Silvretta Hochalpenstraße bleibt bis 2030 geschlossen
Viele Motorradfahrer lieben die 34 Haarnadelkurven der Silvretta Hochalpenstraße. Auf jeden Fall steht die 22,3 km lange Straße durch die Berge bei vielen von ihnen auf der Bucket List. Die beeindruckende Berglandschaft mit Blick auf den Piz Buin, mit 3.312 Metern der höchste Berg Vorarlbergs, fesselt die Fantasie und macht diese kurvenreiche Fahrt unvergesslich.
Herabfallende Felsen und Schlamm
Im Sommer 2024 wurde die beliebte Passstraße durch Steinschlag und Schlammlawinen blockiert. Aus Sicherheitsgründen wurde sie für den öffentlichen Verkehr gesperrt. Nach einem weiteren Zwischenfall im Juli 2025 wurde beschlossen, die Straße auch in der Sommersaison 2025 nicht zu öffnen.
Umleitung und Schutzbauten
Es gibt nun einen Aktionsplan, um die Silvretta Hochalpenstraße in den nächsten Jahren umfassend zu schützen. Dazu ist es erforderlich, die Straße neu zu verlegen und an mehreren Stellen Schutzbauten zu errichten. Dem Zeitplan zufolge wird die Silvretta Hochalpenstraße nach drei Bausaisons von 2027 bis 2029 im Sommer 2030 wieder für den öffentlichen Verkehr freigegeben.
Gebirgspassstraße zwischen Vorarlberg und Tirol
Die Silvretta Hochalpstraße liegt zwischen den österreichischen Bundesländern Vorarlberg und Tirol. Sie verbindet die Orte Partenen im Montafon und Galtür. Ihr höchster Punkt liegt auf 2.032 Metern über dem Meeresspiegel, die Bielerhöhe.
Historische Route
Der Bau der Alpenverbindung begann bereits 1938 beim Bau des Obervermuntwerks und des Silvretta-Stausees: als Baustraße zwischen Vermuntsee und Bielerhöhe. Ab 1947 setzten die Illwerke den Ausbau in Richtung obere Ill fort, einschließlich Brückenverbindungen vom Paznaun aus. Für den umfangreichen Bauverkehr wurde der historische Viehweg von der Bielerhöhe über Kleinvermunt nach Galtür zu einer Arbeitsstraße ausgebaut: So wurden die Grundlagen für den Osthang nach Tirol gelegt.

Der schwierigste Teil der Strecke zwischen Partenen und Vermunt fehlte noch bis 1951. Diese spektakuläre Straße wurde in umgekehrter Richtung mit einem riesigen Bagger, der zum Bau von Stauseen verwendet wurde, quer durch die steile Landschaft gebaut.

Dadurch entstand eine Durchgangsstraße von Partenen nach Galtür, die am 23. Juni 1954 für den öffentlichen Verkehr freigegeben wurde. Im Jahr 1961 wurde die Straße zu einer zweispurigen Straße verbreitert.
