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Rückblick: Fiat 600 Hybrid

November 15, 2025

Der Fiat 600 war ein italienisches Familienauto in den 1960er Jahren. Er war etwas größer als der 500 und hatte einen Vierzylindermotor im Heck anstelle des Zweizylinders im 500. Nach heutigen Maßstäben ist der ursprüngliche 600 jedoch ein Mini-Auto. Kaum vorstellbar, dass Sie Ihre ganze Familie darin unterbringen könnten. Der Fiat 600 von heute ist mit seiner Länge von fast 4,2 Metern und einer Höhe von über 1,5 Metern einfach ein großes Auto.

Freundliche Formen des alten Fiat 600

Es ist clever, wie Fiat das Aussehen des alten 600ers in den neuen übertragen hat. Allein diese Scheinwerfer bringen Sie zum Schmelzen. Das liegt an den Abdeckungen an der Oberseite, die wie Augenlider wirken und die Lampeneinheiten magnetisch anziehen. Die halbstarke Front und die großen Zahlen 600 sind ebenso unverwechselbar. Sie können diese Nummer auch hinter einer transparenten Platte sehen, die sich zwischen den Scheinwerfern und oberhalb des Schwellers befindet.

Sanft rund

Ganz einfach: Wer sich an das Original 600 erinnert, wird sofort erkennen, dass das Design von ihm abstammt. Keine geraden Linien, sondern fließende Rundungen und das macht ihren eigenen unverwechselbaren Charakter aus. Sie müssen sich nur die vielen neuen Marken aus China ansehen. Die Designer dieser Marken sind alle auf einem modernistischen Kurs der Ordnung, Sauberkeit und Straffheit. Daran ist nichts auszusetzen, aber etwas Authentisches sticht dann gerade in diesen Zeiten hervor, wie der Fiat 600.

Innenraum Fiat 600

Dann das Interieur! Vor allem in der gefahrenen La Prima-Version ist das sicherlich eigenwillig und besonders. Die Polsterung ist elfenbeinfarben und in den Rückenlehnen sind FIAT-Motive und ein blaues ‚-600-‚ aufgenäht. Es sieht aus wie Leder, aber es ist Kunstleder. Obwohl man das nicht sagen würde, denn es fühlt sich wirklich wie Leder an und ist überhaupt nicht klebrig und schwitzig. Aufgrund ihrer Form bieten die Sitze einen guten Seitenhalt. Die Sitze sind ein wenig kurz, wenn Sie lange Beine haben, werden Sie das merken. Andererseits können Sie hinten recht gut sitzen, auch wenn Sie etwas größer sind. Der Gepäckraum ist geräumig genug für einen Wochenendausflug mit der Familie.

Runde Thekeneinheit

Die runde Thekeneinheit ist eine Ode an die des Primal 600. Allerdings größer und jetzt mit vollständig digitaler Projektion. Sie können zum Beispiel auch die Navigationsanweisungen unten erscheinen lassen. Damit bleibt das große zentrale Display für alle anderen Funktionen wie Audio, Telefonsteuerung und Fahrzeugfunktionen verfügbar. Super ist die physische Taste darunter, mit der Sie immer direkt zur Startseite wechseln können.

Standard automatisch

Der Fiat 600 Hybrid verfügt über ein Doppelkupplungs-Automatikgetriebe, ein e-DCT. Die Elektronik steuert die Gangschaltung und über Tasten in der Mittelkonsole können Sie die Gänge P, R, N und D wählen. Es gibt also keinen Kippschalter oder Hebel am Lenkrad. Die Mittelkonsole beherbergt auch ein großes Ablagefach und eine Ladestation für Ihr Smartphone. Witzig ist die klappbare Abdeckung. Wie üblich können Sie viele Funktionen auch über das Lenkrad bedienen. Das liegt übrigens mit seinem dicken Rand und der abgeflachten Unterseite gut in der Hand.

Hoher Sitz und einfache Steuerung

Sie sitzen relativ hoch. Logisch, denn der Fiat 600 ist eigentlich ein SUV, der etwas höher über dem Asphalt steht, mehr Bodenfreiheit hat und daher einen schönen Einstieg bietet. Übrigens hat die Höhe keinen oder zumindest kaum Einfluss auf die Richtungsstabilität. Er lenkt leicht und direkt und vermittelt auch in Kurven ein unnachgiebiges Gefühl. Der Wendekreis ist bemerkenswert kurz, was das Einparken erleichtert.

Smartphone verbinden ein Kinderspiel

Wenn Sie fast alle Optionen haben möchten, entscheiden Sie sich für die La Prima-Version. Dann haben Sie auch die großen 18-Zoll-Leichtmetallfelgen, die Sie bei dieser roten Testversion gesehen haben. Und das elfenbeinfarbene Lederimitat. Aber auch Dinge wie ein elektrisch verstellbarer Fahrersitz, eine Massagefunktion und eine Sitzheizung. Auf der Liste stehen außerdem eine elektrisch öffnende und schließende Heckklappe, ein schlüsselloser Zugang, ein adaptiver Tempomat, ein Navigationssystem, ein umfassendes Audiosystem und 360-Grad-Parksensoren.

Preis und Fazit

In der Überschrift steht, dass der Fiat 600 möglicherweise unterschätzt wird. Das ist tatsächlich eine Schlussfolgerung, die wir nach dem Test ziehen. Es ist ein schönes Auto, das sich gut fahren lässt, mit einem verspielten und fröhlichen Aussehen. Das Platzangebot ist ziemlich anständig und man sitzt gut darin. Sie können ihn auch gut über lange Strecken fahren, denn der Antriebsstrang ist leise. Auf dem Papier scheint die Leistungsabgabe ein etwas zahmes Auto zu versprechen. Sie können zwischen zwei Leistungsvarianten wählen: 81 kW (110 PS) oder 107 kW (145 PS). Beide haben einen Dreizylindermotor und einen Elektromotor (21 kW). In der Praxis ist der 600 unerwartet geschmeidig. Vor allem beim Beschleunigen ist die Unterstützung durch den Elektromotor deutlich spürbar. Als ob ein Turbo am Werk wäre. Selbst auf der Autobahn haben Sie dadurch beim Überholen genügend Beschleunigungskraft. Dabei müssen Sie nicht so oft an die Zapfsäule gehen. Fiat gibt einen Durchschnittsverbrauch ab 4,8 l/100 km an. In der Praxis ist ein Wert von 1 zu 18,5 durchaus realisierbar. Dann der Preis. Die Hybridversion erhalten Sie ab 29.995 €, die vollelektrische Version ab 32.995 €. Verglichen mit dem, was Sie bekommen, ist das nicht wirklich teuer. Außerdem profitieren Sie von einer Garantie von 8 Jahren oder 160.000 km!