BMW-Chef: 50.000 Bestellungen für den iX3 Neue Klasse – ohne Probefahrt
Neue Klasse erregt Aufmerksamkeit
Der BMW iX3 Neue Klasse ist das erste Modell von BMW auf einer völlig neuen Elektroplattform. Während Konkurrenten wie Mercedes-Benz und Volkswagen den Wechsel zu speziellen Elektroauto-Plattformen früher vollzogen haben, hat BMW bewusst länger gewartet. Dieses Wagnis scheint sich nun auszuzahlen.
„Die Nachfrage ist viel höher als erwartet, sowohl privat als auch geschäftlich“, sagte Zipse. „Bereits mehr als 50.000 Menschen haben ihn bestellt, ohne ihn überhaupt gefahren zu haben.“ Das ist ein großer Vertrauensbeweis für die Marke, vor allem angesichts des umstrittenen Designs des iX3, das im Vorfeld für viele Diskussionen gesorgt hat.
BMW trifft KNOTSOME CHOICES beim neuen iX3, aber funktionieren sie auch? – AutoRAI TV Rückblick
Wetten auf mehrere Pferde
BMW unterscheidet sich von vielen Konkurrenten, indem es an einer Multi-Drive-Strategie festhält. Nehmen Sie den BMW 5er: Er ist als Diesel, Benziner, Plug-in-Hybrid und vollelektrisch erhältlich – alle auf der gleichen Plattform. Laut Zipse muss BMW trotz der unsicheren Marktbedingungen seinen strategischen Kurs nicht ändern.
Diese Strategie gibt der Marke Flexibilität. In Märkten, in denen die Einführung von Elektrofahrzeugen langsamer ist, verkauft BMW einfach Benzinmotoren. In Ländern mit starken Anreizen für Elektrofahrzeuge stellt die Marke mühelos auf Elektroantrieb um. Klug, aber auch teuer in der Entwicklung.
Elektrischer BMW 3er auf dem Weg
Der iX3 war nur der Anfang. Im Laufe dieser Woche wird BMW den Vorhang für den i3 ‚Neue Klasse‘ lüften, ein Modell, das für die Marke noch wichtiger werden könnte. Der neue i3 ist quasi der elektrische Nachfolger der 3er-Reihe, dem meistverkauften Modell der Marke seit Jahrzehnten. Wenn er so enthusiastisch aufgenommen wird wie der iX3, könnte er den Absatz von Elektroautos erheblich steigern.
Bis 2025 wird BMW weltweit 442.000 vollelektrische Autos verkaufen. Das sind etwa 18 Prozent seines Gesamtabsatzes von 2,46 Millionen Fahrzeugen. Keine verrückte Zahl, aber es gibt noch viel Raum für Wachstum. Übrigens hat auch BMW M sehr gut abgeschnitten: 213.000 verkaufte Fahrzeuge, ein neuer Rekord.
