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Skoda Elroq Roadtrip: 2.000 Kilometer in die Schweizer Alpen! – Ein gutes Reiseauto oder nicht?

Oktober 27, 2025

Hellendoorn nach Basel – der Elroq darf sich auf der Autobahn beweisen

Es ist ein früher Oktobermorgen, als wir uns auf den Weg machen. Startpunkt: Hellendoorn, im Osten der Niederlande. Auf dem Rücksitz befinden sich vier große Übernachtungstaschen – voll mit Kleidung und Kameraausrüstung – und es passt problemlos hinein. Denn obwohl der Elroq etwas kürzer ist als der Enyaq, bietet er immer noch großzügige 470 Liter Gepäckraum. Genug für eine Familie, oder in unserem Fall: einen Redakteur, einen Kameramann und eine Menge Kameraausrüstung.

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Unser Reisewagen ist der Skoda Elroq 85 mit einem 77 kWh-Akkupaket (571 WLTP-Kilometer Reichweite) und 210 kW (286 PS). In 6,6 Sekunden sind Sie auf 100 km/h – mehr als genug, um mit dem Verkehr auf der deutschen Autobahn mitzuhalten. Denn dort beginnt unser Abenteuer erst richtig. Bei Enschede überqueren wir die Grenze in Richtung Düsseldorf, Köln, Frankfurt, Freiburg und dem Endpunkt von Tag 1: Basel.

Schnellladung Skoda Elroq

Es ist viel los auf der Autobahn – wie fast immer – und viel schneller als 130 km/h geht nicht. In der Nähe von Frankfurt sind wir seit vier Stunden unterwegs und brauchen eine Pause zum Aufladen. Das Auto kann noch 160 Kilometer weit fahren, aber unsere Blase nicht. Der Elroq kann mit 175 kW schnellgeladen werden, so dass eine kurze Pause mit Kaffee und einem Sandwich ausreicht. Eine knappe halbe Stunde später sind wir wieder auf der Straße. Am Ende des Nachmittags rollen wir mit einem Durchschnittsverbrauch von knapp 19 kWh/100 km in Basel ein – klasse, vor allem auf der Autobahn.

Salz wie Gold – ein Besuch in Salina Helvetica

Der nächste Morgen beginnt buchstäblich salzig. Wir besuchen Salina Helvetica, eine riesige Salzfabrik ein paar Minuten außerhalb von Basel. Hier gibt es einen riesigen Vorrat an Streusalz – Tausende und Abertausende von Tonnen. Es ist ein bizarrer Anblick: gigantische weiße Berge von Salz – manchmal über 30 Meter hoch – die der Schweiz durch die härtesten Winter helfen. Und ja, als Tourist können Sie eine Tour durch die Fabrik und vorbei an den Salzbergen machen – sehr empfehlenswert.

Die E-Grand Tour

Von Basel aus fahren wir in Richtung Osten zum Säntis, einem der imposanten Berge der Schweiz. Die Route, die wir durch die Schweiz fahren, ist Teil der Grand Tour of Switzerland, einem 1.600 Kilometer langen Roadtrip, den das Land selbst für Touristen entlang der schönsten Orte ausgearbeitet hat. Es gibt auch eine elektrische Variante: die E-Grand Tour, mit vielen Ladestationen und Schnellladegeräten an strategischen Orten.

Trotz des bergigen Geländes schneidet der Elroq auch hier sehr gut ab. Auf der Autobahn haben wir problemlos 400 bis 450 Kilometer erreicht, aber jetzt, wo das Tempo etwas langsamer ist, gehen wir auf 500 Kilometer zu. Außerdem beweist der Elroq in den Bergen einmal mehr, wie komfortabel das elektrische Fahren sein kann. Sobald Sie bergab fahren, lassen Sie das Bremspedal los und der Elektromotor bremst das Auto ab. Dadurch müssen Sie kaum noch bremsen und am Fuße des Berges sehen Sie manchmal 20 bis 30 Kilometer zusätzliche Reichweite auf dem Display erscheinen. In solchen Momenten möchten Sie wirklich nicht mehr zu einem Benzinauto zurückkehren.

Nach knapp drei Stunden Fahrt erreichen wir den Säntis. Der Berg liegt am Schnittpunkt dreier Kantone – Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden und St. Gallen – und ist der 13. höchste Berg in den Alpen und der 29. höchste Gipfel in Europa. Am Fuße des Säntis befindet sich eine Seilbahn, die jede halbe Stunde zum Gipfel fährt. Vom Gipfel aus können Sie, wenn das Wetter mitspielt, sechs Länder auf einmal sehen: die Schweiz, Deutschland, Österreich, Liechtenstein, Frankreich und Italien.

Vom Säntis nach Luzern  

Wir fahren weiter in das Herz der Schweiz: Luzern. Die Route windet sich durch Täler, Wälder und vorbei an kristallklaren Seen. Der Elroq ist wunderbar leise: Die Sitze sind bequem, das Infotainmentsystem reagiert reibungslos und Google Maps zeigt uns den Weg – völlig kabellos von unserem Telefon – auf dem großen Skoda-Bildschirm. Was am meisten auffällt, ist die hervorragende Schalldämmung. Selbst bei höheren Geschwindigkeiten können Sie sich noch in aller Ruhe miteinander unterhalten. Hier hat Skoda eindeutig nicht geknausert.

In Luzern stellen wir den Skoda auf einem Parkplatz an einer Ladestation ab – die gibt es auch in der Schweiz an jeder Ecke. Die Stadt selbst ist eine Postkarte. Die Stadt atmet Geschichte, mit mittelalterlichen Fassaden und verwinkelten Gassen. Das Highlight ist die Kapellbrücke, eine Holzbrücke aus dem Jahr 1365, auf der Sie einfach kostenlos spazieren gehen können.  

Aber auch diejenigen, die nichts mit Geschichte zu tun haben, müssen hier gewesen sein. Immerhin beherbergt Luzern das beliebteste Museum der Schweiz: das Verkehrshaus. Hier dreht sich alles um den Verkehr – von Flugzeugen über U-Boote, Gondeln bis hin zu Rennwagen. Vor dem Museum gibt es sogar einen riesigen Tunnelbohrer. Für Fans von allem, was reitet, fliegt, gleitet oder schwimmt, ist dies ein Paradies. Auch Autoliebhaber kommen hier mit einer großen Sammlung einzigartiger Fahrzeuge auf ihre Kosten.

Bergpässe und Tunnels

Unser letzter Tag ist der spektakulärste. Wir fahren über drei Bergpässe: den Brünig, die Grimsel und die Furka. Die Route stammt direkt aus der Grand Tour of Switzerland App – ideal für alle, die nichts vom Land verpassen wollen, ohne vorher stundenlang am Küchentisch ihre eigene Route zu planen.

In den Haarnadelkurven des Furkapasses zeigt der Elroq, was er zu bieten hat. Trotz seines adretten Familienauto-Images lenkt er erstaunlich präzise, auch dank des optionalen DCC-Fahrwerks mit adaptiven Dämpfern. Im Sportmodus können Sie alpine Kurven mit mehr Tempo nehmen, als Sie vielleicht denken. Mit 286 PS klettert er auch mühelos bergauf. Kaufen Sie einen Elroq, um Bergpässe zu stürmen? Wahrscheinlich nicht, aber wenn Sie das Fahrwerk in den Komfortmodus schalten, verwandelt er sich in einen herrlich sanften Kilometerfresser.

Wir machen einen kurzen Boxenstopp am kultigen Belvédère Hotel, das in einer Haarnadelkurve in der Mitte des Furkapasses liegt und durch James Bonds Goldfinger berühmt wurde. Heutzutage ist es auch ein Instagram-Hotspot – und das zu Recht. Die Aussicht von dieser Haltestelle ist übrigens genauso beeindruckend wie die Aussicht auf das Hotel.

Dann fahren wir hinunter zum Vierwaldstättersee und nehmen die Fähre vom Dorf Gersau nach Beckenried. Eine kurze Überfahrt, aber ein perfektes Ende: der Elroq an Deck, die Berge im Hintergrund und nur das sanfte Plätschern des Wassers. Diese fast märchenhafte Überfahrt von etwa 30 Minuten – die wir selbst nie gefunden hätten – ist auch Teil der Grand Tour of Switzerland.

Fazit

Wo Sie früher nur mit teuren Elektroautos ohne Reichweitenangst ins Ausland fahren konnten, können Sie dies jetzt mit einem Mittelklassewagen wie dem Elroq tun. Der Elroq (ab 34.990 Euro, „unsere“ 85er-Version beginnt bei 42.990 Euro) fährt mühelos lange Strecken, ob auf der Autobahn oder auf einem Bergpass. Sie laden in kurzen Pausen auf, die Sie auch mit einem Benzinauto nach ein paar Stunden Fahrt einlegen würden, und in der Schweiz ist das Ladenetz gut ausgebaut.

Und die Schweiz selbst? Da können wir uns kurz fassen – sie ist einfach atemberaubend schön. Die App Grand Tour of Switzerland bringt Sie an Orte, die Sie sonst wahrscheinlich nicht besuchen würden: von einer Salzfabrik bis zu einer märchenhaften Fährfahrt. In dem Video unten erzählen wir Ihnen mehr über unsere Fahrt mit dem Elroq, dem Schweizer Ladenetz, und Sie sehen viele weitere atemberaubende Bilder: