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Kia: „Wir glauben weiterhin an das A-Segment“

Januar 26, 2026

Das Angebot im B-Segment ist riesig. Warum sollten sich Käufer für einen EV2 entscheiden?  

„Für uns ist der EV2 ein wichtiges Auto, denn er ist das sparsamste Elektroauto in unserer Produktpalette. Mit dem EV2 wollen wir die Zugänglichkeit von Kia erhöhen. Die E-GMP-Plattform ist besonders vielseitig und ermöglicht es uns, ein attraktives Gesamtpaket für unsere Käufer zu schnüren. Dieses Fahrzeug hat ähnliche Innenraumabmessungen wie vergleichbare ICE-Schrägheckmodelle im C-Segment. Wir können den EV2 daher an eine große Zielgruppe vermarkten. Was das Design betrifft, so ist er eindeutig als Kia zu erkennen. Er sieht erwachsen aus und kann gut als Hauptwagen in einem Haushalt durchgehen. Außerdem haben wir Technologie aus höheren Segmenten in das B-Segment gebracht. Das Auto ist durchdacht und bietet viele technische Funktionen. Aus der Perspektive eines Elektroautos: Die Reichweite und die Schnellladefunktion sind in diesem Segment einzigartig. Normalerweise sind die kleineren Modelle ein Zweitwagen im Haushalt. Das ist beim EV2 anders. Wir zielen auf die jüngere Generation der Käufer und die ältere Zielgruppe ab. Wir sprechen beide Zielgruppen an, denn das Auto bietet auch hohe Sitzplätze, ist sicher und bietet eine gute Rundumsicht.“

Kia EV2 GT-Linie
Kia EV2 GT-Linie

Wie wollen Sie den Preis für den EV2 gestalten? Ähnlich wie der neue Kia Stonic? Der ist ab 28.995 € erhältlich.

„Wir streben einen Startpreis von etwa 30.000 € an. Das hängt vom Markt und der Strategie für die Produktpalette ab. Wir werden das Auto zunächst mit einer besonders reichhaltig ausgestatteten Variante auf den Markt bringen. In der Praxis wird sich der Preis des EV2 nicht wesentlich von den Preisen des Stonic unterscheiden. Auf jeden Fall wollen wir den EV2 so preisgünstig wie möglich vermarkten. Auch die Finanzierung ist für den EV2 sehr wichtig, und zwar nicht nur das Geschäftsleasing, sondern auch das Privatleasing. Der gute Restwert ermöglicht es uns, hier wettbewerbsfähige Raten anzubieten.“

Was sind Ihrer Meinung nach die wichtigsten USPs des neuen Kia EV2?

„Qualität, Zuverlässigkeit, Seelenfrieden, gute Garantiebedingungen. Das waren für uns die Mindestvoraussetzungen bei der Entwicklung dieses Autos. Ansonsten wäre es besser gewesen, dieses Auto nicht zu bauen. Unser Designteam hat gute Arbeit geleistet, wenn es um die Verpackung geht.“

Glauben Sie, dass das B-Segment in den kommenden Jahren weiter wachsen wird? Und was ist die Ursache für dieses Wachstum?

„SUVs bleiben beliebt. Der traditionelle Schrägheck-Käufer ist zu SUVs und Crossovern übergelaufen. Also ja, dieses Segment wächst weiter. Sogar stärker, als Sie vielleicht denken. Warum ist das B-Segment so wichtig: Wenn Sie sich die verschiedenen Regionen ansehen, ist Europa immer ein HUB für kleinere Autos im Vergleich zu den USA oder Asien, wo größere Autos die Norm sind. In Europa sind die kleineren Modelle viel gefragter. Aus diesem Grund wollen wir die EV-Technologie in kompakten Modellen erschwinglich anbieten. Im B-Segment werden E-Fahrzeuge im Jahr 2026 voraussichtlich einen Anteil von 13,6 Prozent haben, der aber bis 2032 auf 18,1 Prozent ansteigen wird. Es gibt eine Menge Potenzial.“

Ein Blick in die Zukunft. Das A-Segment. Derzeit haben Sie hier den Picanto. Ist da noch Platz für ein elektrisches A-Segment-Auto von Kia? Und in welcher Form wollen Sie ein solches Modell entwickeln?

„Wir können keine Aussagen über unsere Zukunft machen. Wir untersuchen natürlich andere EV-Modelle in anderen Segmenten. Kurz- und mittelfristig ist der Picanto unser Modell im A-Segment. 60.000 Einheiten jedes Jahr in Europa. Das sind mehr als 10 Prozent unseres Gesamtvolumens in Europa. An sich ist die Idee eines elektrischen A-Segment-Modells recht interessant, wenn es eine Nachfrage dafür gibt. Davon hängt es ab. Wir müssen ständig auf die Zugänglichkeit, die Preisgestaltung und das Volumen achten. Die Gleichung muss stimmen, um den Wechsel zu vollziehen. Wir entscheiden uns jetzt für eine schrittweise Strategie. Zuerst die Halbmodelle und dann von oben nach unten weitere EV-Modelle einführen. Mit dem EV2, EV3 und EV4 haben wir unsere wichtigsten Segmente abgedeckt.“

Und wie stellt sich Kia seine zukünftige Präsenz im A-Segment vor, aufbauend auf dem A-Segment?

„Nach zwei oder drei Jahren werden wir uns den Picanto ansehen, dafür ist es jetzt noch zu früh. Es wird aber einen Nachfolger für den Picanto geben. Über die Konfiguration des Antriebsstrangs können wir im Moment noch nichts sagen. Derzeit ist der Verbrennungsmotor die einzige Option, die wir anbieten. Ob irgendeine Form der Elektrifizierung zum Einsatz kommen wird, können wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen.“

Kia Picanto - AI-Rendering
Kia Picanto – AI-Rendering