Verbrauchssteuer auf Kraftstoff im Jahr 2026: So viel Steuern zahlen Sie für Benzin, Diesel und Flüssiggas
Verbrauchssteuer pro Liter im Jahr 2026
Die Verbrauchssteuer ist ein fester Betrag pro Liter Kraftstoff. Im Jahr 2026 werden die folgenden Sätze gelten:
- Bleifreies Benzin: 84,47 Cent pro Liter
- Diesel: 55,23 Cent pro Liter
- Flüssiggas: 19,93 Cent pro Liter
Diese Beträge sind unabhängig vom tatsächlichen Pumpenpreis. Ob Öl nun billig oder teuer ist, die Verbrauchssteuer pro Liter bleibt gleich.
Mehrwertsteuer zusätzlich zum Kraftstoffpreis
Als ob die Verbrauchssteuer nicht genug wäre, erhebt die Regierung auch noch 21% Mehrwertsteuer auf den Gesamtpreis des Kraftstoffs. Hierin liegt ein wichtiges Detail: die Mehrwertsteuer wird ebenfalls auf die Verbrauchssteuer berechnet. Sie zahlen also Steuer auf Steuer. Da die Mehrwertsteuer ein Prozentsatz ist, bewegt sich der Betrag mit dem Benzinpreis. Wenn der Ölpreis steigt, erhöht sich nicht nur der Betrag für den Kraftstoff selbst, sondern auch der Mehrwertsteueranteil, den Sie zahlen.
Wie setzt sich der Kraftstoffpreis zusammen?
Nach Angaben von United Consumers setzt sich der Literpreis an der Zapfsäule grob aus mehreren Teilen zusammen. Etwa 38% des Preises bestehen aus den Produktionskosten. Dazu gehören der Kauf von Rohöl, die Raffination und der Transport. Dieser Teil schwankt am stärksten, da er stark von den Ölpreisen und geopolitischen Entwicklungen abhängt. Darüber hinaus sind etwa 9% des Gesamtbetrags Gewinn. Dieser Gewinn wird zwischen der Ölgesellschaft und dem Tankstellenbesitzer aufgeteilt. Dieser Anteil ist relativ gering, insbesondere im Vergleich zum Steueranteil. Der Rest des Literpreises besteht aus Verbrauchssteuer und Mehrwertsteuer. Die Steuern machen also bei weitem den größten Teil dessen aus, was Sie an der Zapfsäule bezahlen.

Ist Kraftstoff in den Niederlanden teuer?
Kurze Antwort: Ja, die Niederlande gehören strukturell zu den teuersten Ländern in Europa, wenn es um Kraftstoff geht. Das liegt nicht daran, dass Kraftstoff hier unbedingt teurer produziert wird, sondern vor allem an den hohen Verbrauchssteuern und der Mehrwertsteuer. In Ländern wie Deutschland, Luxemburg und Belgien sind die Verbrauchssteuern niedriger. Daher lohnt es sich für niederländische Autofahrer, die in Grenznähe wohnen, oft, dort zu tanken. Luxemburg ist seit Jahren ein bekanntes ‚Tankziel‘, insbesondere für Benzin und Diesel.
Relativ teuer
Solange die Niederlande an den hohen festen Verbrauchssteuern und der 21%igen Mehrwertsteuer festhalten, wird das Tanken hier relativ teuer bleiben, unabhängig davon, ob die Ölpreise steigen oder fallen. Für Sie als Autofahrer bedeutet das, dass die Preise an der Zapfsäule oft nur begrenzt sinken. Wenn der Ölpreis sinkt, bleibt der Steueranteil gleich. Steigt der Ölpreis, steigt die Mehrwertsteuer automatisch mit. Kraftstoff wird also auch im Jahr 2026 nicht nur aufgrund des Marktes, sondern vor allem aufgrund der Steuerpolitik ein Kostenfaktor bleiben.
