Deshalb zahlen Sie in manchen Provinzen das Doppelte für Ihre Autoversicherung
Südholland gegen Friesland:
Die Vergleichsseite Geld.nl hat die Kfz-Versicherungspreise in den Niederlanden unter die Lupe genommen. Dabei stellte sich heraus, dass die Preisunterschiede zwischen den Provinzen recht groß sind. Im Jahr 2024 zahlten Autofahrer in Friesland durchschnittlich 59,23 Euro pro Monat für ihre Kfz-Versicherung, während die Prämie in Südholland auf 89,13 Euro stieg. Das macht einen Unterschied von fast 30 Paise monatlich oder 360 Euro jährlich.
Die teuerste Stadt der Niederlande
Die Unterschiede werden noch größer, wenn Sie sich die großen Städte ansehen. Rotterdam ist mit einer durchschnittlichen Prämie von 121,29 Euro pro Euro-Monat die teuerste Stadt. Im Gegensatz dazu zahlen Sie in Groningen, der günstigsten der zehn größten Städte, nur 71,17 Euro. Sie sparen also satte 600 Euro pro Jahr.
Verkehr und Kriminalität
Laut Paul Huibers, Kfz-Versicherungsexperte bei Geld.nl, sind die hohen Prämien in Südholland vor allem auf das Schadensrisiko zurückzuführen. „In Südholland finden Sie große Städte wie Den Haag und Rotterdam. Hier gibt es mehr Verkehr und damit ein höheres Risiko für Schäden. Deshalb sind die Prämien in Südholland im Durchschnitt höher als in Provinzen mit ländlicheren Gebieten, wie Friesland und Groningens“, erklärt er. Darüber hinaus spielt auch die Kriminalität eine wichtige Rolle. Im Jahr 2023 wurden in Südholland 1.460 Autos gestohlen, fast ein Viertel der landesweiten Gesamtzahl.
Friesland hingegen ist ein Paradies. Mit nur 30 bis 50 Autodiebstählen pro Jahr und weniger Verkehrschaos bleiben die Prämien hier niedrig. „Unter anderem deshalb war Friesland in den letzten drei Jahren die Provinz mit der niedrigsten durchschnittlichen Kfz-Prämie“, so Huibers.
Die Prämien steigen weiter
Die Untersuchungen von Geld.nl zeigen auch, dass die Kfz-Versicherung im Allgemeinen immer teurer wird. Im Januar 2023 zahlten die Niederländer noch durchschnittlich 85,73 Euro pro Monat, aber im Juli desselben Jahres war dieser Betrag bereits auf 93,73 Euro gestiegen.
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