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Skoda Kodiaq (2025) Test – Das praktischste Familienauto der Gegenwart?

Juli 28, 2025

Gewachsen durch

Stellen Sie den neuen Kodiaq neben seinen Vorgänger und Sie sehen sofort, dass er gewachsen ist. Wörtlich. Er ist etwas länger. Der Kühlergrill ist breiter, die Leuchteinheiten sind schlanker und die schlanken Tagfahrleuchten lassen ihn modern aussehen, ohne übermäßig futuristisch zu sein. Er steht etwas weniger hoch auf den Beinen, was ihn auch etwas ’sportlicher‘ aussehen lässt.

Plug-in oder Mild-Hybrid

Der Kodiaq ist mit zwei Formen der Elektrifizierung erhältlich: als Mild-Hybrid (ohne Stromanschluss) und als Plug-in-Hybrid (mit Stromanschluss). Beide haben die gleiche Basis: einen 1.5 TSI Vierzylinder-Benzinmotor mit 110 kW (150 PS). Aber der Plug-in-Hybrid ergänzt ihn um einen Elektromotor, der eine kombinierte Leistung von 150 kW (204 PS) und 350 Nm erreicht.

Für ein Auto, das über 1.900 Kilo wiegt, fühlt es sich geschmeidig und wendig an, vor allem dank des Elektromotors. Von 0 auf 100 km/h geht es in ordentlichen 8,4 Sekunden und die Höchstgeschwindigkeit beträgt 210 km/h. Aber viel interessanter ist das Fahrerlebnis im täglichen Gebrauch: Der Kodiaq PHEV fährt leise, zurückhaltend und sehr entspannt. Ideal für Pendlerfahrten, Schulwege und Autobahnkilometer.

Beeindruckende Driving Range

Wo viele große Plug-in-Fahrzeuge nach nur 50 Kilometern aufgeben, ist der Kodiaq viel ehrgeiziger. Dank eines 27,5 kWh-Akkupakets (wovon 25,7 kWh nutzbar sind) sind auf dem Papier bis zu 123 Kilometer elektrisches Fahren möglich. In der Praxis erreichen Sie leicht 80 bis 110 Kilometer. Für fast alle täglichen Fahrten ist er also wirklich voll elektrisch. Das Aufladen kann mit 11 kW an der Ladestation (AC) oder mit 50 kW an einem Schnellladegerät (DC) erfolgen. Das bringt Sie in 25 Minuten von 10 auf 80 Prozent. Zu Hause brauchen Sie weniger als drei Stunden für eine volle Ladung.

Betonung auf Komfort

Der Kodiaq will kein sportlicher SUV sein und das merkt man in allen Bereichen. Die Federung ist komfortabel, ohne weich zu sein. Unebenheiten werden sanft herausgefiltert und die Geräuschisolierung ist gut. Er nimmt Kurven souverän, auch wenn Sie merken, dass das Gewicht sich bemerkbar macht. Die Lenkung ist leicht, aber präzise genug für den täglichen Gebrauch. Der von uns getestete Wagen hat das optionale adaptive Fahrwerk. Mit ihr liegt er noch ein bisschen straffer in den Kurven.

Vertrauen in Skoda

Im Innenraum finden Sie den gewohnten Skoda-Ansatz: logische Anordnung, viele physische Tasten (hurra!) und ein bisschen mehr Raumgefühl als bei anderen Marken. Der zentrale Touchscreen schwebt wie ein Tablet über dem Armaturenbrett und reagiert schnell. Glücklicherweise müssen Sie sich nicht in Untermenüs für die Klimasteuerung oder die Fahrmodi vertiefen: Dafür gibt es nur große Drehknöpfe.

Natürlich gibt es auch die ‚Simply Clever‘-Erfindungen. Wie der bekannte Regenschirm in der Tür, ausklappbare Türstoßstangen oder eine einziehbare Kofferraumrolle, die Sie mit einer Hand öffnen können.

Reichlich Platz – aber nicht für sieben Personen

Der Kodiaq war schon immer eine Raumfahrt-Kanone und ist es immer noch. Die Mild-Hybrid-Version gibt es als Fünf- oder Siebensitzer. Der PHEV muss sich immer mit fünf Sitzen begnügen – das Batteriepaket befindet sich unter dem Kofferraumboden und es gibt keinen Platz für eine dritte Sitzreihe. Das ist schade, denn wirklich große Familien können nur den Mild-Hybrid wählen, der weniger Leistung hat und nicht elektrisch fahren kann, dafür aber ein paar tausend Euro teurer ist.

Kofferraumvolumen Skoda Kodiaq

Das Platzangebot bleibt in allen Versionen beeindruckend: 745 Liter Kofferraumvolumen beim PHEV, das bei umgeklappten Rücksitzen auf über 2.000 Liter ansteigt. Der MHEV bietet ein paar hundert Liter mehr. Der Boden ist schön flach und die Ladekante ist relativ niedrig.

Mit dem Wohnwagen unterwegs? Kein Problem

Die PHEV-Variante kann – wie der MHEV – bis zu 1.800 Kilo gebremst ziehen – genug für die meisten Wohnwagen. Wer also einen Wohnwagen-Urlaub plant, aber nicht alle 200 Kilometer mit seinem Elektroauto eine Schnellladestation aufsuchen möchte, für den ist der Kodiaq die richtige Wahl. Auf langen Urlaubsreisen können Sie dann mit Benzin fahren, während Sie den Rest des Jahres in den Niederlanden fast ausschließlich mit Strom unterwegs sind.  

Wettbewerb Skoda Kodiaq

Innerhalb der Volkswagen Familie konkurriert der Kodiaq mit dem Volkswagen Tiguan und dem neuen Tayron. Auch der SEAT Tarraco und der Cupra Terramar fischen im selben Teich. Darüber hinaus muss er gegen den Kia Sorento PHEV, Peugeot 5008 Hybrid, Renault Espace E-Tech und Opel Grandland antreten. In Bezug auf die elektrische Reichweite schneidet der Skoda überdurchschnittlich gut ab und nur der Tiguan, Tayron und Cupra Terramar kommen ihm nahe. Das ist nicht überraschend, da sie den gleichen PHEV-Antriebsstrang haben.

Fazit

Der neue Skoda Kodiaq ist in allem eine Weiterentwicklung seines Vorgängers: geräumiger, moderner, intelligenter und vor allem sparsamer. Der Plug-in-Hybrid macht ihn zukunftssicher, ohne dass er auf Praktikabilität oder Komfort verzichten muss. Kein Schnickschnack, keine sportlichen Ansprüche – einfach ein sehr praktisches Familienauto, das Sie elektrisch durch die Woche bringt und mit Benzin fährt, wenn Sie in den Urlaub fahren. Im folgenden Video erfahren Sie mehr: