Ford Transit Custom PHEV-Rezension (2020)

13 Aug 2021, 15:50  •  Rezension  •  Door koen

Lieferwagen für Elektrofahrzeuge

Lernen Sie den Ford Transit Custom PHEV kennen. Die Idee hinter diesem Plug-in-Hybrid ist einfach: Vorn sitzt ein 127 PS starker Elektromotor – der die Vorderräder antreibt – und unter der Ladefläche befindet sich ein 13,6 kWh-Akkupack.

Dank des Elektroantriebs müssen Sie keine Umweltzonen mehr berücksichtigen, denn Sie emittieren genau 0 Gramm CO2. So können Sie mit diesem Bus problemlos in die Innenstadt fahren, um beispielsweise Ihre Pakete zuzustellen. Aber Sie werden sich jetzt fragen, wie weit Sie mit einem nur 13,6 kWh großen Akkupack kommen.

Ford Transit Custom PHEV

Die Antwort ist einfach: nicht sehr weit. Nach etwa 40 Kilometern geht der Strom aus. Und nun? Sie suchen eine Steckdose? Keines davon. Vorne sitzt ein zweiter Motor: ein Dreizylinder-Benziner. Nicht um die Räder anzutreiben, sondern um den Akku aufzuladen.

Der 1,0-Liter-Turbomotor ist also eigentlich ein Generator. Da er keinen Direktantrieb bietet – und daher beim Beschleunigen nicht regelmäßig hochdrehen muss – kann der Motor mit einer effizienten Drehzahl laufen, um sicherzustellen, dass der Akkupack richtig geladen wird.

Kosten Ford Transit Custom PHEV

Es ist eine besondere Kombination: ein Lieferwagen ohne Dieselmotor, aber mit Benzinmotor, Elektromotor und einem Akkupack, der vom Benzinmotor oder über eine Ladestation (Plug-In) aufgeladen wird. Es bringt ein paar Vor- und Nachteile mit sich.

Der Ford Transit Custom PHEV zum Beispiel ist nicht gerade günstig, er ist ab 41.250 Euro zu haben. Aber sollte man ihn mit einem traditionellen Dieselbus vergleichen? Unternehmen, deren Mitarbeiter in der Innenstadt arbeiten, sind täglich mit Umweltzonen konfrontiert. Und diese Zonen werden nie kleiner und werden nur erweitert. Diese Unternehmen werden sich daher nach sauberen Lieferwagen umsehen müssen, ob sie wollen oder nicht.

Vollelektrische Transporter sind derzeit noch recht teuer, da sie teilweise 100-kWh-Akkupacks enthalten. Das 13,6-kWh-Paket des Transit Custom PHEV ist klein und damit deutlich günstiger. Dennoch haben Sie genügend Reichweite, um innerhalb der Umweltzonen vollelektrisch zu fahren. Draußen kurbelst du den Benzinmotor wieder an.

Ford Transit PHEV-Aufladung

Du kannst ihn natürlich während eines Jobs oder Mittagessens an eine Ladestation hängen, wenn du in der Stadt noch etwas mehr Reichweite benötigst. Über den Ladeanschluss in der vorderen Stoßstange können Sie den Bus an das Ladegerät hängen. Wenn Sie nur eine herkömmliche Steckdose in der Nähe haben, dauert das vollständige Aufladen etwa vier Stunden. Über eine Ladestation dauert dieser Vorgang ca. 2,7 Stunden. Der Akku speichert auch Energie, die beim Bremsen zurückgewonnen wird.

Für Arbeitgeber, die die Busse fast immer vollelektrisch fahren können, wird es dank geringer Verbrauchskosten besonders interessant, wenn man die Total Cost of Ownership (TCO) betrachtet. Wenn man täglich hauptsächlich Autobahnkilometer zurücklegen muss, dann ist der Bus weniger geeignet, denn der 1,0-Liter-Benziner muss dann hart arbeiten und der Verbrauch schießt in die Höhe.

Ford PHEV-Nachhaltigkeit

Manchmal wirkt es wie ein Nebengedanke, doch letztendlich zählt nur das: Nachhaltigkeit. Jeder, der schon einmal durch die Stadt gelaufen oder mit dem Fahrrad gefahren ist, kennt die stinkenden Dieselabgase der brüllenden Lieferwagen an der Ampel. Der Ford Transit Custom PHEV macht die Dinge ganz anders. Im EV Now-Modus wird der Dreizylinder-Range-Extender gestoppt und Sie fahren vollelektrisch. Kein Lärm und keine Emissionen. Allenfalls ein leises Summen des Elektromotors und ein futuristischer Sound aus einem Lautsprecher von außen, der der Umgebung signalisiert, dass man da ist.

Es mag haltbar sein, aber es macht es nicht weniger praktisch. Der bescheidene Akkupack ist unter dem Ladeboden integriert, so dass das Ladevolumen wie beim traditionellen Transit Custom (6 m3) und auch die Ladekapazität nahezu gleich bleibt: 1.130 Kilogramm.

Fahrerlebnis Transit PHEV

Das Fahrerlebnis im Transit Custom PHEV ist gelinde gesagt etwas Besonderes. Den meisten Menschen ist mittlerweile bekannt, dass ein Elektromotor ein direktes Drehmoment liefert, sodass man mit einem Elektroauto fast immer als Erster an der Ampel abfährt.

Dies ist bei Transit Custom PHEV nicht anders. Das Ergebnis ist urkomisch und muss für Leute, die neben oder hinter Ihnen stehen, ein bizarrer Anblick sein. Sobald die Ampel auf Grün schaltet, können Sie mit bis zu 50 km/h aus den meisten Autos problemlos herausfahren. Und das in einem fünf Meter langen und zwei Meter hohen Van! Darüber müssen wir insgeheim schmunzeln.

FordPass-App

Ansonsten ist der PHEV fast identisch mit einem traditionellen Transit Custom. Die Sitze sind bequem, die Sicht gut und es gibt viel Stauraum für alle Ihre Tassen, Schlüssel, Stifte und Formulare.

Darüber hinaus ist der Bus dank eines Bordmodems immer mit einer Internetverbindung ausgestattet. Mit der FordPass-App können Sie alle Arten von Informationen rund um den Bus bequem auf Ihrem Smartphone einsehen. Denken Sie an die Tankanzeige, den Status des Akkus oder den Standort des Busses. Flottenbesitzer können diese Informationen von mehreren Bussen über die FordPass Pro-App anzeigen.

Fazit

Dank Umweltzonen müssen viele Unternehmen nach einer Alternative zum alten und bewährten Dieselbus suchen. Es wird erwartet, dass viele Gemeinden ab 2025 sogar Null-Emissionszonen haben werden. Mit dem Transit Custom PHEV bietet Ford das gleiche alte und bekannte Transit-Erlebnis, nur ein wenig nachhaltiger. Es ist eine geeignete Lösung für Unternehmen, die oft in der Innenstadt sein müssen, und ein schönes Sprungbrett zu einem vollelektrischen Transit. Laut verschiedenen Quellen lässt es nicht lange auf sich warten.

Ford Transit Custom PHEV (2020) – Sorgenfreie Innenstadt! – AutoRAI-Fernseher

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