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Alpine A110: Nachfolger bekommt nun doch wieder einen Benzinmotor

März 12, 2026

Vom reinen Elektroauto bis zum Brennstoffzellenantrieb

Alpine hatte ursprünglich große Pläne, den Nachfolger der A110 ausschließlich als Elektroauto auf den Markt zu bringen. Das passte in die breitere Strategie der Muttergesellschaft Renault, die Alpine als elektrische Sportmarke positionieren will. Aber die Realität hat diesen Ehrgeiz überholt.

In einem Interview mit der britischen Autocar bestätigt Alpine-Chef Philippe Krief, dass die Plattform der neuen A110 jetzt auch für Benzinmotoren entwickelt wird. Diese Plattform ist die gleiche wie die des spektakulären Renault 5 Turbo 3E, einem Hardcore-Studienmodell, das zeigt, was technisch möglich ist.

Der Markt verlangt es

Der Richtungswechsel von Alpine ist kein Einzelfall. In den letzten Monaten haben mehrere Sportwagenhersteller von ihren Plänen für Elektroautos Abstand genommen. Porsche erwägt, die elektrischen Nachfolger des Boxster und des Cayman zu streichen, und Lamborghini hat sein erstes rein elektrisches Modell bereits abgesagt.

Der Grund? Sportliche Fahrer scheinen sich massenhaft von E-Sportwagen fernzuhalten. Das Fehlen eines Getriebes, das hohe Gewicht der Batterie und das Fehlen von Motorgeräuschen sind für viele Enthusiasten ein Hindernis. Das schlägt sich in enttäuschenden Verkaufszahlen nieder.

Die aktuelle A110 beweist es

Die aktuelle Alpine A110 ist das perfekte Beispiel dafür, warum ein Benzinmotor in einem Sportwagen so gut funktioniert. Der turboaufgeladene Vierzylinder im Heck ist mit 252 bis 300 PS nicht der stärkste, aber sein geringes Gewicht von rund 1.100 Kilo macht die A110 zu einem der mitreißendsten Sportwagen, die Sie kaufen können.

In Vergleichstests gewinnt der A110 regelmäßig gegen schwerere und teurere Konkurrenten wie den Lotus Emira. Das Geheimnis liegt in der Balance zwischen Gewicht, Leistung und Fahrwerk. Genau dieses Gleichgewicht gerät unter Druck, wenn Sie ein schweres Akkupaket hineinhängen.

Wird die Benzinversion in die Niederlande kommen?

Hier sollten wir eine Randbemerkung machen. Krief betont, dass zwar an einem Verbrennungsmotor gearbeitet wird, dies aber „nicht zwangsläufig bedeutet, dass diese Version tatsächlich kommen wird.“ Vor allem die strengen europäischen CO₂-Vorschriften könnten dem einen Strich durch die Rechnung machen.

Das Szenario, dass Alpine die Benzinversion ausschließlich auf Märkten außerhalb Europas anbietet – denken Sie an den Nahen Osten oder Asien – ist real. „Im Moment konzentrieren wir uns auf Europa, aber wenn ein Kraftstoffmodell auf anderen Märkten Chancen bietet, können wir sie nutzen“, sagte Krief.

Für den niederländischen Markt bedeutet dies, dass der elektrische A110 vorerst die wahrscheinlichste Option bleibt. Übrigens könnte ein elektrischer A110 angesichts der aktuellen Regeln für zusätzliche Steuersätze für Elektroautos als Leasingfahrzeug für Unternehmen recht interessant sein. Der aktuelle A110 ist mit Preisen ab etwa 70.000 € gelistet und kann bei einer Handvoll niederländischer Händler bestellt werden.

Neue Karosserievarianten

Neben dem regulären Coupé arbeitet Alpine auch an einer Spider-Version und einer 2+2 Variante der neuen A110. Letzteres ist interessant: eine viersitzige Alpine haben wir schon seit Jahren nicht mehr gesehen. Damit stünde Alpine in direkter Konkurrenz zu Autos wie dem Porsche 718 Cayman – sollte dieser überhaupt einen Nachfolger bekommen.

Abwartend, aber hoffnungsvoll

Offensichtlich hält sich Alpine alle Optionen offen. Die EV-Version kommt sowieso, der Benzinmotor ist auf dem Reißbrett, und die Plattform ist flexibel genug für beide Antriebsarten. Ob wir in den Niederlanden am Ende die Wahl haben, hängt von den Vorschriften und den Marktbedingungen ab. Aber die Tatsache, dass Alpine überhaupt bereit ist, den Kurs zu ändern, ist ermutigend.