Rückblick: Harley-Davidson Sportster S
Mit dem Preis eines Motorrads zu beginnen ist schon ungewöhnlich, aber wir tun es trotzdem. Sie können diese Harley-Davidson Sportster S ab 20.995 Euro (2025) fahren. Das mag Ihnen ziemlich viel Geld vorkommen, aber für ein Motorrad dieser Marke ist es durchaus erschwinglich, insbesondere im Vergleich zu Ausstattung und Leistung.

Sportster S mit einem Hauch von Scrambler
Die Sportster S beeindruckt mit ihren dicken ‚Ballon‘-Reifen. Obenrum sieht sie gedrungen aus, ist aber dennoch lang. Das liegt an der langen Schwinge und dem folglich recht weit hinten liegenden Hinterrad. Einzigartig und eigentümlich ist die Form des LED-Scheinwerfers. Die hoch angesetzten Doppelauspuffanlagen erinnern an das Design einer Scrambler.

Sie sitzen ‚hoch‘ und doch niedrig
Sie fühlen sich ‚hoch‘ auf dem Motorrad. Das liegt zum Teil daran, dass der Tank recht flach gehalten wurde. Die Sitzhöhe ist mit 765 mm bescheiden, wodurch die Harley-Davidson Sportster S definitiv für kleinere Fahrer geeignet ist. Außerdem sitzen Sie mit dem Oberkörper aufrecht, während die Fußrasten wie bei einem Cruiser weit vorne platziert sind. Ganz anders als bei einem typischen sportlichen Naked Bike, bei dem die Fußrasten weiter hinten angebracht sind. Es ist also etwas für die Zweifler, die nach einem sportlichen Naked Bike suchen, sich aber trotzdem nicht von einer entspannten Sitzposition mit den Füßen nach vorne verabschieden wollen.

Sportlicherer Charakter
Der 1.252 cm³ V-Twin mit variabler Ventilsteuerung hat einen anderen, sportlicheren Charakter als Sie es von Harley-Davidson erwarten würden. Die Sportster S verfügt über den leistungsstärkeren Motor, den wir von den Pan America 1250 Adventure-Modellen kennen. Dort leistet er 150 PS, bei der Sportster sind es nur noch 121 PS bei 7.500 U/min. Das ist weniger, aber die Sportster S wiegt auch einige Dutzend Kilo weniger. Ihr Gewicht beträgt 228 kg. Bei geöffneter Drosselklappe macht sie große Schritte und der V-Twin rumpelt mit seinen 125 Nm Drehmoment bei 6.000 U/min davon.
Sportliche Talente unter „bullischen“ Blicken
Lenken Sie mit Leichtigkeit. Sie brauchen nicht viel Kraft, um die Harley-Davidson Sportster S von links nach rechts durch die Kurven zu ziehen. Die vordere Einscheibenbremse mit einem Brembo-Bremssattel bremst über Erwarten sanft ab. Die hintere Bremse mit ebenfalls einem Brembo-Bremssattel hilft bei Bedarf ein bißchen nach. Unter dem bulligen Äußeren verbergen sich sportliche Talente. Andererseits ist der maximale Schräglagenwinkel von 35 Grad ein Hindernis, um in einer schnellen Kurve wirklich in die Knie zu gehen und Boden zu gewinnen. Es bleibt eben doch eher ein Cruiser als ein Sportmotorrad.
An der Sicherheit wird nicht gespart
Harley-Davidson liefert die Sportster S serienmäßig mit einer Menge elektronischer Unterstützung aus. In dieser Hinsicht wird sie auch ihrem Preis von knapp über 20.000 Euro mehr als gerecht. Wir erwähnen das Kurven-ABS und die Traktionskontrolle. Das Durchdrehen der Vorder- und Hinterräder wird auch bei starker Beschleunigung bzw. starkem Bremsen unterdrückt. Das Durchdrehen der Hinterräder beim abrupten Herunterschalten wird ebenfalls eingedämmt. Der Tempomat ist serienmäßig.
Volle Konnektivität
Klassik geht Hand in Hand mit moderner Technologie. Die Konnektivität ist bei der Sportster S einfach perfekt. Über Bluetooth können Sie Ihr Telefon mit dem Bordnetz koppeln und alle Funktionen auf dem kleinen, volldigitalen Runddisplay anzeigen lassen. An den Lenkerhälften befinden sich die Bedienelemente zum Blättern durch die Menüs und Funktionen.
Fazit Harley-Davidson Sportster S
Die Harley-Davidson Sportster S ist ein Motorrad unserer Zeit, das einen ganz eigenen Stil hat. Die Sportster S fährt sich leicht und ist recht wendig. Während Sie entspannt mit den Füßen leicht nach vorne sitzen. Im Fahrmodus S reagiert sie eifrig auf das Gaspedal. Road ist mehr auf Komfort ausgerichtet und Rain bietet offensichtlich die weichste Gasannahme. Am hinteren Federbein (82 mm Federweg) können Sie die Federvorspannung ganz einfach mit einem Einstellrad einstellen. Die Upside-Down-Vorderradgabel ist ebenfalls einstellbar. Kurzum, es ist ein sehr komplettes Motorrad, das sich nur ein wenig von der Masse abhebt. Schade, dass der Tank mit nur 11,5 Litern so klein ist. Achten Sie also darauf, bei einer langen Fahrt rechtzeitig einen Tankstopp einzulegen.















