat

Oktober 28, 2025

Technischer Held

Bis 2022 war Tesla die Marke für Innovation und Nachhaltigkeit. Vor allem bei progressiven Käufern machte dies Tesla-CEO Elon Musk sehr beliebt. Das änderte sich jedoch, als Musk im Oktober 2022 Twitter (jetzt X) übernahm und sich zunehmend in die Politik einmischte. Seine Äußerungen, die Zulassung rechtsextremer Stimmen auf seiner Plattform und seine offene Unterstützung für Donald Trump veranlassten viele treue Tesla-Fahrer zum Ausstieg.

Die Zahlen sind schmerzlich klar

Forscher von Yale und NBER analysierten die Autoverkaufszahlen in den USA zwischen 2020 und 2025 und sahen einen klaren Trend: In demokratischen Regionen brachen die Tesla-Verkäufe ein, während republikanische Gebiete nicht aufholten. Den Forschern zufolge wären die Verkäufe um 67 bis 83 Prozent höher gewesen, wenn Musk nicht so politisch gewesen wäre. Das entspricht 1 bis 1,26 Millionen entgangenen Verkäufen – und das allein in den USA.

Von Tesla bis Kia und Hyundai

Die meisten enttäuschten Tesla-Käufer stiegen nicht wieder in ein Benzinauto ein, sondern wählten einfach ein anderes Elektroauto. Bei Hyundai, Kia, Ford und Rivian hingegen stiegen die Verkaufszahlen stark an. Der Studie zufolge profitierten diese Marken von einem Wachstum von 17 bis 22 Prozent, was die Forscher als „Musk-Partisanen-Effekt“ bezeichnen. Mit anderen Worten: Musks Tweets waren kostenlose Werbung – allerdings für die Konkurrenz.

Keine neuen Fans auf der rechten Seite

Wer glaubt, Musk habe mit seinen politischen Äußerungen neue Tesla-Fans unter den Republikanern gewonnen, liegt falsch. Umfragen zeigen, dass er vor allem demokratische Käufer verprellt hat, während auf der rechten Seite des politischen Spektrums kaum neue Kunden hinzugekommen sind. Unter konservativen Wählern ist das Interesse an Tesla laut der Umfrage weiterhin sehr begrenzt.

Schaden im Portemonnaie

Der Schaden ist nicht nur auf das Image beschränkt. Pläne für neue Fabriken – wie die in Mexiko – wurden auf Eis gelegt und die bestehenden Produktionslinien sind nur zu etwa 60 Prozent ausgelastet. Außerdem erweist sich der Cybertruck, der einst als Revolution auf Rädern angekündigt wurde, als großer Flop.

Die Umfrage konzentriert sich nur auf den US-Markt, aber auch in Europa läuft es für Tesla nicht gut. Zwar war das Model Y im September erneut das meistverkaufte Auto auf dem Kontinent, aber die Verkäufe waren fast 10 Prozent niedriger als im Vorjahr. Auch in den Niederlanden führt das Model Y die Liste an, aber auch hier sind die Verkäufe stark zurückgegangen: 44,4 Prozent weniger als im Vorjahr.

TESLA MODEL Y 2025: Kritiker haben gut zugehört! – WALKAROUND – AutoRAI TV