Toyota hat es wieder einmal geschafft: Sie wollen diesen neuen kleinen Land Cruiser, richtig?
Bohren
Jahrelang hatte Toyota das Image von soliden, aber etwas braven Autos. Bis der oberste Manager vor ein paar Jahren versprach, dass die Marke nie wieder „langweilige Autos“ bauen würde – und das war kein leeres Versprechen. Heute hat Toyota insgeheim eine der schrulligsten Modellreihen der Branche. Vom verrückten GR Yaris über den Supra, den (kürzlich verschwundenen) GT86, den futuristischen Mirai und natürlich den unverwüstlichen Land Cruiser. Und letzterer bekommt jetzt einen kompakten Bruder: den Land Cruiser FJ. Eine kleinere, verspieltere Version des legendären Geländewagens.

Kleiner Bruder mit großen Ambitionen
Der FJ ist das neueste Mitglied der Land Cruiser-Familie, zu der inzwischen Schwergewichte wie der 300, der 250 und die Ur-70er-Serie gehören. Während diese Modelle vor allem groß und imposant sind, wählt der FJ einen anderen Weg: kürzer, leichter und wendiger. Mit einer Länge von 4,57 Metern und einem Radstand von 2,58 Metern ist er fast ein „Land Cruiser im Taschenformat“.

Nostalgie
Was das Design betrifft, so ist der FJ eine reizvolle Mischung aus Nostalgie und Modernität. Mit seinen kantigen Formen, den kontrastierenden Farben und den runden Scheinwerfern greift Toyota eindeutig auf die DNA des früheren FJ Cruiser zurück. Dennoch ist alles schlank und modern, mit LED-Lichtern, einem coolen Kühlergrill und natürlich optionalen Extras wie einem Schnorchel, einem Dachgepäckträger und Geländereifen. Es sind sogar zwei Gesichter erhältlich: eine Retro-Version mit runden Scheinwerfern und eine modernere Front mit C-förmigen Lichteinheiten.

Kein elektrischer Antriebsstrang
Anders als Sie es von einem neuen Toyota Modell erwarten würden, ist der FJ weder ein EV noch ein Hybrid. Unter der Motorhaube steckt ein 2,7-Liter-Vierzylinder-Benzinmotor mit 163 PS und 246 Nm, der mit einem Sechsgang-Automatikgetriebe und Allradantrieb gekoppelt ist. Einfach, zuverlässig und langlebig – genau das, was Sie von einem Land Cruiser erwarten. Er teilt sich die IMV-Plattform mit dem Hilux, ist aber kürzer und schmaler, was ihn wendiger macht. Toyota verspricht eine hervorragende Geländegängigkeit, obwohl die genauen Neigungs- und Fahrwinkel noch nicht bekannt gegeben wurden.

Innere
Innen strahlt der FJ die gleiche robuste Schlichtheit aus wie sein Äußeres. Das kantige Armaturenbrett wirkt funktional und robust, bietet aber auch Platz für moderne Technik. So verfügt der Wagen über ein digitales Kombiinstrument, einen großen Infotainment-Bildschirm und die neuesten Safety Sense Systeme von Toyota. Die Materialien sind robust und dafür gedacht, auch mal einen Spritzer Schlamm zu überstehen.

Erst Asien, dann vielleicht mehr
Toyota wird mit der Produktion des Land Cruiser FJ in Thailand beginnen und ihn Mitte 2026 in Japan einführen. Der Fokus liegt zunächst auf Asien, dem Nahen Osten und Südamerika. Laut Chefingenieur Masaya Uchiyama ist der kompakte FJ nicht für den US-amerikanischen oder europäischen Markt bestimmt – „zu klein“, wie er selbst sagt. Dennoch wird in europäischen Kreisen bereits über eine mögliche Hybridvariante geflüstert, die eine Chance auf eine Markteinführung in Europa hat. Hoffen wir es.
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