Fiat Grande Panda (2025) Test – So gut wie der ursprüngliche Panda?
Ein Panda für alle
Gute Nachrichten für Panda-Liebhaber: Fiat bringt in diesem Jahr nicht nur einen, sondern gleich zwei neue Pandas auf den Markt: den kompakten Pandina und den größeren Grande Panda. Der Pandina ist im Grunde der aktuelle Panda mit einigen technischen Updates und einem neuen Namen. Aber der eigentliche neue Star bei Fiat ist der Grande Panda: ein völlig neues Modell, das eine fette Anspielung auf den Panda aus den 1980er Jahren ist.
Wie groß ist der Grande Panda eigentlich?
Der Name mag auf einen kolossalen SUV hindeuten, aber mit einer Länge von 3,99 Metern ist der Grande Panda vor allem ein praktisches Schrägheckfahrzeug. Er bietet einen Gepäckraum von 361 Litern. Das sind etwa 50 Liter mehr als der Citroën C3 bietet, mit dem er sich die Technik und die Plattform teilt. Die Rückbank ist im Vergleich zum französischen Auto etwas enger, aber Erwachsene sitzen dort immer noch recht bequem. Kinder haben dort ohnehin nichts zu meckern.
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Elektrisch oder hybrid
Der Grande Panda ist sowohl als reines Elektroauto als auch als Hybrid erhältlich. Die elektrische Variante leistet 83 kW (113 PS) und verfügt über eine 44-kWh-Batterie, die für eine WLTP-Reichweite von 320 km gut ist. In der Praxis sollten Sie bei normalen Wetterbedingungen mit etwa 250 km rechnen. Die Hybridversion verfügt über einen 1,2-Liter-Dreizylinder-Benzinmotor und einen Elektromotor, die zusammen 74 kW (100 PS) leisten. Geschaltet wird immer mit einer Automatik.
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Erstaunlich reif
Der Grande Panda fährt sich für ein Auto in diesem Segment erstaunlich erwachsen. Obwohl er nicht über die hydraulischen Stoßdämpfer des Citroën C3 verfügt – eine Art zusätzliches Polster auf den Federbeinen – macht er kaum Kompromisse beim Komfort und fühlt sich ein wenig dynamischer an. Die Sitze sind angenehm weich, bieten aber dank der festen Seitenwangen ausreichend Seitenhalt.
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Swift saß
Die Leistung ist in Ordnung, vor allem in Anbetracht seiner Klasse. Mit einer Beschleunigung von 0-100 km/h in 11 Sekunden ist er kein Straßenmonster, aber welches Auto in diesem Segment ist das schon? Außerdem schießt er dank des leicht verfügbaren Drehmoments des Elektromotors auf den ersten Metern sanft vorwärts und hält sein Tempo auch bei höheren Geschwindigkeiten. Die Höchstgeschwindigkeit von 132 km/h ist für den täglichen Gebrauch völlig ausreichend, aber Überholvorgänge auf der Autobahn nach sieben Uhr abends sind ein Muss.
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Leistung beim Aufladen
Der elektrische Grande Panda E kann mit 11 kW Wechselstrom und 100 kW Gleichstrom aufgeladen werden, so dass Sie innerhalb von 30 Minuten wieder 80 % Ladung haben. Ein cleveres Extra ist das integrierte Ladekabel, das Sie aus der Nase des Autos herausziehen – ein bisschen wie ein Staubsauger. Das bedeutet, dass Sie nie wieder ein Ladekabel aus einer Schlammpfütze fischen müssen. Aber es gibt auch einen Nachteil: Dieses integrierte Kabel unterstützt eine Ladeleistung von bis zu 7 kW. Unser Rat? Wenn Sie zu Hause oder bei der Arbeit nachts oder tagsüber Zeit zum Aufladen haben, ist dieses praktische Spiralkabel eine geniale Ergänzung.
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Ode an den Ur-Panda
Fiat hat sich beim Design des Grande Panda stark an den ursprünglichen Panda aus den 1980er Jahren angelehnt. Das kantige Armaturenbrett, die eckigen Vorder- und Rückleuchten und das ovale Armaturenbrett spielen auf den klassischen Panda und den Schalenplatz auf dem alten Fiat-Werk – dem Lingotto – in Turin an. Selbst das Handschuhfach ist eine subtile Anspielung auf die Vergangenheit.
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Nachhaltig und innovativ
Trotz der deftigen Retro-Soße ist Fiat der Nachhaltigkeit fest verpflichtet. Für den Grande Panda werden recyceltes Aluminium und Plastik verwendet, das teilweise aus Milchkartons stammt. Der Innenraum der La Prima-Version ist außerdem mit Bambusfasern verkleidet. Das sieht nicht nur schön aus, sondern ist auch nachhaltig.
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Versionen und Preise
Der elektrische Grande Panda ist als La Prima und RED erhältlich, der Hybrid als La Prima und ICON. Der Grundpreis des Grande Panda – sowohl für den Benziner als auch für den Elektroantrieb – liegt bei 25.990 € und damit höher als der des Citroën e-C3 (24.300 €). Dafür ist er serienmäßig mit einer Klimaanlage, einem 10-Zoll-Infotainment-Bildschirm, einem digitalen 10-Zoll-Kombiinstrument, LED-Leuchten und einem Tempomat ausgestattet. Wer sich für den La Prima (29.000 €) entscheidet, erhält unter anderem 17-Zoll-Räder, Navigation, eine Rückfahrkamera, Parksensoren und ein kabelloses Ladegerät für Telefone.
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Fazit
Der Fiat Grande Panda ist eine fröhliche Bereicherung des B-Segments. Er kombiniert Retro-Design mit moderner Technik, bietet ein praktisches Interieur und hat bei den Antrieben für jeden etwas zu bieten. Das geniale Ladekabel macht ihn zu etwas ganz Besonderem. Er ist nicht so günstig wie der Citroën e-C3, aber er ist eine stilvolle und praktische Alternative. Ob er so ikonisch werden wird wie der archetypische Panda? Die Zeit wird es zeigen! Im folgenden Video erzählen wir Ihnen mehr über den Fiat: