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Rückblick: Harley-Davidson Breakout. Wer wagt es?

August 22, 2025

Die Breakout ist nicht der bekannteste Cruiser von Harley-Davidson. Sie kennen vielleicht die Namen Fat Boy und Softtail. Diese Modelle sind schon seit Jahrzehnten in den Katalogen zu finden. Sie sind die ultimativen amerikanischen Cruiser mit einer tiefen Sitzposition, minimalistischem Outfit und breitem Lenker. Das Outbreak hat ebenfalls all das, aber auch sehr markante Räder mit ultraflachen, sportlichen Reifen.

Breakout und seine Verbindungen

Tjsa, diese Räder sehen Sie auf keinem anderen Cruiser. Sie sind wirklich einzigartig und ein echter Blickfang. Das Vorderrad ist satte 21 Zoll groß. Diese Größe findet man eigentlich nur bei fetten Allroadern mit Offroad-Potenzial. Sehen Sie sich nur die Ténéree von Yamaha an. Um die 18-Zoll-Hinterradfelge des Breakout ist ein breiter, flacher 240/40 R18 Slipper montiert. Die Reifen sind von Michelin und haben das Profil eines Sportreifens.

Breakout-Beschleunigung

Die Harley-Davidson Breakout hat ansonsten den Rahmen, den Radstand, den niedrigen Sitz und das Design eines unverfälschten klassischen Choppers. Und natürlich glänzt der neue 117 Kubikzoll 45-Grad-V-Twin als Hauptprotagonist in der Mitte des Rahmens. Der Hubraum beträgt 1.923 cm³ und die kräftigen Kolben entlocken ihm 103 PS bei 5.020 U/min und 163 Nm Drehmoment bei 3.000 U/min. Der Motor reagiert sofort und kraftvoll auf jede Drehung des Gaspedals. Was wollen Sie mit einem solchen Berg an Durchzugskraft bei so niedrigen Drehzahlen? Nennen Sie es den Breakout-Charakter.

Rein und spartanisch und das ist es, was Sie wollen

Ein Windschutz ist nicht vorhanden. Schließlich handelt es sich um einen Hubschrauber und der hat keine Windschutzscheibe. Das ist es, wofür Sie sich entscheiden, wenn Sie ihn kaufen. Dann wollen Sie eben so rein und spartanisch. Bis zu 120 km/h ist es mit dem Fahrtwind beherrschbar. Härter kann die Breakout auf jeden Fall fahren, aber das wollen Sie nicht und Sie werden es nicht länger als eine halbe Stunde aushalten. Mit dieser Harley-Davidson haben Sie auf der Autobahn wirklich nichts zu suchen. Das ist einfach nur langweilig. Das Fahrvergnügen findet sich auf langen, kurvenreichen Polder- oder Bergstraßen mit nicht allzu rechtwinkligen Kurven.

Mit den Absätzen auf dem Asphalt

Ja, lenken Sie mit einem so großen Lenkkopfwinkel und einer ultra-sloped Gabel? Die Antwort ist ja, mit einem Vorbehalt. Geradeaus rollt das Breakout wie auf Schienen. Für eine Kurve müssen Sie mit der Hüfte nachdrücklich nach links und rechts drücken und gegen den Lenker drücken. Daran gewöhnen Sie sich schnell, und dann stellen Sie fest, dass diese Harley eigentlich recht einfach mit einer guten Gangart durch die Kurve zu bekommen ist. Die Bodenfreiheit erlaubt sogar einen anständigen Schräglagenwinkel. Die Fersen Ihrer Stiefel oder Motorradschuhe berühren in der Kurve als erstes den Asphalt. Das liegt an der Sitzposition und den weit nach vorne gerückten Fußrasten, durch die die Fersen der tiefste Punkt sind.

Design, Chrom und Reinigungstuch

Für diese Harley-Davidson können Sie das Poliertuch bereithalten. Es gibt eine Menge Chrom, das sauber und glänzend gehalten werden muss. Machen Sie sich keine Sorgen über Verfärbungen an den Auspuffrohren und Schalldämpfern, da diese mit einer Chromummantelung versehen sind. Das bleibt also lange Zeit schön. Der hintere Bobtail-Kotflügel ist mit verchromten Halterungen aus dem hinteren Rahmen schön verarbeitet. Die Kronenplatten, die Vordergabel und das Zählergehäuse sind ebenfalls verchromt, ebenso wie die Tankverkleidung, die den Namen Breakout trägt. Der kleine Scheinwerfer verfügt über leistungsstarke LED-Leuchten. Auf der runden Anzeige können Sie die Fahrgeschwindigkeit ablesen. Unten befindet sich eine kleine Digitalanzeige, die den Gang, den Fahrmodus (Regen, Straße oder Sport) und den Kraftstoffstand anzeigt. Sie können auch zusätzliche Anzeigen für Drehzahl, Reichweite mit verbleibendem Kraftstoff, Kilometerzähler, Tageskilometerzähler und Uhrzeit wählen.

Minimalistisch, aber nicht auf Sicherheit bedacht

Der Breakout sieht minimalistisch aus, aber er ist es nicht. Tatsächlich verfügt er über ein ganzes Netz von Sicherheitssystemen und einen Tempomat. Es gibt sogar einen USB-C-Anschluss. Kurven-ABS und Traktionskontrolle sind an Bord. Außerdem verfügt er über ein Schleppmoment-Kontrollsystem, das den Schlupf der Hinterräder verhindert, wenn Sie schnell herunterschalten oder die Drosselklappe schließen. Und es gibt ein weiteres Reifendruckkontrollsystem.

Der Breakout hat seinen Preis

Die Harley-Davidson Breakout ist einzigartig und anders. Bei diesem Motorrad entscheiden Sie sich ausdrücklich für den Chopper-Stil und das entsprechende Handling. Entspannung und Entschleunigung ist das Credo, wenn Sie damit fahren. Aber Sie bekommen noch etwas mehr. Sie haben einen sportlichen Charakter in Reserve. Ziehen Sie einfach durch, stellen Sie den Motor in die Kurve und lassen Sie den V-Twin munter rumpeln, während Sie aus der Kurve heraus beschleunigen. Schön, wenn Sie zur Abwechslung mal fahrerisch aus der Reihe tanzen wollen: Breakout sozusagen. Dieses Vergnügen hat seinen Preis: mindestens 35.595 € (2025). Eine der teuersten im Cruiser-Sortiment dieser Marke. Aber einer mit einem ganz eigenen Charakter.