Auto Nachrichten

BPM Elektromotorrad rückwärts

April 30, 2025

Importeure von Elektromotorrädern schlugen Ende letzten Jahres Alarm wegen einer 19,4%igen BPM-Abgabe auf den Listenpreis von emissionsfreien Motorrädern. Diese hohe Kaufsteuer entspricht derjenigen für Motorräder mit Verbrennungsmotor.

Feste Preiserhöhung

Die BPM-Abgabe bedeutete Preiserhöhungen von mehreren tausend Euro. Während elektrische Zweiräder aufgrund der teureren Batterietechnologie bereits stark verteuert sind. Im Grunde ist es dasselbe wie bei den Elektroautos. Sie sind ebenfalls teurer als ihre Pendants mit Verbrennungsmotor.

BPM rückwirkend vom Tisch

Die BPM-Maßnahme für elektrische Motorräder wurde nun rückgängig gemacht. In dem kürzlich vorgelegten Frühjahrsmemorandum schlägt das Kabinett einen festen BPM-Satz von 200 Euro für Elektromotorräder vor. Diese Maßnahme soll rückwirkend ab dem 1. Januar 2025 gelten.

Notfallglocke geläutet

Die Importeure hatten in Absprache mit dem Verband RAI Anfang des Jahres in Den Haag Alarm geschlagen. Denn die Abgabe von 19,4 % ist drakonisch im Vergleich zu dem Pauschalbetrag von 667 €, der ab dem 1. Januar 2025 für Elektroautos gilt. Viele Importeure nehmen diesen Betrag auf ihr eigenes Konto. Elektrische Nutzfahrzeuge sind sogar noch frei von der BPM.

Lobby RAI Verein

„Die Einführung einer vollen Kaufsteuer auf Elektromotorräder ab 2025 ist rückwirkend wieder vom Tisch“, sagte der Verband RAI. „Es wird einen festen Sockel von 200 Euro geben. Die RAI Association hat in den letzten Monaten im Hintergrund hart daran gearbeitet, dieses Thema ganz oben auf die politische Agenda zu setzen und begrüßt diese Entwicklung.“

Logischer Schritt der Energiewende

„Die Rückgängigmachung der Einführung der BPM auf Elektromotorräder ist ein logischer Schritt in der Energiewende, um den Weg in eine nachhaltige Zukunft auch für Motorräder zu ebnen. Es ist auch positiv, dass die Deckung dieser Maßnahmen größtenteils aus dem Klimafonds kommen wird“, sagte die RAI Association.