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Dynamischer Energievertrag spart EV-Fahrern Hunderte von Euro

September 30, 2025

Was genau ist ein dynamischer Vertrag?

Bei einem dynamischen Energievertrag zahlen Sie den Strompreis des Augenblicks. Dieser ändert sich stündlich, je nach Angebot und Nachfrage. An sonnigen oder windigen Tagen kann der Preis sinken, während er beim Kochen um die Abendessenszeit herum seinen Höchststand erreicht. Mit einem festen Vertrag kaufen Sie Sicherheit, aber Sie zahlen fast immer mehr – denn der Energieversorger verlangt einen Risikoaufschlag.

EV am Ladegerät: klug oder dumm

Vor allem Elektroautofahrer profitieren davon. Wenn Sie Ihr Auto jeden Tag um 18 Uhr an die Steckdose anschließen, laden Sie normalerweise zu teuren Zeiten. Intelligentes Laden, das sich automatisch auf die günstigsten Zeiten verlagert, macht den Unterschied aus. Für einen Vielfahrer, der 40.000 Kilometer im Jahr fährt, kann sich der Vorteil auf bis zu 700 Euro summieren, wie die Untersuchungen von Zonneplan zeigen. Praktisch: Viele Ladestationen und Apps steuern dies vollautomatisch.

Sonnenkollektoren und Wärmepumpe

Haushalte mit Sonnenkollektoren, Wärmepumpe und Ladestation waren mit einem dynamischen Vertrag zwischen Juli 2024 und Juni 2025 sogar 40 Prozent günstiger als mit einem einjährigen Festvertrag. Auch ohne Wärmepumpe oder Ladestation war der Unterschied spürbar: 5 Prozent im Durchschnitt. Und dieser Vorteil wird immer größer, da feste Verträge jetzt immer höhere Einspeisekosten für Solarstrom verlangen.

Abschaffung des Umlagesystems

Ab 2027 wird das Net-Metering-System abgeschafft. Für feste Verträge bedeutet das: Für eingespeisten Solarstrom wird kaum etwas bezahlt. Bei dynamischen Verträgen wird weiterhin der Großhandelspreis gelten, ohne dass zusätzliche Kosten entstehen. Dadurch sparen Haushalte mit Solaranlagen im Durchschnitt weitere 175 Euro pro Jahr. Für EV-Fahrer, die zu Hause laden, ist das ein doppeltes Fest: günstige Ladestunden und eine faire Vergütung für den zurückgespeisten Strom.

Wie groß ist das Risiko?

Viele Menschen denken, ein dynamischer Vertrag sei gefährlich, wenn die Preise steigen. Aber dem Bericht zufolge muss der Großhandelspreis um bis zu 84 Prozent steigen, damit ein fester Vertrag billiger wird. Solche extremen Sprünge haben wir eigentlich nur während der Energiekrise 2022 erlebt. Damals waren feste Verträge kurzzeitig billiger – aber das war eine Ausnahmesituation. Seitdem waren dynamische Verträge fast immer die günstigste Option.

Energiewende macht Flexibilität wichtig

Die Studie gibt auch einen Ausblick auf die Zukunft. Im Jahr 2024 stammt bereits mehr als die Hälfte des niederländischen Stroms aus Sonne und Wind. Bis 2030 werden es voraussichtlich 85 Prozent sein. Da diese Quellen vom Wetter abhängig sind, schwankt der Preis immer stärker. Mit einem dynamischen Vertrag können Sie dies zu Ihrem Vorteil nutzen: Sie verbrauchen oder laden Strom, wenn die Sonne scheint oder der Wind weht. Das hilft nicht nur Ihrem eigenen Geldbeutel, sondern auch dem Gleichgewicht des Stromnetzes.

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