Umfrage: Ist die lange Urlaubsfahrt immer noch Männersache?
Junge Menschen durchbrechen das Muster
In mehr als sechs von 10 Fällen fahren Männer die Urlaubsreise, zeigt die Umfrage. Nur einer von acht Urlaubsfahrern ist eine Frau, die für die langen Kilometer verantwortlich ist. Dennoch beginnt sich etwas zu ändern. Twenty-somethings wechseln sich häufiger ab: Bei einem Drittel der Paare wird das Lenkrad gerecht geteilt.
Die Hälfte der jungen Männer fährt immer noch die meisten Kilometer, aber deutlich weniger als in den älteren Generationen. Und bemerkenswerterweise sind es gerade die über 70-Jährigen, bei denen sich die Rollen manchmal komplett umkehren: Hier sehen Sie häufiger Frauen als alleinige Fahrer.
Nicht die Kinder
Kinder scheinen wenig Einfluss zu haben. Tatsächlich fahren Männer sogar eher, wenn keine Kinder im Auto sind. Wenn Kinder auf dem Rücksitz sitzen, übernehmen eher Frauen das Steuer. Das alte Klischee, dass Mütter sich nur mit Spielzeug und Sandwiches beschäftigen, während der Vater fährt, ist also nicht zutreffend.
Selbstvertrauen und Kontrolle
Was dann? Gewohnheiten und Gefühle. Frauen sagen, dass sie sich eher unsicher fühlen, wenn sie im Ausland Auto fahren, insbesondere wenn ihr Fahrstil kritisiert wird. Männer hingegen sagen, dass sie gerne die Kontrolle haben. Das erklärt, warum die Rollenverteilung so hartnäckig bleibt.
Der bessere Fahrer?
Das soll übrigens nicht heißen, dass Männer die sichereren Fahrer sind. Verkehrsstatistiken zeigen seit Jahren, dass sie eher in schwere Unfälle verwickelt sind. Sie fahren mehr, gehen aber auch mehr Risiken ein. Die ‚logische‘ Rollenverteilung ist also alles andere als offensichtlich.
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