Hyundai i10 Test (2020): Lohnt sich die Investition?

7 Mai 2021, 20:23  •  Tests  •  Door Robin Nieuwhof

Der Schein kann trügen. Der neue Hyundai i10 wirkt klein, aber von der Größe her unterscheidet er sich kaum von einem Hyundai Getz von vor über zehn Jahren. Und der Getz war ein Modell im B-Segment. Der i10 ist ein fünftüriges Schrägheck im A-Segment. Also größer, der neue Hyundai i10, aber per Definition auch besser? Wir werden es herausfinden.

A-Segment unter Druck

Das A-Segment steht unter Druck. Geringere (Händler-)Margen machen es den Herstellern schwer, ein Ertragsmodell für ein Auto im A-Segment aufzustellen. Außerdem ist es im A-Segment schwieriger, die CO2-Emissionen zu reduzieren, da der Einsatz von Hybridsystemen in A-Segment-Modellen recht teuer ist und die Autos verteuert. Und lassen Sie das A-Segment ein sehr preissensitives Segment sein, in dem jeder Euro zählt.

Hyundai i10

All diese Dinge führen zu Veränderungen im A-Segment. Der Opel KARL und der Ford Ka+ sind wegen zu hoher Emissionen ausgemustert worden, und das Trio aus Volkswagen Up, Seat Mii und Skoda Citigo wird elektrisch fahren, was einen höheren Preis bedeutet. Hyundai glaubt, dass es immer noch viele Leute gibt, die ein neues, erstes Auto für sagen wir 15.000 Euro mit einem normalen Benzinmotor unter der Haube suchen. Und so entwickelte Hyundai einen brandneuen i10. Sie liegt hier vor uns. Zeit, sich das Gerät genauer anzusehen.

I10 Konstruktion

Hyundai hat dem i10 unterschiedliche Proportionen gegeben. Die Räder wurden mehr an den Ecken platziert, die Dachlinie wurde um 20 mm abgesenkt und die Breite des i10 wurde um 20 mm erhöht. Tiefer und breiter also und automatisch härter. Um den robusten Charakter des i10 zu betonen, hat Hyundai sogar eine sportliche N-Line-Version mit auffälligen roten Details und einer spritzigen Antriebsquelle entwickelt: ein 1.0 T-GDi-Dreizylinder mit 100 PS und 172 Nm, den wir auch aus dem Kia Picanto GT-Line kennen. Diese N-Line-Version – eine Art Hot Hatchback light – kommt im Mai 2020 auf den Markt und wird voraussichtlich knapp über 19.000 Euro kosten.

Hyundai 1.0 MPi Motor

Hyundai hat für den i10 auch einen 1.2 MPI-Vierzylinder-Benzinmotor mit 84 PS und 118 Nm entwickelt, doch diese Motorvariante wird in den Niederlanden nicht verkauft werden. Der höhere CO2-Ausstoß macht diese Stromquelle für den niederländischen Markt uninteressant. Was werden wir also bekommen? Das ist ein 1.0 MPi Dreizylinder-Benzinmotor mit einer Leistung von 67 PS (49 kW) und 96 Nm Drehmoment. Der Gangwechsel kann mit einem manuellen Fünfgang-Getriebe oder einer robotisierten Version dieses Getriebes durchgeführt werden. Auf dem Papier ist das computergesteuerte Fünfgang-Getriebe natürlich eine Automatik. Was soll das alles kosten? Das werden wir in den nächsten Abschnitten herausfinden. Zunächst eine praktische Preisübersicht des Hyundai i10.

Preise Hyundai i10 1.0 MPi

5MT i-Drive – EUR 12 995
5MT Komfort – 14 995 Euro
5MT Premium – 16 795 Euro
5MT Comfort 5-Sitzer – 15 595 Euro
5AT Comfort 5-Sitzer – 16.795 Euro

Hyundai i10 Climatisation

Die Basisversion des i-Drive ist bereits ziemlich gut ausgestattet, inklusive Zentralverriegelung, Tempomat mit Geschwindigkeitsbegrenzer, elektrischen Fensterhebern vorne, Spurhalteassistent und mehr. Außer bei der Klimaanlage. Unserer Meinung nach unverzichtbar und ein Muss, allein schon wegen des Restwertes des i10. In der zweiten Ausstattungsstufe, dem Comfort, ist eine Klimaanlage enthalten. Dieser ist ab 14.995 € erhältlich, zwei Tausender mehr. Unser Rat: Entscheiden Sie sich zumindest für den Comfort. Außerdem bekommt der i10 ein 8-Zoll-Display mit Vorbereitung für Apple CarPlay und Android Auto, DAB+ Radio, Nebelscheinwerfer und getöntes Glas. Alles Dinge, die man sich von einem neuen Auto wünscht.

Hyundai i10 premium

Schließlich gibt es noch das Premium, das Topmodell. Dieser kostet 16.795 Euro und hat als Extras eine Rückfahrkamera, Klimaautomatik, Abbiegelicht, eine Induktionsladestation zum kabellosen Laden von Smartphones und Unterstützung für die Smartphone-App Bluelink, mit der Sie aus der Ferne den Zustand Ihres Autos prüfen, die Türen verriegeln und Ihr Auto finden können. Für die Niederlande ist die Comfort-Version am interessantesten, wobei sich die Mehrheit der Käufer für die manuelle Version entscheidet. Unserer Meinung nach die Version mit dem größten Fahrspaß.

Interieur und Sitze

Hyundai liefert den i10 serienmäßig mit vier Sitzen aus. Optional kann der i10 auch als Fünfsitzer ausgestattet werden, allerdings nur in der Ausstattungsvariante Comfort. Für den Fünfsitzer Comfort zahlen Sie 15.595 Euro. Die Automatikversion – eigentlich ein robotisiertes Schaltgetriebe – ist nur für den Comfort mit fünf Sitzen erhältlich und kostet 16.795 Euro, genauso viel wie der i10 Premium.

Nach all diesen Zahlen ist es Zeit, sich zu entspannen: Fahren! Während der Fahrt mit dem neuen Hyundai i10 fällt auf, dass man absolut nicht das Gefühl hat, ein Auto im A-Segment zu fahren. Das Raumgefühl ist für ein Auto des A-Segments großartig, sehr groß sogar. Überraschend ist auch das Platzangebot im Heck. Mit der vorhandenen Kopf- und Beinfreiheit ist der i10 sogar geräumiger als manche Autos im B-Segment. Gut gemacht von Hyundai. Der Kofferraum misst 252 Liter, reichlich für den Wocheneinkauf. Wenn gewünscht, können Sie die Rückenlehne für mehr Platz in zwei Teilen umklappen. Dadurch entsteht ein nahezu ebener Ladeboden.

Komfort Hyundai i10

Die Federung ist angenehm gedämpft. Der Komfort überwiegt, obwohl eine zusätzliche Schalldämmung in den Radkästen nicht schaden würde. Das käme der Ruhe an Bord zugute. Der neue i10 macht einen ausgereiften Eindruck. Es ist einfach ein erstklassiges Auto. Der 1.0 MPi muss schon ein wenig auf Touren gebracht werden, um das Tempo zu halten. Bei Überholvorgängen ist ein Herunterschalten erforderlich, um den gewünschten Gang zu erreichen. Außerdem ist die Kupplung ein wenig leicht. Das macht es etwas schwieriger, den Einschaltpunkt zu finden. Es geht darum, viele Kilometer zu machen. Die Lenkung ist etwas schwerer als üblich für mehr Lenkgefühl, eine gute Wahl, wie wir finden.

Erwarten Sie bei einem Schrägheckfahrzeug des A-Segments keine weiche Oberfläche des Armaturenbretts; das würde das Auto einfach zu teuer machen. Trotzdem muss man sagen, dass der i10 einen sehr soliden Eindruck macht. Das Armaturenbrett ist ordentlich zusammengesetzt und alles sieht gepflegt aus. Im Testwagen ist das Armaturenbrett fast vollständig in Schwarz und Grau gehalten. Dies ist vielleicht ein bisschen langweilig. Zum Glück hellt das Armaturenbrett mit einigen Farben schön auf. Die Ergonomie ist hervorragend. Alles ist einfach zu bedienen, insbesondere der 8-Zoll-Touchscreen dank der praktischen Schnelltasten neben dem Bildschirm. Auf diese Weise können Sie auch unterwegs schnelle Anpassungen vornehmen, was sehr angenehm ist. Das Lenkrad enthält auch die notwendigen Tasten, um alles so einfach wie möglich zu bedienen.

Hyundai i10 test

Für viele Käufer ist der Hyundai i10 der erste Kontakt mit der koreanischen Marke. Und dieser erste Eindruck wird für viele Käufer sehr positiv sein. Das Auto ist gut gebaut, komfortabel, geräumig, hat mehr als genug Sicherheitssysteme, ist einfach zu fahren, ist recht sparsam und hat ein günstiges Gewicht von ca. 920 Kilogramm für die Straßensteuer. Und dann ist da noch die 5-Jahres-Garantie, unabhängig vom Kilometerstand. Das klingt alles ziemlich gut. Vergessen Sie einfach den Startpreis von knapp 13.000 Euro. Sparen Sie und investieren Sie 14.995 Euro in den Comfort. Nur dann erhalten Sie den i10 so, wie Hyundai es beabsichtigt.

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