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Wie funktioniert eine bidirektionale Ladestation?

November 22, 2025

Bidirektionales Laden bedeutet, dass Sie nicht nur Strom aus dem Stromnetz auf die Batterie Ihres Elektroautos übertragen, sondern auch andersherum. Sie können dann Ihr Auto als Hausbatterie und Steckdose nutzen, um Geräte zu betreiben – Licht, Heizung, Haushaltsgeräte zu Hause oder, zum Beispiel im Urlaub, Ihren Elektrogrill oder Ihr E-Bike(vehicle-to-load, V2L). Sie können aber auch – mit dem richtigen Ladekabel – Strom ins Netz zurückspeisen(Vehicle-to-Grid, V2G), wenn die Nachfrage nach Strom hoch und der Strompreis hoch ist. Natürlich muss Ihr Elektroauto für das bidirektionale Laden geeignet sein.

Vorteile des bidirektionalen Ladens

Die Vorteile der bidirektionalen Aufladung sind vielfältig. Erstens: Kosteneinsparungen. Wenn Sie die Batterie in Ihrem Auto mit Strom aus Ihren Solarzellen aufladen oder wenn der Strom billig ist, können Sie den gespeicherten Strom später zu Hause nutzen, so dass Sie dann weniger teuren Strom verbrauchen.

Zweitens sind Sie weniger abhängig vom Stromnetz. Schließlich können Sie Ihren eigenen Solarstrom im Auto speichern und ihn zu Hause nutzen, wenn die Sonne nicht scheint oder bei immer häufigeren Stromausfällen. Ihr Elektroauto ist dann nicht nur ein Transportmittel, sondern auch ein Energiepuffer.

Der dritte Vorteil ist die Unterstützung des Stromnetzes. Da solche Autos als Puffer fungieren können, können sie dazu beitragen, die Spitzenbelastung des Netzes zu reduzieren und erneuerbare Energien (Sonne, Wind) besser zu nutzen.

Unterscheidet sich eine bidirektionale Ladestation von einer normalen Ladestation?

Ja! Eine herkömmliche Ladestation ist dafür ausgelegt, das Auto mit Netzstrom zu versorgen. Eine bidirektionale Ladestation ermöglicht es Ihnen auch, Strom von der Autobatterie zurück in Ihr Haus oder das Stromnetz zu leiten.

Wenn Sie eine bidirektionale Ladestation suchen, müssen Sie selbst eine für die Installation zu Hause auswählen – öffentliche bidirektionale Ladestationen befinden sich noch in der Pilotphase. Ein Installateur kann Ihnen genau sagen, welche Ladestationen bidirektional sind. In jedem Fall wird der Hersteller auf dem Typenschild oder in den Spezifikationen „bidirektional“, „V2G-ready“, „V2H“, „V2L“ oder „Vehicle to Grid/Home“ angeben.

Wie betreiben Sie eine bidirektionale Ladestation?

Die meisten Vorgänge für eine Zwei-Wege-Ladestation sind ähnlich wie die für das Laden an einer normalen Ladestation. Der Unterschied ist, dass Sie zusätzliche Wahlmöglichkeiten haben – aber Sie können das System auch automatisch arbeiten lassen.

Können Sie nur zu Hause bidirektional aufladen?

Im Moment können Sie nur zu Hause aufladen, obwohl es Pilotprojekte für das öffentliche bidirektionale Laden gibt. Die erforderlichen Hardware- und Softwarestandards und Protokolle werden derzeit entwickelt, aber es fehlt noch die rechtliche Grundlage für die Anwendung in der Praxis. Neue europäische Vorschriften schreiben jedoch vor, dass öffentliche Ladestationen ab 2027 technisch für das bidirektionale Laden geeignet sein müssen.

Zu Hause ist die Situation besser, aber auch dort ist die Anzahl der bidirektionalen Ladepunkte immer noch begrenzt.

Benötigen Sie eine spezielle Ladekarte für bidirektionales Laden?

Für das normale Laden verwenden Sie eine Ladekarte oder eine App für öffentliche Ladestationen. Für das bidirektionale Laden gilt im Grunde das Gleiche: Sie müssen sich registrieren, Ihr Konto aktivieren und sich über einen Anbieter anmelden. Zusätzliche Bedingungen könnten z.B. ein dynamischer Energievertrag oder die Teilnahme an einem Netzmanagementsystem für die Einspeisung sein. Sie brauchen nicht unbedingt eine spezielle Ladekarte, aber Sie brauchen einen Anbieter, der bidirektionales Laden unterstützt. Aber für welchen entscheiden Sie sich?

Wie wird der von Ihnen zurückgespeiste Strom abgerechnet?

Wenn Strom über Ihre bidirektionale Ladestation zurückgespeist wird, gelten die folgenden Mechanismen:

Wo können Sie bidirektionale Ladestationen finden?

Öffentliche bidirektionale Ladestationen sind in den Niederlanden noch sehr selten. Es gibt nur Pilotprojekte, zum Beispiel in Utrecht.

Um eine (bidirektionale) Ladestation zu Hause zu installieren, können Sie sich an spezialisierte Anbieter von ‚V2H-/V2G-ready‘ Ladestationen wenden. Verschiedenen Quellen zufolge sind die Preise für eine bidirektionale Ladestation immer noch recht hoch – von etwa 4.000 bis zu mehr als 6.000 Euro, ohne Installation. Sie können sich natürlich auch für den Kauf entscheiden. Aber manchmal ist es auch möglich, eine Ladestation zu mieten/zu leasen. Da die Technologie noch sehr speziell ist, ist eine professionelle Beratung und Installation durch einen zertifizierten Installateur unerlässlich.

Natürlich können Sie jederzeit eine bidirektionale Ladestation installieren lassen, aber mit einem normalen Elektroauto können Sie dann die Einspeisefunktion nicht nutzen.

Können Sie mit jedem Elektroauto bidirektional laden?

Nicht jedes Elektroauto ist für bidirektionales Laden geeignet. Ihr Auto muss sowohl technisch so ausgestattet sein, dass es Strom zurückgeben kann (Hardware + Software), als auch mit der Ladestation über ein entsprechendes Protokoll (z.B. ISO 15118-20) kommunizieren.

Autos, die bidirektional laden können, gibt es noch nicht viele. Denken Sie an die Alpine A290, den Audi Q4 e-tron, Audi Q6 e-tron, Audi A6 e-tron und den e-tron GT, den BMW iX3 und i4, den Hyundai Kona Electric und Ioniq 5 und Ioniq 9, den Kia Soul, EV3, EV4, EV5, EV6 und EV9, den Mitsubishi Outlander PHEV, der Nissan Leaf, der Renault 5 E-Tech, der neue Volvo EX90 und die Volkswagen ID.3, ID4, ID5, ID.7 und ICH WÜRDE. summen. Aber das Angebot wächst mit angekündigten Modellen wie der BMW Neue Klasse, mehreren Renault-Modellen und schließlich nach Software-Updates dem Polestar 3 und 4, dem Skoda Enyaq und Elroq, dem Tesla Model 3 und Model Y und weiteren Volkswagen ID.

Interessant für die nahe Zukunft

Bidirektionales Laden ist eine interessante Option für Besitzer eines geeigneten Elektromodells. Damit können Sie nicht nur billigen Strom in Ihrer Autobatterie speichern, sondern ihn auch für Ihre Elektrogeräte nutzen – zu Hause oder unterwegs – und sogar in das Stromnetz zurückspeisen. Das senkt die Energiekosten, erhöht Ihre Unabhängigkeit vom Stromnetz und leistet einen positiven Beitrag zur Stromnachfrage.

Vergessen Sie aber nicht, dass Ihr Elektroauto mit der richtigen Technologie ausgestattet sein muss, damit die Einspeisung überhaupt möglich ist.