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EVs mit Schaltgetriebe und Festkörperbatterien: Das sind Toyotas EV-Pläne

Juli 10, 2023

30 batterieelektrische Modelle

Um es gleich auf den Punkt zu bringen: Toyota glaubt nicht an die „Einheitsgröße für alle“. Deshalb werden bis 2030 bis zu 30 batterieelektrische Modelle eingeführt, darunter auch eine Erweiterung der bZ-Familie. Ab 2035 werden alle neuen Modelle, die in Westeuropa verkauft werden, vollelektrisch sein, sofern die Infrastruktur dies bis dahin zulässt. Auch die Fabriken müssen dann kohlenstoffneutral sein.

EVs auch mit Schaltgetriebe

Die Erweiterung der bZ-Palette umfasst einen mittelgroßen und einen sehr kompakten SUV. Außerdem wird es eine Mittelklasselimousine, einen großen SUV mit dritter Sitzreihe und vieles mehr geben. Toyota arbeitet auch an einem manuellen EV für eine spannende Mensch-Maschine-Interaktion. Lexus wird wahrscheinlich der erste sein, der von dieser Technologie profitiert. Wichtiges Detail: Mit dieser Technologie kann ein Elektroauto auch abgewürgt werden, wenn man die Kupplung zu ungeschickt betätigt.

Multi-Pfad-Ansatz

Die Speerspitze für Toyota ist das Toyota-Mobilitätskonzept, das aus drei Ansätzen besteht, die für seine Verwirklichung wesentlich sind. Bei der Elektrifizierung verfolgt Toyota einen „Multi-Pathway-Ansatz“, bei dem die Antriebsstränge speziell für eine Region optimiert werden. Im Bereich der Intelligenz wird Toyota nicht nur Fahrzeuge und Dienstleistungen entwickeln, sondern auch soziale Initiativen fördern, wie z. B. die experimentelle Woven City in Japan. Drittens wird sich Toyota noch stärker auf Produkte konzentrieren, die den Bedürfnissen der Gesellschaft entsprechen, wie Mobilität für alle und verschiedene Energieoptionen.













Neue Generation von Batterien

Ein wichtiger Bestandteil der Toyota-Strategie ist die Entwicklung einer neuen Generation von Batterien für seine Elektrofahrzeuge. Toyota arbeitet an leichten Festkörperbatterien, die eine hohe Energiedichte aufweisen und eine Reichweite von mehr als tausend Kilometern ermöglichen sollen. Außerdem enthalten Festkörperbatterien keine flüssigen Bestandteile, was sie nicht nur leichter als herkömmliche Batterien, sondern auch sicherer macht. Diese Batterien werden in Autos mit elegantem, aerodynamischem Design integriert, bei deren Gestaltung künstliche Intelligenz (KI) eine Rolle gespielt hat.

BEV-Fabrik und Wasserstoff-Fabrik

Die BEV Factory ist eine Organisation, die sich auf die Entwicklung und Produktion von batterieelektrischen Autos konzentriert und eine wichtige Rolle in Toyotas Plänen spielt. Spezielle Produktionsmethoden ermöglichen es Toyota, die Entwicklungskosten und die Gesamtinvestitionen in Fahrzeuge um die Hälfte zu senken.

Bis 2030 werden die Wasserstoffmärkte in Europa, China und Nordamerika bei weitem die größten sein. Es wird erwartet, dass der Brennstoffzellenmarkt die Schwelle von mehr als 3 Billionen Euro pro Jahr erreichen wird. Um auf die schnellen Veränderungen des Marktes zu reagieren, gründet Toyota eine weitere neue Organisation: Hydrogen Factory. Es wird sich ganz auf die Forschung und Entwicklung sowie die Produktion von Brennstoffzellen, insbesondere für den europäischen und chinesischen Markt, konzentrieren.

Wichtige Namen

Hiroki Nakajima, Executive Vice President und Chief Technology Officer bei Toyota, stellte diese strategischen Pläne für Elektrofahrzeuge vor. Takero Kato, Präsident der Toyota EV-Einheit BEV Factory, und Mitsumasa Yamagata, Präsident der Hydrogen Factory, sprachen ebenfalls über die Zukunft der Mobilität, EVs und Wasserstoff.