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Inflation auf Rädern: So viel teurer ist Ihre Autoversicherung in vier Jahren geworden

Oktober 22, 2025

Haftpflichtversicherung

Die Website Geld.nl hat die Entwicklung der Kfz-Versicherungsprämien seit 2022 aufgezeichnet. Nach ihren Zahlen zahlen Sie heute im Durchschnitt 35 Prozent mehr Prämie für die Haftpflichtversicherung als noch vor vier Jahren. Die bloße WA-Versicherung – die nur Schäden an anderen abdeckt – kostet jetzt fast 100 Euro pro Monat. 99,37 Euro, um genau zu sein. Im Jahr 2022 lag die durchschnittliche WA-Prämie noch bei 73,39 Euro pro Monat. Damit ist die Haftpflichtversicherung der größte Aufsteiger unter den Versicherungsformen. Die Vollkaskoversicherung wurde im gleichen Zeitraum um durchschnittlich 24 Prozent teurer, während die Kfz-Haftpflichtversicherung (WA+) mit einem Anstieg von 19 Prozent relativ stabil blieb.

Personenschäden und teurere Reparaturen treiben die Preise in die Höhe

Laut der Studie liegen die Ursachen vor allem in den steigenden Kosten pro Schadensfall. Denken Sie an die zunehmende Komplexität von Autoreparaturen und die steigenden Leistungen bei Personenschäden. Autos sind technisch immer komplexer geworden, mit mehr Sensoren und elektronischen Komponenten. Hinzu kommt, dass langfristige Personenschäden – teilweise aufgrund der Inflation – für die Versicherer immer teurer werden. Solche Ansprüche ziehen sich oft über Jahre hin und wirken sich direkt auf die Prämien aus.

Junge Menschen heben den Durchschnitt

Interessanterweise ist die Haftpflichtversicherung nicht nur die billigste in Bezug auf den Versicherungsschutz, sondern inzwischen auch die teuerste in Bezug auf die durchschnittliche monatliche Prämie. Das scheint widersprüchlich, hat aber eine logische Erklärung. Viele junge Fahrer entscheiden sich für die Haftpflichtvariante, weil die Vollkaskoversicherung für sie einfach zu teuer ist. Sie haben wenig Fahrpraxis, wenige schadenfreie Jahre und daher wenig Schadenfreiheitsrabatt. Infolgedessen zahlen sie erheblich mehr pro Monat, was den Durchschnittsbetrag in die Höhe treibt.

End-30er zahlen den höchsten Preis

Die Prämienerhöhung trifft nicht alle Altersgruppen gleichermaßen. Autofahrer im Alter von 35-39 Jahren sind am stärksten betroffen: Ihre monatliche Prämie steigt von 57,47 Euro im Jahr 2022 auf 83,51 Euro im Jahr 2025 – ein Anstieg um 45 Prozent. Auch für junge Fahrer (18-20 Jahre) stiegen die Prämien stark an, im Durchschnitt um 39 Prozent. Nur die über 50-Jährigen kamen etwas glimpflicher davon: Ihre Prämien stiegen um etwa 25 Prozent.

Der Aufwärtstrend scheint nicht vorbei zu sein

Die Versicherer rechnen nicht damit, dass die Prämien in nächster Zeit sinken werden. Die steigenden Kosten für Autoreparaturen, teurere Elektronik und die Zunahme schwerer Elektroautos drücken zunehmend auf die Margen. Außerdem steigen die Schadensersatzansprüche und die Reparaturkosten weiter an.

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