Auto Nachrichten

Motorradindustrie gibt Vollgas gegen Importzölle

März 13, 2025

ACEM, der Interessenverband der Motorradindustrie, hat den Stift gegen Importzölle auf Motorräder in die Hand genommen. Der Club der Motorradhersteller hält es für ungerecht, dass seine Branche in einen transatlantischen Handelskrieg hineingezogen wird.

Welche Einfuhrzölle sind betroffen?

ACEM ist beunruhigt über die Reaktion der Europäischen Kommission auf die Entscheidung der USA, 25 % Einfuhrzölle auf EU-Exporte von Stahl und Aluminium zu erheben. Ab dem 1. April will Europa einen Zoll von 50 % auf Motorräder mit einem Hubraum von mehr als 500 cm³ mit Ursprung in den USA erheben. Und mit Wirkung vom 13. April droht dies auch für Motorräder unter 500 ccm.

Dringender Anruf, aber warum?

Antonio Perlot, Generalsekretär der ACEM: „Wir erkennen zwar die Notwendigkeit einer ausgewogenen Reaktion auf Handelsstreitigkeiten an, aber Motorräder sollten nicht zum Kollateralschaden in umfassenderen Handelsstreitigkeiten werden. Die Motorradindustrie bietet Millionen von Menschen hochwertige Produktions- und damit verbundene Arbeitsplätze, Mobilität und Zugang zur Arbeit und ist ein grundlegender Wirtschaftsmotor. Da in Handelskriegen niemand gewinnt, appellieren wir dringend an die Vernunft und fordern beide Seiten auf, eine faire Lösung zu finden.“

Autoindustrie ‚verflochten‘

ACEM: „Die Motorradindustrie in Europa und den USA ist eng miteinander verflochten und hat starke industrielle und wirtschaftliche Verbindungen. Die europäischen Hersteller exportieren eine große Anzahl von Motorrädern in die USA, während die US-Hersteller eine starke Präsenz auf dem europäischen Markt haben. Die Einführung von Zöllen auf Motorräder birgt das Risiko, Unternehmen zu stören, Verbrauchern zu schaden und Arbeitsplätze auf beiden Seiten des Atlantiks zu gefährden.“

Deshalb ein dringender Appell der Autoindustrie

„Anstatt diesen Handelsstreit mit Vergeltungsmaßnahmen zu eskalieren, setzt sich die europäische Motorradindustrie für eine Verhandlungslösung für den transatlantischen Handel ein. Die Motorradindustrien in den USA und der EU wollen einen fairen transatlantischen Handel und die Möglichkeit, ihre hochwertigen Produkte weiterhin an begeisterte Kunden in Europa und den USA zu liefern.“