Offiziell: F1-Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien gestrichen
Sicherheit über alles
Der Große Preis von Bahrain und Saudi-Arabien war für den 12. und 19. April geplant, aber die eskalierende Situation im Nahen Osten macht einen Strich durch die Rechnung. Der Iran hat beide Länder in den letzten Wochen als Vergeltung für die Luftangriffe der USA und Israels angegriffen. Unter diesen Umständen kann die FIA die Sicherheit von Teams, Fahrern und Fans einfach nicht garantieren.
FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem stellte klar: „Die FIA stellt die Sicherheit und das Wohlergehen unserer Gemeinschaft und Kollegen immer an erste Stelle.“ Es wurden alternative Strecken in Betracht gezogen, um die leeren Plätze zu füllen, aber schließlich wurde beschlossen, den April frei zu lassen.
Fünfwöchige Lücke im Kalender
Der Wegfall der beiden Rennen schafft eine bemerkenswert große Lücke in der ohnehin schon überfüllten Formel 1-Saison. Nach dem Großen Preis von Japan am 29. März müssen Sie bis zum 3. Mai warten, wenn der GP von Miami ansteht. Das sind fünf Wochen ohne Action – eine Ewigkeit in der modernen Formel 1.
Obwohl keine der beiden Organisationen dies ausdrücklich erwähnt, scheint es sehr unwahrscheinlich, dass die Rennen in diesem Jahr nachgeholt werden. Der Kalender ist bereits voll und logistisch ist es fast unmöglich, kurzfristig zwei zusätzliche Rennwochenenden anzusetzen. Folglich wird die Saison 2026 22 statt 24 Grands Prix haben.
Auswirkungen auf die Meisterschaft
Für Max Verstappen und die anderen Titelanwärter bedeutet das weniger Chancen, Punkte zu holen. Verstappen, der in China mit einem Motorproblem ausfiel, könnte die zusätzlichen freien Wochen nutzen, um mit Red Bull Racing an seinem Auto zu basteln. Der Niederländer sah nach den letzten Qualifying-Sitzungen ausgesprochen unzufrieden mit seinem Paket aus.
Gleichzeitig bietet die Pause jungen Talenten wie Kimi Antonelli – der gerade den GP von China gewonnen hat und damit der zweitjüngste F1-Rennsieger aller Zeiten wurde – die Möglichkeit, durch Simulatorarbeit und Vorbereitung den Schwung zu erhalten.
Geopolitik häufiger im F1-Kalender
Dies ist nicht das erste Mal, dass geopolitische Spannungen den Formel 1-Kalender beeinflussen. Im Jahr 2011 wurde der GP von Bahrain bereits einmal wegen des Arabischen Frühlings gestrichen, und der GP von Russland verschwand 2022 nach dem Einmarsch Russlands in der Ukraine endgültig aus dem Kalender. Das zeigt nur, dass der Ehrgeiz, weltweit Rennen zu fahren, unweigerlich mit den geopolitischen Realitäten kollidiert.
Ob Bahrain und Saudi-Arabien im Jahr 2027 in den Kalender zurückkehren, hängt ganz davon ab, wie sich die Situation im Nahen Osten entwickelt. Bis dahin werden wir uns mit 22 Rennen begnügen müssen. Übrigens ist das immer noch mehr als genug Spektakel für eine ganze Saison.
