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Gesichtet: Dieser Lexus GS-F wird grün!

April 11, 2025

Ein kurzer Blick auf den Lexus GS

Der Lexus GS debütierte 1991 als Luxus-Sportlimousine, die die Lücke zwischen dem komfortablen LS und dem kompakten IS schließen sollte. Das Modell erlangte vor allem wegen seiner Verarbeitungsqualität, seines Komforts und seiner Zuverlässigkeit weltweite Anerkennung, aber sportliche Ambitionen ließen lange auf sich warten. Der GS 430 und der GS 460 boten zwar etwas mehr Punch, aber das echte Feuerwerk fehlte. Das änderte sich mit der Einführung des GS-F im Jahr 2015, der auf dem GS der vierten Generation (L10) basiert.

Der V8 in einer Welt der Turbos

Das Triebwerk des GS-F kann sich sehen lassen: ein atmosphärischer 5,0-Liter-V8 mit dem Codenamen 2UR-GSE, der 351 kW (477 PS) und 530 Nm leistet. Wir kannten diesen Motor bereits aus dem Lexus RC-F und IS-F. Der V8 zeichnet sich nicht nur durch seine lineare Leistungsentfaltung aus, sondern vor allem durch seine Wahrnehmung. Keine künstlichen Motorengeräusche aus den Lautsprechern, sondern ein raues, authentisches Brüllen bis über 7.000 U/min. Der Motor ist mit einem Achtgang-Automatikgetriebe gekoppelt.

Was den GS-F wirklich besonders macht, ist das Torque Vectoring Differential (TVD). Dieses System kann das Drehmoment aktiv zwischen den Hinterrädern verteilen und sorgt so für ein schärferes Kurvenverhalten des Fahrzeugs. Es gibt drei Modi: Standard, Slalom und Track. In der Praxis verleiht dieses System der schweren Limousine einen erstaunlich spielerischen Charakter.

Lexus GS-F

Schnell genug, wie ein Lexus GS-F

Im Gegensatz zu seinen aufgemotzten deutschen Konkurrenten ist der Lexus GS-F kein brutales Kraftpaket, das seinen Fahrer überwältigt. Der Sprint auf 100 km/h dauert 4,6 Sekunden und die Höchstgeschwindigkeit beträgt 270 km/h. Das macht ihn schnell, aber nicht rekordverdächtig. Das Geheimnis liegt in der Balance: Das Auto fühlt sich flink, berechenbar und kommunikativ an. Mit einem Leergewicht von 1.830 kg ist er in seiner Klasse relativ leicht.

Wettbewerb

Der GS-F trat in ein hart umkämpftes Segment ein. Ihre wichtigsten Konkurrenten waren:

Im Vergleich zu diesen Modellen ist der GS-F weniger leistungsstark, aber genau das zeichnet ihn aus. Er brauchte keine Kunstgriffe, um zu beeindrucken – das reine Fahrvergnügen stand im Mittelpunkt.

Ende einer Ära

Der GS-F wurde bis 2020 produziert, danach wurde die gesamte GS-Linie aus dem Programm genommen. Der Markt für traditionelle Limousinen schrumpfte und Lexus konzentrierte sich mehr auf SUVs und Elektrifizierung. Aber der GS-F bleibt ein besonderes Modell: eine Hommage an den V8 und ein schrulliges Gegenstück in einer Welt der Turbogewalt. Ein echtes Liebhaberauto, mit anderen Worten.