Auf einer Autoreise nach Italien: Darauf müssen Sie wirklich achten
Verkehrsregeln
Die italienischen Verkehrsregeln sind den niederländischen auf den ersten Blick recht ähnlich. Sie fahren dort rechts, die Geschwindigkeitsbegrenzungen sind einigermaßen klar und auch dort gilt: kein Telefonieren hinter dem Steuer. Aber beachten Sie die folgenden Unterschiede:
- Geschwindigkeit: Auf Autobahnen in Italien sind normalerweise 130 km/h erlaubt, sofern nichts anderes angegeben ist. Bei Regen oder schlechter Sicht sinkt diese Geschwindigkeit auf 110 km/h.
- Blitzer: Italien ist bekannt für seine kaum sichtbaren Blitzer. Übrigens: Heutzutage werden die Bußgelder oft direkt in die Niederlande überwiesen.
- Warnweste und Warndreieck: müssen Sie in Ihrem Auto mitführen. Wenn Sie sie bei einer Kontrolle nicht dabei haben, riskieren Sie ein Bußgeld.
- Kinder: Kinder unter 1,50 m müssen in einem zugelassenen Kindersitz sitzen.
Mautstraßen in Italien
Wer Italien sagt, sagt auch Autostrade. Das Land verfügt über ein ausgedehntes Netz von mautpflichtigen Straßen(strade a pedaggio), die gut gewartet, aber teuer sind. Sie zahlen Mautgebühren pro Strecke, die sich beträchtlich summieren können, wenn Sie ganz in den Süden fahren.
Und so funktioniert es:
- Wenn Sie eine mautpflichtige Straße befahren, nehmen Sie ein Ticket.
- Wenn Sie die Mautstraße verlassen, stecken Sie dasselbe Ticket in den Kassenautomaten.
- Sie zahlen mit Bargeld, Lastschrift oder Kreditkarte.
- Manchmal gibt es separate Fahrspuren für Personen mit einem Telepass, einer elektronischen Mautplakette für Einheimische. Diese Spuren sollten Sie also meiden, wenn Sie ohne Plakette fahren.
Möchten Sie einen Anhaltspunkt für die Kosten? Eine Fahrt von Mailand nach Rom kostet mit einem durchschnittlichen Pkw etwa 40 € an Mautgebühren. Vergessen Sie nicht die Benzinkosten und eventuelle Vignetten in anderen Ländern.
Umweltplaketten und Umweltzonen
Immer mehr italienische Städte haben sogenannte ZTL-Zonen(Zona a Traffico Limitato). Dabei handelt es sich um autofreie Zonen, in denen Sie nicht fahren dürfen, in der Regel in historischen Stadtzentren wie Florenz, Rom, Bologna oder Pisa.
Was Sie über ZTL-Zonen wissen müssen:
- Sie sind normalerweise nur für Anwohner, Taxis und Notdienste zugänglich.
- Die Zonen werden streng mit Kameras kontrolliert. Sie werden sofort geblitzt, wenn Sie sie illegal befahren.
- Die Bußgelder reichen von 70 € bis über 100 € und werden auch ordentlich in die Niederlande überwiesen – inklusive Verwaltungsgebühren.
Sie brauchen keine Umweltplakette wie in Deutschland oder Frankreich, aber Sie müssen aufpassen, wenn Sie in eine ZTL einfahren. Tipp: Stellen Sie Ihre Navigation auf ‚ZTL vermeiden‘ ein oder verwenden Sie eine App wie Waze, die diese Zonen erkennt.
Parken in Italien
Die Parkregeln in Italien können verwirrend sein, aber es hilft, wenn Sie wissen, was die farbigen Linien auf der Straße bedeuten:
- Weiß: kostenlose Parkplätze (selten, aber es gibt sie).
- Blau: kostenpflichtige Parkplätze.
- Gelb: reserviert für Genehmigungsinhaber oder bestimmte Fahrzeuge (d.h. kein Parken).
Achten Sie auch auf Schilder mit Einschränkungen an Markttagen oder bei der Reinigung: Wenn Sie an einem Dienstagabend nichtsahnend parken, könnte Ihr Auto am Mittwochmorgen auf dem Abschleppwagen oder hinter einem Marktstand stehen.
Obligatorisch im Auto
Neben der bereits erwähnten Warnweste und dem Warndreieck müssen Sie in Italien auch Folgendes mit sich führen:
- Einen gültigen Führerschein (ein europäischer Führerschein ist ausreichend).
- Die Zulassungsbescheinigung des Fahrzeugs.
- Eine grüne Karte (nicht obligatorisch, aber nützlich im Falle eines Schadens).
Das Fahren mit Flip-Flops oder nackten Füßen ist zwar nicht offiziell verboten, wird aber nicht empfohlen. Sollten Sie jedoch in einen Unfall verwickelt sein, kann dies bei der Beurteilung Ihrer Haftung eine Rolle spielen.
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