Cupra Terramar (2025) Testbericht – Sportlicher PHEV mit solider Reichweite
Dampfkurs
Für diejenigen, die die Autonachrichten nicht täglich verfolgen, geben wir Ihnen einen Crashkurs in Sachen Cupra. Das ehemalige Sportlabel von Seat steht jetzt auf eigenen Füßen und es gibt derzeit sechs Modelle in den Ausstellungsräumen der spanischen Marke: den Leon, Leon Sportstourer, Formentor, Born, Tavascan und den Terramar. Der Born und der Tavascan sind vollelektrisch, während der Leon, der Formentor und der Terramar alle den gleichen Plug-in-Hybrid-Antriebsstrang haben. Aber dazu später mehr.

Terramar
Was ist mit dem Terramar? Der SUV teilt sich die Basis mit dem neuen Volkswagen Tiguan und dem Audi Q3, der später im Jahr 2025 auf den Markt kommen wird. Nochmals, für diejenigen, die es verpasst haben: Cupra gehört zum Volkswagen Konzern, ist also kein unerfahrener Newcomer, der erst noch lernen muss, wie man ein Auto baut. Tatsächlich läuft der Terrmar im Audi-Werk in Ungarn vom Band.

Eigenes Gesicht
Der Terramar mag seine technische Basis mit dem Volkswagen Tiguan und dem Audi Q3 teilen, aber er zeigt sich vor allem als echter Cupra. An der Front fällt sofort die Haifischnase auf, die mit ihren klaren Linien und den scharf geschnittenen Scheinwerfern einen aggressiven Look vermittelt. Das beleuchtete Cupra-Logo auf der Heckklappe ist ein Detail, das wir bereits beim überarbeiteten Formentor und Leon gesehen haben, und macht den Terramar auch im Dunkeln sofort erkennbar. Ein bisschen frech und schrullig, genau wie Sie es von Cupra erwarten würden.

Vollständig digitalisiert
Cupra hat der Verarbeitung des Terramar große Aufmerksamkeit gewidmet. Der Innenraum ist eine Mischung aus hochwertigen und langlebigen Materialien und wird von der markanten ‚Wirbelsäule‘ dominiert, die das Armaturenbrett mit der Mittelkonsole verbindet und einen schlanken, modernen Look erzeugt. Alles fühlt sich solide an und sieht gut aus. In Ihren Händen halten Sie ein Multifunktionslenkrad mit Schaltwippen und unter Ihrem Hintern sportliche Schalensitze, die wie vom Bühnenbildner von Game of Thrones entworfen scheinen. Und wie wir es von Cupra gewohnt sind, gibt es überall dezente kupferfarbene Akzente.



Tech
Was die Technik betrifft, so ist der Terramar vollgepackt mit Gadgets. Vor Ihnen befindet sich ein 10,25 Zoll großes Virtual Cockpit, das alle wichtigen Informationen messerscharf anzeigt. Außerdem gibt es einen 12,9-Zoll-Touchscreen, über den nicht nur das Infotainmentsystem, sondern auch die Klimasteuerung gesteuert wird. Das System funktioniert reibungslos und reagiert schnell auf Eingaben, auch wenn das Fehlen der physischen Tasten immer etwas gewöhnungsbedürftig ist. Außerdem ist der SUV mit allen modernen Konnektivitätsoptionen wie kabellosem Laden und Apple CarPlay und Android Auto ausgestattet. Und wer gerne ein gutes Stück Musik hört, kann sich optional für ein dickes Sennheiser-Audiosystem entscheiden.



Wie groß ist er?
Auch das Platzangebot ist ziemlich gut. Mit einem Radstand von 2,68 Metern bietet der Terramar ausreichend Platz für fünf Erwachsene. Die verschiebbaren Rücksitze ermöglichen den Wechsel zwischen zusätzlicher Beinfreiheit und mehr Gepäckraum. Der Kofferraum fasst zwischen 400 und 602 Liter, je nach Stellung der Rücksitze. Unabhängig von der Position der Rücksitze gibt es genügend Platz für den täglichen Einkauf oder eine Urlaubsreise.

272 hp
Der Cupra Terramar ist in den Niederlanden ausschließlich mit einem Plug-in-Hybrid-Antriebsstrang erhältlich. Unter der Motorhaube befindet sich ein 1,5-Liter-TSI-Turbomotor, der mit einem Elektromotor gekoppelt ist. Zwei Leistungsoptionen sind verfügbar: 150 kW (204 PS) oder 200 kW (272 PS). Die stärkste Version, der Terramar VZ Performance mit 272 PS, sprintet in 7,3 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 215 km/h.
Auf dem Papier ist der spanische SUV also schön und geschmeidig. In der Praxis auch, aber da die gesamte Kraft an die Vorderräder geht, hat das Gummi gelegentlich Mühe, die gesamte Kraft effektiv auf die Straße zu bringen. Vor allem auf kalter und nasser Fahrbahn, wie in unserer Testwoche, sollten Sie das Gaspedal nicht zu stark durchdrücken. Aber wenn der Wagen erst einmal rollt, geht er ab wie eine Rakete. Ein schneller Einsatz auf der Autobahn? Kein Problem. Ein schnelles Überholmanöver? Ebenfalls blitzsauber.

Erfahrung am Steuer
Cupra steht für sportliches Fahren, und das spüren Sie, sobald Sie sich hinter das Steuer des Terramar setzen. Trotz seiner großzügigen Größe lässt er sich erstaunlich flink durch die Kurven steuern. Das ist zum Teil der Mehrlenker-Hinterachse und der Dynamischen Fahrwerksregelung (DCC) zu verdanken, die dafür sorgt, dass der Wagen scharf reagiert und souverän auf der Straße bleibt – selbst wenn Sie vor einer Kurve das Gaspedal etwas tiefer durchtreten. Für diejenigen, die etwas mehr Biss wünschen, steht eine Akebono-Bremsanlage auf der Optionsliste. Unser Rat: Lassen Sie das weg, denn die Standardbremsen bringen den SUV mühelos zum Stehen.

Mit der dynamischen Federung können Sie das Fahrerlebnis ganz nach Ihren Wünschen gestalten. Im Komfortmodus werden Fahrbahnunebenheiten sauber gefiltert. Fühlen Sie sich ein wenig dynamischer? Schalten Sie in einen sportlicheren Modus, und der Terramar verwandelt sich von einem komfortablen Cruiser in einen verspielten SUV. Eine Rennmaschine ist er nicht, aber Cupra hat ein gutes Gleichgewicht zwischen Komfort und Dynamik gefunden, wobei der sportliche Charakter immer dezent präsent bleibt.

120 Kilometer elektrisch fahren
Dank eines 19,7 kWh-Akkus hat der Terramar eine elektrische Reichweite von 120 Kilometern (WLTP). Während unserer Testwoche, in der die Temperaturen oft unter dem Gefrierpunkt lagen, blieben 90 Kilometer übrig. Immer noch sehr anständig für einen Plug-in-Hybrid, denn die Konkurrenz kommt selbst an guten Tagen oft nicht über 50 Kilometer mit Strom hinaus.
Wenn die Temperaturen steigen, können Sie auf jeden Fall mit einer elektrischen Reichweite von rund 100 Kilometern rechnen. Das bedeutet, dass Sie praktisch Ihren gesamten täglichen Arbeitsweg rein elektrisch zurücklegen können. Das Aufladen kann zu Hause oder an einer öffentlichen Ladestation mit 11 kW erfolgen, aber auch Schnellladung ist möglich: mit bis zu 50 kW. Dann brauchen Sie 26 Minuten, um das Auto auf 80% aufzuladen. An einer öffentlichen 11-kW-Ladestation ist die Batterie in weniger als drei Stunden vollständig aufgeladen.

Fazit
Mit dem Terramar stellt Cupra einen SUV vor, der sportliche Leistung mit Alltagstauglichkeit verbindet. Sein markantes Design, das moderne Interieur und die großzügige elektrische Reichweite machen ihn zu einer interessanten Wahl für alle, die einen robusten SUV suchen, der sich von anderen abhebt.
Aber was unterscheidet den Terramar vom Formentor, dem anderen kompakten PHEV-SUV von Cupra? Auf den ersten Blick nicht viel. Er ist etwas länger, breiter und höher, aber wir sprechen hier von ein paar Zentimetern – und manchmal sogar Millimetern. Außerdem teilen sich beide Modelle die gleiche MQB-evo-Plattform, was bedeutet, dass sie sich technisch ziemlich ähnlich sind.
Es gibt jedoch einen wichtigen Unterschied: Den Formentor gibt es schon eine Weile und er wurde sogar einem Facelifting unterzogen, während der Terramar eine völlig neue Erscheinung ist. Er hat ein einzigartiges Außen- und Innendesign. Letztendlich ist es also vor allem eine Frage des Geschmacks, welches Modell Ihnen besser gefällt.
Was kostet der Cupra Terramar?
Cupra verlangt mindestens 48.990 Euro für den 204 PS starken Terramar. Bevorzugen Sie die 272-PS-Version? Dann zahlen Sie mindestens 52.990 Euro. Beide Versionen sind serienmäßig mit einem 6-Gang-DSG-Automatikgetriebe ausgestattet. In dem folgenden Video erfahren Sie mehr über den Cupra Terramar:
