„Das Beste zum besten Preis“: Diese (noch) unbekannte Luxusmarke kommt bald in die Niederlande
Genesis begann sein europäisches Abenteuer im Jahr 2021 in drei Märkten: Deutschland, der Schweiz und Großbritannien. Jetzt sind also auch wir an der Reihe. Für die Niederlande hat BMW Vorstandschef Peter Kronschnabl klare Erwartungen: „Die Niederlande haben einen sehr hohen Anteil an Elektrofahrzeugen. Daher erwarte ich, dass dies einer unserer stärksten Märkte für vollelektrische Modelle sein wird, die jeweils von der neuesten Technologie der Hyundai Motor Group profitieren.“

Genesis: zuerst elektrisch, später ‚Superhybride‘
Ab dem Frühjahr werden in den beiden Showrooms zunächst drei Genesis-Modelle zu sehen sein: der GV60 (Bild unten) ist der kleinste SUV der Familie, darüber stehen die Elektroversionen des größeren GV70 SUV und der stattliche G80, eine große Limousine in der (Preis-)Klasse von zum Beispiel dem Lexus ES und der Mercedes-Benz E-Klasse. Letztere durfte ich schon einmal in Südkorea fahren und der Eindruck, den der G80 hinterlässt, ist besonders luxuriös, dank wirklich schöner Materialien und extrem weicher Kissen für die Köpfe der Fondpassagiere.

Von den aktuellen Generationen dieser Modelle kommen nur die vollelektrischen Varianten in die Niederlande, aber für ihre Nachfolger arbeitet Genesis bereits an sogenannten ‚Superhybriden‘, die auch einen Benzinmotor haben. Dies wird von einigen für Genesis wichtigen Märkten, darunter China und Amerika, zunehmend gefordert. Laut Peter Krohnschnabl werden diese Autos ab 2027 auf die Straße kommen, wahrscheinlich auch bei uns: „Aber letztlich liegt unser Fokus wirklich auf der Elektrik, auch weil unsere nächste Elektroplattform zu den besten der Welt gehören wird.“

Genesis arbeitet auch an ‚Defender-Konkurrent‘
In unserem Gespräch verrät Krohnschnabl, wenn auch erst nach einigem Drängen, dass es bis dahin noch mehr Neuigkeiten von Genesis geben wird. Noch in diesem Jahr lüftet die Marke zum Beispiel den Vorhang für einen „charaktervollen, robusten SUV, der eine Genesis-Ikone werden wird“. Der Big Boss der Marke in Europa ist begeistert von der Zukunft und muss sich sichtlich bemühen, weitere Details unter Verschluss zu halten. Kronschnabl fühlt sich eindeutig freier, mit der Presse zu sprechen als bei seinem früheren Arbeitgeber BMW (wo er jahrzehntelang gearbeitet hat und eine sehr strenge Kommunikationspolitik betreibt), aber er gibt noch nichts preis.
Aber als ich frage, ob dieses Auto ein direkter Konkurrent für erfolgreiche (und lukrative) Ikonen wie die Mercedes-Benz G-Klasse und den Land Rover Defender werden soll, entweicht Krohnschnabl ein hinterhältiges Lächeln. „Ich sage ja gar nichts, aber Sie könnten Recht haben“, sagt er. Die Chancen stehen gut, zumindest ist das die Einschätzung der AutoRAI.co.uk-Redakteure, dass dieser Offroad-ähnliche Stil Elemente aus dem beeindruckenden Genesis X Gran Equator Concept von 2025 erhalten wird.

Was bereits bestätigt wurde, ist, dass Genesis ein eigenes Performance-Label für besonders sportliche Versionen unter dem Namen Magma entwickeln wird. Rechnen Sie mit besonders ‚heißen‘ Versionen mit viel Leistung, strafferem Handling und speziellen Optionen. Laut dem Spitzenmann nutzt die Marke den bereits angekündigten GV60 Magma – siehe das Bild ganz unten in dieser Geschichte – um „die Temperatur des Wassers zu testen“. „Aber für mich ist klar: Eine Premium-Automarke, die sich selbst ernst nimmt, muss eine Sportwagen-Sparte haben.“
Genesis: mehr Garantie als Mercedes und BMW
Dass der Schwerpunkt bei Genesis auf Luxus und Komfort liegen wird, ist jedoch klar. Damit will die Marke einen großen Mehrwert gegenüber den bestehenden Premiummarken bieten und so langsam aber sicher ein Stück des Marktes erobern. Dafür sei unter anderem eine erweiterte Garantie wichtig, erklärt Krohnschnabl: „Bei einigen Mitbewerbern erhalten Sie nur zwei oder drei Jahre Garantie, bei uns können sich die Kunden auf fünf Jahre volle Unterstützung im Rahmen des Care Plans verlassen.“ Die Marke bietet außerdem einen Abhol- und Bringservice für die Kunden an und möchte den Kunden exklusive Erlebnisse bieten, die man normalerweise nicht mit Geld kaufen kann.

Krohnschnabl sagt freimütig, was Genesis NICHT sein will: eine Volumenmarke, die Rabatte einsetzt, um Marktanteile zu gewinnen, wie es andere Newcomer tun. „Rabatte sind kein Verkaufen, sondern ein Verschenken von Autos. Das ist nicht nachhaltig, nicht für den Hersteller und nicht für unsere Händler.“ Stattdessen will die Marke ihren Kunden ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten. „Wir sind nicht billiger als andere Premiummarken, aber Sie bekommen mehr Schönheit für Ihr Geld. Materialien, Verarbeitung und Technologie, die Sie anderswo nur gegen Aufpreis bekommen, sind bei uns Standard. Die Kunden werden diesen neuen Standard in vielen weiteren Bereichen erleben.“
Am 20. März nächsten Jahres wird Genesis – ein Name, der bisher auf den Luxus- und Sportmodellen von Hyundai prangte – offiziell in den Niederlanden eingeführt. Nicht lange danach werden Sie die ersten Modelle der Marke in unserem Land fahren sehen.

