Auto Nachrichten Autotests

Rückblick – Mercedes-Benz A-Klasse 2023, was gibt es Neues?

April 14, 2023

Mercedes-Benz A-Klasse 2023

In diesem Testbericht zur Mercedes-Benz A-Klasse werfen wir einen genaueren Blick auf die Neuerungen, die der deutsche Automobilhersteller an seinem Einstiegsmodell vorgenommen hat. Schließlich ist und bleibt die A-Klasse das Einstiegsmodell der Marke. Kein billiges Einstiegsauto übrigens, denn die Preise für die A-Klasse beginnen bei 42.893 Euro für die Schrägheckversion. Wie gewohnt liefert Mercedes-Benz die A-Klasse auch als Limousine. Dieser hat einen Startpreis von knapp 46.000 €. Der gefahrene A 180 Limousine AMG Line kommt sogar auf 54.607 Euro inklusive aller Optionen. Hinweis: Dies ist dann immer noch die „Basismotorisierung“.

Am wenigsten leistungsstarker Antriebsstrang

Umso interessanter ist dieser Bericht, denn kann man mit dem leistungsschwächsten Antriebsstrang leben? In diesem Testbericht zur Mercedes-Benz A-Klasse geben wir die Antwort. Natürlich möchten Sie zunächst mehr über die Veränderungen erfahren, die die Marke vorgenommen hat. Die einfache Frage lautet also: Was ist neu?

Mercedes-Benz A-Klasse 2023

Anpassungen A-Klasse 2023

Mercedes-Benz setzt unter anderem auf eine überarbeitete Frontpartie mit einer neuen Motorhaube mit zwei Powerdomes“, einem veränderten vorderen Stoßfänger, einem aktualisierten Kühlergrill mit Sternmuster und schmaleren Scheinwerfern (optional mit LED-Technik). Am Heck fällt der neue Heckdiffusor auf, ebenso wie die serienmäßigen LED-Rückleuchten.

Wie bei einem Facelift üblich, zaubert eine Automarke auch neue Räder und Karosseriefarben aus dem Zylinderhut. Das gilt auch für die A-Klasse. Es gibt vier neue Raddesigns in Größen bis zu 19 Zoll, darunter die optionalen hochglanzschwarzen Leichtmetallräder im Vielspeichen-Design mit hochglänzendem Felgenhorn für die AMG Line.

Mercedes-Benz A-Klasse 2023

Innenraum Mercedes-Benz A-Klasse

Weiter geht es mit der Innenausstattung. Die Mercedes-Benz A-Klasse 2023 verfügt jetzt serienmäßig über ein freistehendes 7-Zoll-Doppeldisplay und das größere 10,25-Zoll-Display in der Mitte. Zwei 10,25-Zoll-Displays sind optional erhältlich, so auch bei diesem Fahrzeug. Das grundlegende Design des Armaturenbretts ist gleich geblieben. So entdecken wir noch runde Luftauslässe im Turbinenlook, eine Hommage an die Welt der Luftfahrt. Nachts sorgt die stimmungsvolle Beleuchtung für ein angenehmes Ambiente.

Hochglänzender schwarzer Kunststoff

Mercedes-Benz bleibt jedoch bei einer Fülle von schwarzem Hochglanz-Kunststoff. Das ist anfällig für Staub, fettige Finger und Kratzer. Bei tief stehender Sonne reflektiert sie zudem enorm. Das sollte man bedenken.

Mercedes-Benz A-Klasse 2023

Neues Lenkrad

Die A-Klasse erhält außerdem das neu gestaltete Lenkrad der aktuellen Lenkradgeneration, das serienmäßig mit Nappaleder bezogen ist. Dieses Lenkrad liegt gut in der Hand, aber auch hier verwendet die Marke viel schwarzes Hochglanzfinish in Kombination mit Wipptasten. Dies erfordert regelmäßiges Zähneputzen. Außerdem setzt sich zwischen den beiden Speichen mit integrierten Tasten schnell Schmutz fest. Das Lenkrad hängt übrigens von der gewählten Version ab.

Auf Wiedersehen Touchpad

In Sachen Bedienungskomfort scheint die A-Klasse einen Schritt zurück zu machen. Das Touchpad auf der Mittelkonsole gehört nämlich der Vergangenheit an. Die Bedienung erfolgt nun vollständig über den Touchscreen, auch während der Fahrt. Oder über die Wisch-Tasten in der rechten oberen Speiche des Lenkrads. Aber ganz vorsichtig: Letzteres funktioniert nicht. Natürlich kann man viel von dem persönlichen Assistenten „Hey Mercedes“ verlangen, aber oft muss man in das System eintauchen. Manchmal wird die Assistentin auch aus dem Nichts lebendig und man muss sich ganz schön anstrengen, um sie zum Schweigen zu bringen. Das zentrale Display mit Touchscreen bietet alle bekannten Funktionen wie Navigation, Medien, Telefon, Fahrzeug etc. Glücklicherweise ist die neueste Generation von MBUX recht einfach zu bedienen und lernfähig.

Mercedes-Benz A-Klasse 2023

Personalisierung von Anzeigen

Ein Kompliment geht an Mercedes-Benz für die individuell gestaltbaren Anzeigen der digitalen Instrumententafel. Es stehen mehrere Themen zur Auswahl. Sogar das Head-up-Display (optional) kann mit verschiedenen Motiven individuell gestaltet werden. Neben üppigen Themen mit einer Fülle von Farben und Informationen gibt es auch eine minimalistische Anzeige, die sich auf die Geschwindigkeit beschränkt. Viele weitere Marken könnten davon lernen. Die Sitze sind recht kompakt und schmal. Probieren Sie also aus, ob sie Ihnen gefallen.

Reichhaltige Standardausstattung

Die A-Klasse verfügt serienmäßig über eine reichhaltige Ausstattung, die unter anderem eine praktische Rückfahrkamera, das USB-Paket und ein mit Nappaleder bezogenes Lenkrad umfasst. Aus der Ausstattungslinie Progressive erhalten die Kunden serienmäßig LED-Scheinwerfer, einen Sitz mit Lendenwirbelstütze, das Parkpaket und das Spiegelpaket. Die Konnektivität zu Smartphones ist natürlich über Apple Carplay oder Android Auto Wireless möglich, und ein zusätzlicher USB-C-Anschluss wurde für weitere Konnektivität hinzugefügt. Auch die USB-Ladekapazität wurde erneut erhöht.

Antriebe A-Klasse 2023

Die gesamte Benzinmotorenpalette ist elektrifiziert und umfasst Vierzylinder mit serienmäßiger Sieben- oder Achtgang-DCT-Automatik. Als Mild-Hybride sind sie mit einem zusätzlichen 48-V-Bordnetz mit 10 kW mehr Leistung ausgestattet, um die Beschleunigung zu unterstützen. Der neue riemengetriebene Startergenerator (RSG) unterstützt den Benzinmotor beim Beschleunigen. Beim Starten beispielsweise sorgt der RSG für einen leiseren Start mit weniger Vibrationen als herkömmliche Anlasser. Darüber hinaus ermöglicht das System das „Segeln“ mit ausgeschaltetem Verbrennungsmotor bei gemächlichem Fahren. Beim Bremsen und Ausrollen erholt sich der RSG und versorgt so das 12-V-Bordnetz und die 48-V-Batterie. Die so gewonnene Energie kann zur Unterstützung des Verbrennungsmotors beim Beschleunigen genutzt werden.

Motorenpalette

Die Motorenpalette ist recht umfangreich. Wir fahren hier die Version mit Basismotor: die A 180 Limousine. Diese Motorvariante verfügt über einen 1.332-ccm-Vierzylinder mit einer Leistung von 136 PS (100 kW) und einem Drehmoment von 230 Nm, das durch das RSG um 14 PS (10 kW) gesteigert wird. Der Sprint von 0 auf 100 km/h dauert 9,3 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 216 km/h. Dies sind ausgezeichnete Zahlen für einen „Einsteiger“. Sie haben also nie das Gefühl, dass es Ihnen am A 180 an Leistung fehlt.

Weitere Motorvarianten sind der A 200 (163 PS), A 200 4Matic (163 PS), A 220 4Matic (190 PS), A 250 4Matic (224 PS), A 180d (116 PS), A 200 d (150 PS) und A 220d (190 PS). Für das Fließheck und die Limousine ist auch ein Plug-in-Hybrid erhältlich. Das ist der A 250 e mit einer Systemleistung von 218 PS und 450 Nm Drehmoment sowie einer Batteriekapazität von 15,6 kWh. Damit soll die PHEV-Variante rund 70 bis 80 Kilometer rein elektrisch fahren können.

Es gibt auch Raum für Sportsgeist. Mercedes-AMG liefert einen A 35 4Matic (306 PS) als Fließheck und Limousine. Nur die Schräghecklimousine kommt als Mercedes-AMG A 45 S 4Matic+ mit einer Leistung von 421 PS. Ein dickes Gerät. Aber auch dieser A 180 enttäuscht wirklich nicht. Er hat genug Leistung, um gut mit dem Verkehr mitzuhalten. Dank des elektrischen Boosts reagiert der Antriebsstrang auch sanft auf Drosseleingaben. Instinktiv fehlt es Ihnen also nie an Energie. Für einen Basismotor ist das das größte Kompliment. Auch die Siebengang-Automatik passt gut zum Charakter des 136 PS starken Benzinmotors. Geschmeidig und bequem.

Fazit Mercedes-Benz A-Klasse Test

Mercedes-Benz hat die A-Klasse in mehreren Punkten verbessert. Wir bezweifeln, dass sich die A-Klasse ergonomisch verbessert hat. Der Wegfall des Touchpads macht die Bedienung aller Systeme weniger intuitiv. Auch die Tasten am Lenkrad sind etwas gewöhnungsbedürftig. Tatsächlich gibt es bereits Hersteller, die nach anhaltender Kritik von Kunden auf Wisch-Tasten am Lenkrad verzichtet haben (Volkswagen). Vielleicht sollte Mercedes-Benz das Gleiche tun. Natürlich will das Auge etwas, aber das Design sollte der Praktikabilität nicht im Wege stehen. Aber wie bei so vielen Dingen im Leben, wird alles benutzt. An die Schattenseiten der A-Klasse kann man sich durchaus gewöhnen. Zum Glück hat das Auto auch einige Stärken, darunter ein sehr komfortables Fahrgefühl, eine angenehme Dämpfung, das stimmungsvolle Interieur und ein stilvolles Aussehen. Um das Ganze zu würzen, müssen Sie Ihr Portemonnaie zücken. Aber unterm Strich ist die A-Klasse ein sehr gutes Auto, das mit diesen Modifikationen noch ein paar Jahre halten kann.

Mercedes-Benz A-Klasse im Test – AutoRAI TV





Mercedes-Benz A-Klasse 2023











Mercedes-Benz A-Klasse 2023











Mercedes-Benz A-Klasse 2023



































Mercedes-Benz A-Klasse 2023


















































Mercedes-Benz A-Klasse 2023