Sonnenstich? Warum bei 36 Grad derzeit Salz gestreut wird
Ausbreitung im Sommer
Es mag widersprüchlich klingen: Warum in aller Welt Salz streuen, wenn es tropisch warm ist? Heute herrschen Temperaturen von bis zu 36 Grad, so dass die Wahrscheinlichkeit von Glätte gering ist. Dennoch gibt es in einigen Provinzen eine Salzschicht auf Kreisverkehren und Kreuzungen.
Weicher Asphalt
Dafür gibt es eine logische Erklärung: Bei Temperaturen weit über 30 Grad kann der Asphalt aufweichen. Insbesondere an Stellen, an denen viele schwere Fahrzeuge beschleunigen, bremsen und lenken, wie z.B. in Kreisverkehren, besteht dann die Gefahr von Spurrillen und Verformungen. Das Ergebnis: eine holprige Fahrbahn, die für Autos und Motorräder gefährlich sein kann und zudem teuer zu reparieren ist, wenn sie sich wieder abgekühlt hat.
Wie wirkt Salz gegen Hitze?
Das Prinzip ist eigentlich ganz einfach. Das Salz auf dem Asphalt zieht die Feuchtigkeit aus der Luft an und lässt sie auf der Straßenoberfläche kondensieren. Die dadurch entstehende dünne Wasserschicht kühlt den Asphalt ab. Dies trägt dazu bei, dass die Straßenoberfläche an bestimmten Stellen stabiler bleibt und Schäden reduziert werden. Eine kluge Notfallmaßnahme an extrem heißen Tagen, mit anderen Worten.
Wie oft kommt das vor?
Im Winter ist Streuen ein normales Phänomen, aber Streuen gegen Hitze ist recht selten. Es kommt nur bei extremen Hitzewellen vor, wenn die Asphalttemperaturen auf 50 Grad oder mehr ansteigen können. Solche Temperaturen führen dazu, dass Bitumen, das Bindemittel im Asphalt, aufweicht. Eine frühzeitige Kühlung mit Salz kann schwere Schäden und teure Reparaturen verhindern.
Wichtiger Unterschied zum Streuen im Winter
Salz kann manchmal selbst zu Glätte führen, da Fahrzeuge auf Salzrückständen die Haftung verlieren. Aber im Gegensatz zur dicken Streusalzschicht bei Schnee und Graupel handelt es sich bei der Wärmeregulierung um eine dünne Schicht, die sich schnell auflöst oder verdunstet, sobald sich Feuchtigkeit und Temperatur ändern. Außerdem konzentriert sich das Streuen nur auf Kreisverkehre und kleine Abschnitte, wo die Bildung von Spuren am wahrscheinlichsten ist. Sie müssen also heute nach einer langen Autofahrt nicht direkt in die Waschanlage fahren.
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