Geschwindigkeitsübertretungen im Urlaub: In diesen Ländern drohen hohe Geldstrafen oder der Verlust des Führerscheins
Geldbußen in der Schweiz
In den Niederlanden halten wir die Bußgelder für saftig, aber das wird von einigen europäischen Ländern in den Schatten gestellt, wie eine Umfrage der Website wegenvignetten.nl ergeben hat. Nehmen Sie zum Beispiel die Schweiz. In dem Alpenland sind die Beträge in der Tat einkommensabhängig, sobald Sie außerhalb geschlossener Ortschaften schneller als 25 km/h fahren. Verdienen Sie gut? Dann zahlen Sie auch gut. In extremen Fällen wurden sogar schon Bußgelder von mehreren zehntausend Euro an extrem reiche Raser verhängt. Die Schweiz ist also nicht das Land, in dem man den Tempomat einfach auf 140 stellt.
Frankreich, Italien, Kroatien
In den südeuropäischen Ländern ist das System etwas einfacher – und, gelinde gesagt, auffällig. Ob Sie nun 10 oder 40 km/h zu schnell gefahren sind, in Ländern wie Frankreich, Italien, Kroatien und Luxemburg zahlen Sie in vielen Fällen einfach den gleichen Betrag. Bei größeren Verstößen drohen jedoch zusätzliche Strafen wie Punkte auf Ihrem Führerschein oder die Beschlagnahme Ihres Führerscheins. Das Risiko einer plötzlichen Urlaubsunterbrechung bleibt also bestehen.
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Niederländer sind auch ‚Punktezähler‘
Und wer glaubt, dass ausländische Punkte auf dem Führerschein für niederländische Staatsangehörige nicht gelten, sieht sich getäuscht. Selbst als niederländischer Autofahrer können Sie in Ländern wie Deutschland oder der Schweiz vorübergehend mit einem Fahrverbot belegt werden. Wenn Sie mehrere Verstöße anhäufen – oder bereits eine Vorgeschichte auf europäischen Straßen haben – könnten Sie für Monate auf den Straßen unerwünscht sein.
Ermäßigungen auf Geldbußen
Ein Pluspunkt also? In vielen Ländern erhalten Sie einen Rabatt, wenn Sie schnell zahlen. In Frankreich sinkt ein Bußgeld von 135 Euro auf 90 Euro, wenn Sie innerhalb von zwei Wochen zahlen. In Italien erhalten Sie einen Rabatt von 30 Prozent, wenn Sie innerhalb von fünf Tagen zahlen. Und Spanien geht noch einen Schritt weiter: Wer schnell zahlt, zahlt oft nur die Hälfte.
Belgien: Telefonieren beim Fahren?
Das härteste Vorgehen gegen das Telefonieren am Steuer kommt aus einem unerwarteten Land: Belgien. Dort müssen Sie seit kurzem nicht nur 174 Euro Strafe zahlen, wenn Sie beim Autofahren mit dem Telefon in der Hand erwischt werden – Sie verlieren auch Ihren Führerschein für 15 Tage. Auch als Niederländer. Täuschen Sie sich nicht: Die belgische Polizei führt strenge Kontrollen durch und zieht sie auch durch. In Deutschland und Österreich sind es ’nur‘ 100 Euro für dasselbe Vergehen.
Siehe auch: Reportage: Hochsommerurlaub in Südfrankreich mit dem am schnellsten aufladbaren Elektroauto
