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Gesichtet: ein Nissan Verita

März 13, 2026

Das gefleckte Exemplar

An einer Tankstelle an der Autobahn A2 sahen wir etwas, von dem wir nicht sofort wussten, was es war. Das passiert uns nicht oft. Wir erkannten jedoch die Silhouette des Nissan Micra der zweiten Generation. Eine Überprüfung des Kennzeichens bestätigte dies, denn der gesichtete Wagen ist als Nissan K11CXA zugelassen. Die Buchstaben CXA können wir zu Hause nicht zuordnen, aber K11 ist die interne Bezeichnung für den besagten Micra. Der gesichtete Wagen ist aus dem Jahr 2000 und befindet sich seit 2003 in den Niederlanden und bei seinem derzeitigen Besitzer. Das ist alles, was die RDW zu sagen hat, also gehen wir der Sache auf den Grund.

Aus Nissan Micra wird Nissan Verita

Es stellt sich heraus, dass wir es hier mit einem Nissan Verita zu tun haben. Dabei handelt es sich um ein Retromodell auf der Basis des Nissan Micra, speziell für den thailändischen und philippinischen Markt. Soweit wir das beurteilen können, ist der Verita als fünftürige Schräghecklimousine technisch völlig identisch mit dem Micra. Allerdings unterscheiden sich die Stoßfänger, Leuchteinheiten und Felgen deutlich. Sie können die Unterschiede an der Front in unserem Spotfoto sehen. Am Heck wurden die regulären Rückleuchten durch kleinere runde Rückleuchten ersetzt und der Stoßfänger hat Chromleisten. Im Innenraum finden Sie besonders luxuriöse Materialien und ein klassisches Dreispeichenlenkrad. Das Fehlen eines Airbags war zu dieser Zeit kein Thema.

Auch Retro-Micras in Japan

Der Nissan Verita stand nicht völlig für sich allein. Eigentlich war er eine modifizierte Variante einer Retro-Version, die auf den japanischen Markt kam. In Japan gab es sogar eine Auswahl von zwei Retro-Modellen auf der Basis des Nissan March (so hieß der reguläre Micra dort). Beide wurden von Autech, einem japanischen Tuner, entwickelt und vertrieben. Sie hatten die Wahl zwischen dem Autech Nissan March Bolero und dem Autech Nissan March Rumba.

Beide folgten also dem Rezept, das wir bereits für den Verita beschrieben haben: andere Stoßfänger und Leuchteinheiten und ein leicht veränderter Innenraum. Der Unterschied zwischen dem Bolero und dem Rumba lag hauptsächlich im Kühlergrill: ein schmaler Kühlergrill für den Bolero und ein etwas dezenterer, breiterer Kühlergrill für den Rumba. Während der Verita immer ein Fünftürer war, konnten Sie den Bolero und den Rumba auch als Dreitürer bestellen.

Mehr unbekannte Micras

Zurück zum regulären Nissan Micra und zum März. Wussten Sie, dass es in Japan (und einigen anderen asiatischen Ländern) weitere Varianten gab, von denen wir hier nichts wissen? Damit meinen wir vor allem andere Karosserievarianten. Die zweite Generation des Nissan Micra kam bei uns nur als drei- und fünftüriges Fließheckmodell auf den Markt. In Japan konnten Sie außerdem zwischen einem Cabrio, einer viertürigen Limousine und einem Kombi wählen.