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Gesichtet: ein Lexus LFA

Juli 28, 2023

Wer an Toyota oder Lexus denkt, denkt vielleicht nicht sofort an Supercars. Sicherlich nicht vor über einem Jahrzehnt. Doch 2010 präsentierte Lexus den LFA, einen reinrassigen Supersportwagen, der mit äußerster Präzision entwickelt wurde, wie wir es von der Marke gewohnt sind. Bei seiner Einführung war der Lexus LFA nach dem Lexus IS F das zweite Modell unter dem damals noch recht neuen sportlichen F-Label von Lexus. Als solches war es das absolute Aushängeschild der Marke.

Lexus LFA: Zehn Jahre Entwicklung

Der Lexus LFA wurde also nicht über Nacht entwickelt. Im Gegenteil, die Entwicklung begann bereits im Jahr 2000. Der erste fahrbare Prototyp war 2003 fertig, aber es folgten sieben weitere Jahre der absoluten Jagd nach Perfektion. Erst 2010 war Lexus der Meinung, dass das Auto gut genug war, um in Produktion zu gehen.

Lexus LFA Produktion

Auch diese Produktion war nicht irgendeine Produktion. Nur die so genannten Takumi durften an dem Auto arbeiten. Die Takumi sind die erfahrensten Kunsthandwerker der Marke. Die Motoren wurden vollständig von Hand gebaut und mit einem Typenschild mit der Unterschrift des Erbauers gekrönt. Das Team von Takumi baute einen Lexus LFA pro Arbeitstag. Wie Sie sich vorstellen können, schränkt dies die Produktionskapazität ein. In dem zweijährigen Produktionszeitraum verließen nur 500 Einheiten das Werk.

4,8-Liter-V10

Apropos Motor: Unter der Haube steckt ein 4,8-Liter-V10, der in Zusammenarbeit mit Yamaha-Spezialisten entwickelt wurde. Die Leistung betrug 412 kW (560 PS), mit dem Nürburgring-Paket sogar 420 kW (571 PS). Der Motor trieb die Hinterräder über ein sequentielles Sechsgang-Automatikgetriebe an, das auf der Hinterachse montiert war, d. h. ein Transaxle-Getriebe. Er erreicht 100 km/h in 3,7 Sekunden und die Höchstgeschwindigkeit beträgt 325 km/h. Mehr über den Lexus LFA können Sie hier lesen.

Das gefleckte Exemplar

Die Chancen, einen Lexus LFA in freier Wildbahn anzutreffen, sind ohnehin gering, schon gar nicht in den Niederlanden. Doch unser Kollege Bart fand einen bei Louwman & Parqui, dem offiziellen Importeur von Toyota und Lexus. Übrigens handelt es sich nicht um ein Auto von Louwman selbst, sondern um einen LFA in Privatbesitz.

Dieser Lexus LFA wurde 2014 erstmals offiziell zugelassen. Da die Produktion des LFA Ende 2012 eingestellt wurde, muss er also schon eine Weile irgendwo ohne Zulassung gewesen sein. Nur eine Woche nach der ersten internationalen Zulassung erhielt dieser LFA ein niederländisches Nummernschild. Es befindet sich auch noch bei dem Eigentümer, der es eingeführt hat, oder zumindest bei der Person, die es unmittelbar nach der Einfuhr angemeldet hat.

Einer von drei Lexus LFA in den Niederlanden

Es überrascht nicht, dass der Lexus LFA in den Niederlanden ein ziemlich seltenes Auto ist. Laut dem Register gibt es in den Niederlanden nur drei Exemplare. Ein originales niederländisches (ein schwarzes aus dem Jahr 2013), ein importiertes (d.h. dieses) und eines aus dem Jahr 2013 mit sogenannter „Blanko“-Zulassung. Dies ist eine Registriernummer, die vom RDW beantragt und vergeben wurde, aber noch nicht registriert ist. So mussten auch die anderen niederländischen LFAs eine Weile auf ihre Erstzulassung nach der Produktion warten.