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Gesichtet: ein 1933er Citroën 10A

Februar 6, 2026

Das gefleckte Exemplar

Jeder, der regelmäßig Auto-Veranstaltungen besucht, weiß, dass auf dem Besucherparkplatz oft auch viele schöne Dinge zu finden sind. So sahen wir auf dem Besucherparkplatz des American Cars Meeting in Benningbroek im Norden der Niederlande diesen schönen Citroën 10A von 1933. Der Wagen steht seit 2020 in den Niederlanden und gehört seither auch seinem jetzigen Besitzer. Ansonsten ergibt eine Überprüfung der Zulassungsnummer keine Details, oder es sollte sein, dass der Citroën offiziell schwarz und grün ist, statt blau.

Der Citroën Rosalie

Der gepunktete Citroën gehört zu dem, was man gemeinhin als Citroën Rosalie bezeichnet. Dieser Name ist vor allem für den Rennwagen bekannt, der eine Reihe von Rekorden aufstellte, aber er gehörte auch zu den Mittelklassemodellen von Citroën. Diese Modellreihe wurde von 1932 bis 1938 ausgeliefert.

Fiskalische Pferdestärken

Innerhalb der Citroën Rosalie Baureihe gab es den 8CV, 10CV und 15CV. Dies waren die drei Motorvarianten: ein 1,5-Liter-Vierzylinder, ein 1,8-Liter-Vierzylinder und ein 2,7-Liter-Sechszylinder. Die CV-Bezeichnungen bezogen sich direkt auf das französische Steuersystem der damaligen Zeit. Es würde zu weit führen, diese Besteuerung hier vollständig zu erklären. Auf jeden Fall entsprachen diese steuerlichen Einstufungen nicht direkt der tatsächlichen Leistung des Motors, sondern wurden auf eine etwas komplizierte Art und Weise berechnet, die unter anderem auf der Motorgröße und der maximalen Drehzahl basierte. Der berühmte Citroën 2CV zum Beispiel hat in Wirklichkeit nicht nur zwei Pferdestärken. Der Citroën 10CV, den wir gesehen haben, hat eine Leistung von 25 kW (34 PS).

Höher auf dem Markt

Die Citroën Rosalie-Modelle waren die Nachfolger der Citroëns C4 und C6 (sie haben also nichts mit den späteren Modellen gleichen Namens zu tun). Mit dem neuen Rosalie kletterte nicht nur die Modellreihe, sondern auch Citroën als Ganzes eine Stufe auf dem Automarkt nach oben. Auf dem damaligen Automarkt kann der Rosalie als Mittelklassewagen angesehen werden, aber bedenken Sie, dass der Besitz eines Autos zu dieser Zeit noch lange nicht für jedermann möglich war.

Die Auswahl war riesig

Wie zu dieser Zeit üblich, gab es eine ganze Reihe von Karosserievarianten zur Auswahl. Erstens hatten der 8CV, 10CV und 15CV jeweils einen anderen Radstand. Innerhalb dieser drei Basismodelle gab es eine Auswahl von sechs bis acht Karosserievarianten. Die Nutzfahrzeugvarianten sind dabei noch nicht einmal mitgezählt. Diese Variantenvielfalt war unter anderem deshalb möglich, weil Citroën einer der ersten europäischen Automobilhersteller war, der die Fließbandproduktion einsetzte.

Großes Update für den Citroën Rosalie

Im Jahr 1934 kam der revolutionäre Citroën Traction Avant auf den Markt. Er war so etwas wie der Nachfolger des Rosalie, aber aus verschiedenen Gründen blieb der Rosalie neben dem Traction noch einige Jahre lang erhältlich. Dabei wurde der Rosalie einem Facelifting unterzogen, wie wir es heute nennen würden. Der Kühlergrill wurde nach unten geneigt, um ihm ein moderneres Aussehen zu verleihen.

Dieses ‚Facelift-Modell‘ wurde auch als B-Serie oder als NH-Version (für ‚Nouvel Habillage‘, wörtlich ’neue Kleidung‘) bezeichnet. Kurze Zeit später wurden der 8CV und der 10CV durch den 7UA und den 11UA mit Motoren aus der Traction ersetzt. Diese Versionen wurden auch als MI bezeichnet, von Moteur Inversé (‚umgekehrter Motor‘). Im Vergleich zur Traction waren die Motoren nämlich um 180 Grad gedreht, um die Hinterräder anzutreiben. Nach 1938 löste die Traction die Rosalie vollständig ab.