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Schnäppchenjäger aufgepasst: Northvolt ist bankrott und alles kommt unter den Hammer

Mai 27, 2025

Weltherrschaft

Batterien stecken in fast allem, was wir benutzen. In Telefonen, Smartwatches, Elektroautos – was immer Sie wollen. Wer also die Produktion von Batterien kontrolliert, hat Macht. Und diese Macht liegt derzeit hauptsächlich bei China, das für etwa 70 Prozent der weltweiten Produktion verantwortlich ist. Der Rest kommt aus Japan (Panasonic) und Südkorea (LG, Samsung). Europa? Das muss erst noch in Schwung kommen. Um das zu ändern, wurde 2016 Northvolt gegründet. Ein schwedisches Unternehmen, das von zwei ehemaligen Tesla-Führungskräften gegründet wurde: Peter Carlsson und Paolo Cerruti. Seine Mission: Europa von den asiatischen Batteriegiganten unabhängig zu machen. Northvolt sollte der größte Batteriehersteller Europas werden.

Gigafactory

In Nordschweden entstand Northvolt Ett – eine Gigafactory, wie man sie bei Tesla auch nennt. Mit einer geplanten Produktionskapazität von 60 GWh pro Jahr und einer Energieversorgung durch Wasser- und Windkraft sollte es das Batteriezentrum Europas werden. Ende 2021 liefen die ersten Batterien vom Band. Große Kunden wie Volkswagen, BMW, Volvo, Polestar und Scania stiegen ein. Investoren pumpten Milliarden von Euro in das Unternehmen. Doch die Produktion kam nie richtig in Schwung. Die Lieferprobleme häuften sich und die Kunden zogen sich zurück. Nur Scania blieb übrig. Im Frühjahr 2025 fiel der letzte Vorhang: Northvolt wurde für bankrott erklärt. Das Werk läuft jetzt noch mit begrenzter Kapazität, und rund 1.700 Mitarbeiter helfen beim Abbau – bis auch sie bald gehen.

Die Partie geht in den Verkauf

Und jetzt? Jetzt steht die gesamte Fabrik zum Verkauf. In der Tat: alles kommt unter den Hammer. Die Ausrüstung, die für die Erweiterung des Werks vorgesehen war – Pumpen, Rohrsysteme, Transformatoren, Schaltschränke – steht zum Verkauf bereit. Vieles ist noch brandneu und sogar unbenutzt. Einige Geräte sind noch originalverpackt.

Um Käufer anzulocken, bietet das Auktionshaus PS Auction eine 3D-Tour an. Damit können Interessenten virtuell durch die Fabrik gehen und die Geräte im Detail sehen. Das macht auch Spaß, wenn Sie absolut keine Ahnung haben, was Sie da sehen, glauben Sie uns.

Holen Sie sich ein Stück des europäischen Traums in Ihr Zuhause?

Sie haben also schon immer von einem FP Crystallizer (wir wissen auch nicht, was das ist) oder einer ganzen Produktionslinie zur Anodenbeschichtung geträumt – einem System, das Anodenmaterial mit äußerster Präzision auf Kupferfolie aufträgt? Dann ist dies Ihre Chance! Das sogenannte Robot Rack (klingt cool!) sucht ebenfalls einen neuen Besitzer. Dabei handelt es sich um einen vollautomatischen Hochregalschrank von Siemens, der mit extrem ausgeklügelten Steuerungen ausgestattet ist. Wenn Sie also das coolste Bücherregal Europas haben wollen: Machen Sie sich auf den Weg. Auf dieser Website können Sie es sich genauer ansehen und eine 3D-Tour machen.

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