Audi A3 Sportback 35 TFSI-Test (2020)

13 Aug 2021, 15:50  •  Rezension  •  Door koen

Audi A3

Ein Fließheck einer deutschen Premium-Marke, das ist eigentlich nichts Seltsames. Das war vor über zwanzig Jahren anders. 1996 wagte Audi als erster deutscher Luxusautomobilhersteller den Einstieg in einen kompakten Mittelklassewagen. Es stellte sich als kluger Schachzug heraus. Der A3 war ein Erfolg und BMW ging bald mit dem 1er und Mercedes-Benz später mit der A-Klasse auf die Jagd.

Der A3 befindet sich bereits in der vierten Generation. Aus der Ferne sieht es nicht viel anders aus als die vorherige Generation, aber das Aussehen kann täuschen. Aus der Nähe sieht man viele Veränderungen, aber man muss danach suchen.

Audi A3-Modell

Der A3 wurde an allen Fronten aktualisiert und sieht sportlicher denn je aus. Überall sieht man klare Linien, die das Gefühl vermitteln, dass sich das Auto im Stillstand bewegt.

Das Auto ist etwas länger und niedriger, was eigentlich eine einfache Möglichkeit ist, das Auto sportlicher aussehen zu lassen. Der Kühlergrill ist ebenfalls abgesenkt, was die Nase noch aggressiver macht. Auch der Kühlergrill ist breiter, denn BMW ist nicht die einzige deutsche Marke, die einen großen auffälligen Kühlergrill entwerfen kann. Zwischen Motorhaube und Frontstoßstange stoßen wir auf den bekannten Briefkastenschlitz, inspiriert vom Audi Quattro aus den 1980er Jahren.

Sportback-Spoiler

Auch die Rückseite wurde deutlich geschärft. Unser Blick fällt sofort auf den Spoiler, er ist groß! Das stellt sich als richtig heraus, er ist doppelt so groß wie der Spoiler des Vorgängermodells. Der Kofferraum hat sich nicht verdoppelt, er ist unverändert. So bleibt noch Platz für 380 Liter Gepäckraum, 1200 Liter, wenn die Bank platt geht.

Audi großzügiges Design

Auch den Radstand hat Audi gleich belassen. Zum Glück, denn das bedeutet viel Platz im Innenraum. Sowohl vorne als auch hinten gibt es reichlich Kopf- und Beinfreiheit. Wir testen die extra sportliche S-Edition, bei der zwei Sportsitze platziert wurden. Sie halten dich ordentlich an Ort und Stelle, bieten aber auch bei einer längeren Fahrt ausreichend Komfort.

Hinten ist man auch gut, obwohl die Dachkante etwas nach innen gerichtet ist. Dadurch sieht das Auto von außen sportlich aus, aber man sitzt schnell mit dem Kopf zur Seite.

Hinten einzusteigen ist im A3 jetzt immer einfach, denn es gibt ihn nur als Sportback (5-Türer). Damit ist nach drei Generationen der Vorhang für die 3-Türer-Variante gefallen. Die Limousinenversion des A3 ist noch immer sehr lebendig: die A3 Limousine.

Infotainment

Genau wie beim neuen Volkswagen Golf, Seat Leon und Skoda Octavia – drei Modelle, mit denen sich dieser Audi die Plattform teilt – gibt es auch beim Audi wenige physische Knöpfe im Innenraum.

Sie müssen sich mit zwei Bildschirmen begnügen: dem virtuellen Cockpit hinter dem Lenkrad und einem großen Touchscreen in der Mitte. Das Infotainment-System reagiert sehr schnell, aber es ist manchmal eine kleine Suche. Das führt dazu, dass wir den Blick öfter von der Straße nehmen müssen, als uns lieb ist.

Wir können Audi nicht die Schuld geben, Knöpfe sind einfach aus der Mode gekommen. Dennoch wäre ein kleiner runder Drehknopf in der Mittelkonsole – wie beim Vorgängermodell – sinnvoll gewesen.

Zum Glück gibt es eine Reihe von physischen Tasten am Lenkrad, und natürlich kommt man auch mit der Sprachsteuerung weit. Unter dem Bildschirm befinden sich noch ein paar Tasten, mit denen man die Klimatisierung direkt bedienen kann.

Audi-Qualität

Genau wie das Äußere wirkt auch das Innere von Audi etwas sportlicher. Alle runden Formen, die auf dem Armaturenbrett des vorherigen A3 vorhanden waren, sind weg. Wohin Sie auch schauen, sehen Sie jetzt klare Linien. Highlight sind die beiden extrem dichten Lüftungsgitter neben den Instrumenten. Sie sehen aus, als wären sie direkt von Lamborghini gepflückt worden und geben einem wirklich das Gefühl, im Cockpit eines Supersportwagens zu sitzen.

Die verwendeten Materialien im Interieur sind selbstverständlich auf einem Niveau, das Sie in einem Audi erwarten dürfen. Alles fühlt sich extrem solide an und es gibt viele weiche Materialien. An einigen Stellen stoßen wir jedoch auf mehr Hartplastik als erwartet, aber wir können damit leben.

Audi 35 TFSI-Antriebsstrang

Unser Testwagen ist mit einem 35 TFSI-Antriebsstrang ausgestattet. Das heißt, ein 1,5-Liter-Vierzylinder-Benziner mit 150 PS (110 kW). Wir können die Gänge selbst wechseln, mit einem Sechsgang-Getriebe. Ein Siebengang-Automatikgetriebe S Tronic ist ebenfalls erhältlich. Genauso wie ein 110 PS starker Dreizylinder-Benziner mit 110 PS (30 TFSI). Auch Diesel sind mit zwei 2,0-Liter-Motoren mit 116 oder 150 PS möglich.

Der 35 TFSI-Antriebsstrang hat einiges an Schwung. Sowohl an der Ampel als auch beim Beschleunigen mit höheren Geschwindigkeiten nimmt er viel auf. Der Antriebsstrang ist auch in anderen Modellen der Volkswagen AG – wie dem kürzlich von uns getesteten Seat Leon – vorhanden, fühlt sich aber im Audi etwas würziger an.

‚Unser‘ Die S-Edition ist mit einem Sportfahrwerk ausgestattet, damit wir mit hoher Geschwindigkeit problemlos eine Kurve fahren können. Die 19-Zoll-Räder – der A3 ist serienmäßig mit 16 Zoll – sind robust, aber auch in den Kurven hat das Gummi überraschend viel Grip. In Kombination mit der 150 PS starken Kraftquelle amüsieren wir uns wunderbar hinter dem Steuer. Währenddessen schmunzeln wir noch über Aventador-artige Luftdüsen, es rundet das sportliche Fahrerlebnis ab.

Kosten Audi A3

Den Audi A3 gibt es ab 34.370 Euro. Dies betrifft den 110 PS starken 30 TFSI-Antriebsstrang mit Schaltgetriebe. Die 150 PS starke 35 TFSI-Version mit Schaltgetriebe ist ab 36.820 Euro erhältlich. Damit ist der A3 der mit Abstand teuerste des Quartetts der Volkswagen AG. Sowohl Leon, Octavia als auch Golf starten bei über 25 Riesen.

Außerdem ist Audi Optionen nicht abgeneigt, daher steigt der Preis schnell, wenn man viel checkt. Der von uns gefahrene A3 Sportback S Edition 35 TFSI mit Schaltgetriebe kostet 40.820 Euro.

Audi A3 Limousine (2020) Testbericht – AutoRAI TV

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